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Elon Musk sagt sorry: Gestörter Server lässt App streiken

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Von: Marcus Efler

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App statt Autoschlüssel: Tesla-Fahrer mussten gerade erleben, welche Probleme diese Technologie haben kann. Die Reaktion von Elon Musk wird sie wohl versöhnen.

Austin (USA) – Das ist schon cool: Während der normale Autofahrer den Schlüssel hervorkramt oder ihn zumindest in der Tasche mit sich tragen muss, um sein Fahrzeug zu entsperren, funktioniert das bei sehr modernen Autos über das Smartphone. So lassen sich BMW-Modelle wie das Elektro-SUV iX mittels iPhone starten, der gute alte Funkschlüssel kann daheimbleiben. (Studie enthüllt: Autofahrer nutzen neue Technik nicht – aber warum?)

Elon Musk sagt sorry: Deshalb konnten Tesla-Fahrer nicht in ihre Autos

Ehrensache, dass sich auch ein Tesla über App öffnen und fahren lässt. Zwar wird eine Funk-Karte mitgeliefert, aber wer schleppt die schon mit sich, wenn man das Smartphone sowieso immer dabei hat? Dass so ein Back-up durchaus sinnvoll sein kann, mussten jetzt einige Tesla-Fahrer feststellen.

Denn nach einer Störung des Tesla-Servers war die App in mehreren Ländern, darunter USA, Kanada und Südkorea nachmittags (nach US-Zeit) nicht mehr nutzbar. Das US-Portal „electrek“ erwähnt sogar vier Fälle von Aussperrung. Für etwas Irritation sorgte unter Tesla-Kennern allerdings die Tatsache, dass man den Wagen alternativ auch per Bluetooth hätte nutzen können. (Nur Vorurteile? Tesla-Fan parodiert E-Auto-Hasser: „Also mit meinem Diesel ...“)

Elon Musk, Tesla-CEO (Symbolbild)
Weiß, wenn etwas schiefläuft: Tesla-Chef Elon Musk. (Symbolbild) © Patrick Pleul/dpa

Elon Musk sagt sorry: „Checking ...“

Nun gehört es zu den Eigenschaften von Tesla-Chef Elon Musk, dass er bekanntlich näher am Produkt und seinen Kunden ist als manche andere Vorstandsvorsitzenden von Autokonzernen – und auch gerne höchstpersönlich mit seinen Fans kommuniziert. Und so war es auch in diesem Fall: Kurz nach dem Breakdown der App meldete sich Musk per Twitter und verkündete auch gleich den Zwischenstand: „Checking ...“. Also der beruhigende Hinweis, dass man das Problem erkannt habe und an einer Lösung arbeitet. (Tesla: Großauftrag von Hertz katapultiert Elon Musk in Börsenolymp)

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Elon Musk sagt sorry: Ausufernder Netzwerk-Verkehr

Die konnte allerdings erst am Abend gefunden werden. Wieder meldete sich Musk zu Wort: „Wir sollten jetzt wieder online zurück sein“. Den Ausfall erklärte er mit einem unbeabsichtigten Ausufern des Netzwerk-Verkehrs. Und dann bat der Multimilliardär um Verzeihung: „Entschuldigung, wir werden Maßnahmen ergreifen, damit so etwas nicht wieder passiert“.

Für die ausgesperrten Kunden war die ganze Angelegenheit unangenehm, verlief immer noch besser als für manche andere Autofahrer, die nach einer Systempanne erst in der Hotline ihres Pannenservices hängen – die dann doch nur einen Abschleppwagen schickt. Und damit ein Software-Problem bis ganz nach oben durchdringt, muss es bei den meisten Herstellern schon massiv über einen längeren Zeitraum die Kunden nerven. Insofern hat Elon Musk (so umstritten seine Twitterei auch sein mag) hier mal wieder gezeigt, wie man sogar mit einem Problem Kunden zu Fans machen kann.

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