Tesla lagert hunderte Elektroautos auf Flugplatz: Friedhof oder doch Zwischenlager?
Die Elektromobilität steckt in einer Absatzkrise. Eine Spiegel-TV-Reportage beleuchtet die Lage und wirft einen Blick auf Teslas ‚Fahrzeugfriedhof‘. Ein Skandal, der keiner ist.
Dass sich die Elektromobilität aktuell in einer Krise befindet, ist kein Geheimnis. Seit Monaten sinken die Absatzzahlen in Deutschland – so auch im März. Die Händler sind entsprechend pessimistisch, was das restliche Jahr angeht. Das Ziel der Bundesregierung von 15 Millionen Stromern bis 2030 ist ebenfalls nicht mehr zu schaffen. Für Spiegel TV Anlass genug, sich in einer Reportage dem aktuell Stand der Elektromobilität zu beschäftigen.
Wirklich positiv fällt diese dabei aber nicht aus. So werden auf dem „Großenhainer Autofrühling“ zahlreiche Passanten nach ihrer Meinung zu Elektroautos gefragt. Die Antworten fallen durch die Bank negativ aus. Ein Besucher würde zwar ein Elektroauto kaufen, aber nur für den Preis eines Benziners mit einer Reichweite von 1.000 Kilometern. Anwesende Mitarbeiter von Tesla wollten sich zur Absatzkrise erst gar nicht äußern und verweisen auf die Pressestelle.
Teslas vermeintlicher Friedhof: Hunderte Elektprautos auf Brandenburger Flugplatz gelagert
In der nächsten Sequenz gerät der Autobauer aus Austin dann ins Visier der Spiegel-TV-Redakteure. Genauer gesagt ein vermeintlicher „Friedhof der E-Autos“ in der Gemeinde Neuhardenberg. Dort lagert Tesla offenbar auf einem alten Flugplatz Hunderte Fahrzeuge zwischen.
Der vermeintliche Grund laut der Reportage: die Absatzkrise der Elektroautos. Musste man einst noch monatelang auf einen Tesla warten, stehen sich diese nun in Brandenburg die Reifen platt. Die Nachfrage zwingt Tesla zu diesem Schritt, den Eindruck will zumindest der Beitrag vermitteln.
Zwischenlager statt Friedhof: Tesla verkauft geparkte Elektroautos
Dabei versichert sogar ein Mitarbeiter vor Ort, dass die Autos dort nur zwischen gelagert und dann weiterverkauft werden. Der vermeintliche Skandal ist nämlich gar keiner. Der „Friedhof“ ist nämlich schlicht ein gewöhnliches Zwischenlager, wie sie auch andere Hersteller haben.
Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.
Noch mehr spannende Auto-Themen finden Sie im kostenlosen Newsletter unseres Partners 24auto.de.
Und auch Tesla lagert seine Fahrzeuge dort schon länger zwischen. Bereits im März 2023 wurden dort zahlreiche fabrikneue Model Y zwischen geparkt, wie die Märkische Onlinezeitung berichtet. Immerhin das meistverkaufte Fahrzeug 2023. Ein weiteres Zwischenlager gibt es zudem seit Dezember 2022 am Flughafen Berlin-Brandenburg, schreibt Efahrer.de. Diese waren unter anderem für den Export nach Taiwan gedacht. Ähnliche Pläne dürfte Tesla auch mit den Elektroautos haben, die man in Neuhardenberg zwischenlagert.