1. 24auto
  2. Tests
  3. Fahrbericht

Neuer Toyota Yaris Cross im Test – auch dieser Antrieb ist verfügbar

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Marcus Efler

Er heißt Yaris wie der Kleinwagen, aber eigentlich fährt Toyotas neuer Crossover eine halbe Klasse darüber. Auch dieser Antrieb ist verfügbar.

Toyota (Japan) – Der Name stimmt nur bedingt: Der Toyota Yaris Cross basiert zwar auf dem bekannten Kleinwagen, wirkt aber mit bulliger Front und Crossover-Proportionen wie ein komplett anderes Auto. Eher ähnelt er dem größeren Kompakt-SUV RAV4. Die Länge legt bei gleichem Radstand um 24 Zentimeter zu, gepolsterte Radkästen sorgen für mehr Breite und die maximierte Bodenfreiheit lässt den Fünftürer in der Höhe wachsen. Resultat ist ein sehr ordentliches Platzangebot im Inneren, vor allem im Fond hat der Crossover gegenüber dem normalen Yaris gewonnen. Erwachsene können es an Bord auch zu viert über längere Strecken locker aushalten. Hinter der Heckklappe mit ihrem durchgehenden Leuchtenband findet sich ein knapp 400 Liter großer Kofferraum, der gegenüber der Kleinwagen-Basis ebenfalls deutlich zugelegt hat. (Toyota-Bosse überraschen mit Absage: Keine Zukunft für E-Mobilität?)

Toyota Yaris Cross, von seitlich vorn
Deutlich erwachsener als das Basismodell: der Toyota Yaris Cross © Toyota

Neuer Toyota Yaris Cross im Test – auf Wunsch sogar mit diesem Antrieb

Das Cockpit hingegen wurde weitgehend vom Standard-Yaris übernommen, wobei der digitale Bildschirm im Instrumentenbrett etwas größer ausfällt. Flankiert wird er vom bekannten Touchscreen über der Mittelkonsole. Er hilft er unter anderem beim Einparken: Toyota hat einen neuen Assistenten entwickelt, der Gas, Bremse und Lenkung komplett übernimmt, der Fahrer muss fast nur noch den Automatikwählhebel bedienen. Das funktioniert auch in engen Lücken gut, ist aber angesichts der wendigen Abmessungen eigentlich gar nicht nötig. Denn auch wenn der Yaris Cross äußerlich den bulligen Geländewagen gibt, ist er vor allem in den Gassen und auf den Straßen der Städte zu Hause. (Toyota GR Yaris im Test: Der Rennzwerg hat mehr PS als gedacht)

Interieur des Toyota Yaris Cross
Aufgeräumt: das Cockpit des Toyota Yaris Cross © Toyota

Neuer Toyota Yaris Cross im Test – häufig im reinen Elektroantrieb unterwegs

Neben seiner Handlichkeit hilft ihm dabei vor allem sein serienmäßiger Hybridantrieb. Der E-Motor sorgt im Stadtverkehr für flotten Antritt und ruhigen Lauf – erstaunlich häufig ist der Yaris Cross im reinen Elektroantrieb unterwegs. Und selbst wenn der 1,5-Liter-Benziner sich zuschaltet, bleibt er akustisch zurückhaltend. Ist mehr Beschleunigungskraft nötig, etwa auf der Landstraße oder Autobahn, tritt der von der stufenlosen CVT-Automatik gewohnte Gummiband-Sound zwar wieder auf, fällt aber deutlich dezenter aus als bei den Hybrid-Antrieben der ersten Generationen. In Sachen Effizienz kann die Technik ebenfalls überzeugen: Auf der Testfahrt durch die urbanen Ausläufer Brüssels blieb der Verbrauch stabil und klar unter fünf Litern. Die Fahrleistungen des 85 kW/116 PS starken Gesamtsystems sind dabei durchaus ausreichend, auch für das Mitschwimmen im Schnellstraßenverkehr. 170 km/h sind möglich, bis Tempo 130 sogar ohne Verbrenner-Unterstützung. Die Beschleunigung von null auf 100 km/h dauert relativ lange 11,2 Sekunden, was aber im städtischen Start-und-Stopp-Verkehr durch den flotten, elektrisch unterstützten Antritt kaum auffällt.

Technische Daten Toyota Yaris Cross
Motor/Getriebe/AntriebVierzylinder-Benziner + E-Motor / CVT-Automatik / Front o. Allrad
Leistung/Drehmoment (System)85 kW (116 PS) / 145 Nm bei 4.800 – 5.200 U/min.
Länge/Breite/Höhe4,18/1,7/1,56 m
Kofferraumvolumen397 – 460 l
Vmax/0–100 km/h170 km/h / 11,2 s
Normverbrauch/CO2-Ausstoß4,3 l/100 km / 98 g/km
Basispreis22.690 Euro

Neben der gefahrenen Frontantriebs-Variante gibt es, anders als beim gewöhnlichen Yaris und den meisten Konkurrenten, sogar ein Allrad-Modell. An der Hinterachse findet sich dann ein zusätzlicher E-Antrieb mit 3,9 kW/5,3 PS, der vor allem beim Anfahren auf rutschigem Untergrund unterstützt. Die Preise starten dann, in Kombination mit einer besseren Ausstattung, bei 32.420 Euro. Das Basismodell des kleinsten SUV im Modellprogramm von Toyota ist knapp 10.000 Euro günstiger. Fünf Linien und ein Sondermodell bietet Toyota zum Start an. Der Aufpreis zum kleineren, normalen Yaris beträgt bei identischer Motorisierung 2.400 Euro. Vor allem aufgrund des Platz-Zugewinns ist das eine empfehlenswerte Investition, die etwas höhere Sitzposition und eine modische Geländewagen-Optik nimmt man ebenfalls gerne mit. (Von Holger Holzer/SP-X)

Noch mehr spannende Auto-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Auch interessant

Kommentare