Falsch beklebt: Toyota muss knapp 34.000 Fahrzeuge zurückzurufen

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Von: Sebastian Oppenheimer

Der japanische Hersteller Toyota muss knapp 34.000 Fahrzeuge zurückrufen. Der Grund für den Rückruf ist ziemlich außergewöhnlich.

In der Autobranche sind Rückrufaktionen keine Seltenheit – gerade erst beorderte Opel wegen eines technischen Defekts 200.000 Corsas in die Werkstätten. Allerdings unterscheiden sie sich nicht nur in der Zahl der zurückgerufenen Fahrzeuge, sondern auch im Umfang der zu tätigenden Arbeiten meist deutlich. Bei Toyota hat nun ein vermeintlich kleiner Fehler in Nordamerika einen großen Aufwand zur Folge.

Überladungsgefahr: falsche Zuladungswerte auf Toyota-Aufkleber

Grund für den Rückruf des japanischen Herstellers sind in diesem Fall weder mechanische Probleme noch Softwarefehler, sondern schlicht ein fehlerhafter Aufkleber, der von einem texanischen Vertriebshändler aufgebracht wurde. Auf dem Sticker sind falsche Gewichtsangaben aufgedruckt, wie Motor1 und Car and Driver berichten. Das bedeutet: Wenn die Zuladungswerte unkorrekt angegeben sind, besteht die Gefahr, dass das Auto überladen wird – und das kann im Verkehr sehr gefährlich werden.

Fahraufnahme eines Toyota Corolla Cross
Der Toyota Corolla Cross ist eines der Fahrzeuge, die von der Rückrufaktion in Nordamerika betroffen sind. © Toyota

Rückruf für knapp 34.000 Toyotas verschiedenster Baureihen

In einem Dokument der US-Verkehrssicherheitsbehörde National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) zu dem Fall heißt es, dass die angegebenen Werte auf ein Prozent genau dem tatsächlichen Fahrzeuggewicht entsprechen müssen. Betroffen von dem Rückruf sind 33.838 Fahrzeuge verschiedenster Toyota-Modellreihen, darunter das Mittelklasse-Modell Camry, der Pick-up Tundra und das SUV 4Runner. Ursächlich für die Panne ist angeblich ein „Programmierfehler“, durch den die Gewichtswerte von Zubehör falsch berechnet wurden.

Falsche Aufkleber: So wird das Problem nun gelöst

Die Lösung für das Problem? Relativ einfach: neue Aufkleber. Laut NHTSA werden die Sticker mit den korrekten Angaben an die betroffenen Fahrzeugbesitzer verschickt – inklusive einer detaillierten Anleitung für das Anbringen des Aufklebers. Der betroffene Vertriebshändler bietet auch die Möglichkeit, bei jedem Toyota-Händler den Sticker kostenlos austauschen zu lassen. In Italien hatte ein kleiner Aufkleber übrigens kürzlich ebenfalls gravierende Folgen: Dort wurden mehr als 100 Fiat-Modelle von der Finanzpolizei beschlagnahmt.

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Auch in Deutschland erhält man als Fahrzeugbesitzer ein Schreiben, wenn das eigene Fahrzeug von einer Rückrufaktion betroffen ist. Wichtig: Ein solcher Brief ist nicht als Empfehlung zu verstehen. Wem ein Rückrufschreiben ins Haus flattert, der muss den darin aufgeführten Mangel beseitigen lassen. Wenn ein Halter dem Rückruf auch nach mehreren Aufforderungen nicht nachkommt, kann das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) die örtlich zuständige Zulassungsbehörde informieren – und diese wiederum kann das Auto außer Betrieb setzen. Nach dem Erhalt des Rückrufschreibens empfiehlt es sich zügig eine Werkstatt aufzusuchen.

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