1. 24auto
  2. News

Tesla in der Kritik: Kraftfahrtbundesamt will genau hinsehen

Erstellt:

Von: Simon Mones

Kommentare

Tesla steht wegen seines Autopiloten und dem Full Self-Driving immer wieder in der Kritik. Auch das Kraftfahrtbundesamt hat Bedenken.

Flensburg – Wenn es um Teslas Funktionen „Autopilot“ und „Full Self-Driving“ (FSD) geht, hagelt es vor allem eins: sehr viel Kritik. So weißt das FSD immer wieder eklatante Schwächen auf. Die Experten stören sich insbesondere daran, dass die Beta-Versionen des Systems auf öffentlichen Straßen getestet werden. Eine Tatsache, die auch beim Kraftfahrtbundesamt (KBA) nicht grade auf Begeisterung stößt.

„Die Straße ist kein Experimentierfeld, es geht um die Sicherheit im Verkehr und am Ende um Menschenleben“, sagte KBA-Präsident Richard Damm der „Süddeutschen Zeitung“. Entsprechend will die Behörde von allen Herstellern wissen, was für Updates sie an der Software vornehmen.

Tesla in der Kritik: Kraftfahrtbundesamt will genau hinsehen

Die Zusammenarbeit mit Tesla gestalte sich in diesem Punkt jedoch schwierig. „Wenn wir keine Informationen erhalten, können wir nicht ausschließen, dass Systeme nicht regelkonform sind“, betonte Damm. Folglich drohen Bußgelder und im Zweifel auch eine Betriebsuntersagung.

Ein Tesla-Logo an einer Niederlassung bei Nacht (Symbolbild)
Das Kraftfahrtbundesamt kritisiert die Zusammenarbeit mit Tesla.(Symbolbild) © Winfried Rothermel/Imago

Das Ziel sei es jedoch nicht, neue Technologien zu verhindern, sondern mit Augenmaß vorzugehen, stellte der KBA-Präsident klar. So wolle sich die Flensburger Behörde bei der Prüfung neuer Funktionen nicht nur auf Dokumente und Erklärungen verlassen. Stattdessen schaue man selber genau hin und überprüft die Funktionen praktisch, erklärte Damm.

Tesla in der Kritik: Kraftfahrtbundesamt nimmt neue Funktionen genau unter die Lupe

Dazu habe man das Prüflabor des KBA infolge des Dieselskandals ausgebaut. Dort nehmen 40 Ingenieure die neuen Funktionen genau unter die Lupe. Bis Mercedes-Benz die Genehmigung für hochautomatisiertes Fahren erteilt bekam, waren mehrere Anläufe notwendig.

Noch mehr spannende Auto-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Zudem stört sich Damm auch daran, dass Tesla das „Full Self-Driving“ anhand eines auf dem Fahrverhalten basierenden Bewertungssystems nur für bestimmte Fahrer freischaltet. Dieser Weg sei falsch, da ein Automatisierungssystem so ausgelegt sein müsse, dass es von allen Autofahrern bedient werden kann, ohne die Sicherheit zu gefährden.

Auch interessant

Kommentare