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Neuer Subaru Outback im Test: Allradler jetzt fast auf Audi-Level

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Von: Marcus Efler

Beim neuen Subaru Outback hat sich optisch nicht viel geändert – technisch wurde er aber komplett neu entwickelt. Nur ein Mangel hindert ihn daran, gegen teure deutsche Autos anzutreten.

Friedberg (Hessen) – Extravagant waren Subaru und gerade das Topmodell Outback schon immer. Und eine echte Alternative zum üblichen SUV von der Stange: Ungewöhnliches Design, gepaart mit einem höchst patenten Allradantrieb, jeder Menge Platz für die ganze Familie und Langstreckenqualitäten sind in dieser Kombination einzigartig. Doch die Zeiten, in denen man mit breiter Motorpalette gegen die Premiumkonkurrenz aus Europa fuhr, sind lange vorbei. In Europa gibt´s den Outback mittlerweile nur noch mit dem 2,5 Liter großen Boxermotor. Der leistet schmale 124 kW / 169 PS und ein überschaubares Drehmoment von 252 Nm bei 3.800 Touren. (Subaru Hybrid XV 2.0ie: dieser Makel am e-Boxer zügelt den Gasfuß)

Subaru Outback im Wald, von vorn
Försters Traumauto: Der neue Subaru Outback © Subaru

Neuer Subaru Outback im Test: Ein Allradler, der fast auf Audi-Level fährt

In den USA sieht die Sache anders aus; die kräftige Turboversion tritt dort gegen die Allroad-Versionen von Audi A4 / A6 oder die Allterrain-Modelle von Mercedes an. Mit dem hiesigen 2,5 Liter großen Saugmotor muss man es gar nicht erst versuchen. Dafür nimmt man wohlwollend den gewohnt ruhigen Lauf des Vierzylinderboxers und die gute Abstimmung mit der stufenlosen CVT-Getriebeautomatik zur Kenntnis, die dem Allradkombi trotz ihrer acht virtuellen Schaltstufen einiges seiner Dynamik raubt. Die Fahrleistungen sind solide; aber für einen 4,87 Meter langen Familienkombi auch nicht mehr als das. Aus dem Stand geht es in 10,2 Sekunden auf Tempo 100, und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 193 km/h. Nicht berauschend, aber eine lahme Ente ist der Outback auch nicht: wer Gas gibt und in die manuelle Schaltgasse wechselt, kann durchaus flott unterwegs sein. Man darf sich dann nur nicht am leicht angestrengten Klang des Vierzylinder-Saugers stören. (Suzuki Ignis: Club, Comfort, Basic - das japanische Mini-SUV und seine Ausstattungsvarianten)

Subaru Outback fahrend von schräg hinten
Auf Asphalt komfortabel: Der neue Subaru Outback © Subaru

Neuer Subaru Outback im Test: In diesen Punkten ist er besser als der Vorgänger

Die neue Plattform, andere Achsen und ein geändertes Gesamtpaket tun dem Fünftürer gut, wenngleich sich die 21,5 Zentimeter Bodenfreiheit bei flotter Kurvenfahrt bemerkbar machen: hier untersteuert der Outback im Grenzbereich spürbar, aber immer gutmütig. Zudem könnte die leichtgängige Servounterstützung etwas mehr Rückmeldung von der Fahrbahnoberfläche geben. Doch die Abstimmung von Federn und Dämpfern sowie das Geräuschniveau auf schlechter Fahrbahn sind deutlich besser als bisher. Wie auch der Innenraum: Das Platzangebot ist mit seinem Radstand von 2,75 Metern klasse, die Sitze sind gut – und wäre das Lenkrad mit seinen 18 Bedientasten nicht aus dem vergangenen Jahrzehnt, würde man auf dem Niveau der deutschen Premiumliga spielen. Die elektrische Heckklappe öffnet und schließt in kaum mehr als vier Sekunden, vorher dauerte es fast doppelt so lang. Nach kurzer Eingewöhnungszeit flutscht der Finger nur so durch de Bedienebenen des neuen 11,6-Zoll-Bildschirms, der die analogen Runduhren hinter dem griffigen Steuer recht alt aussehen lässt. (Subaru-Besitzer fährt Hunderte Kilometer mit demolierter Windschutzscheibe – so hat er rausgesehen)

Cockpit des Subaru Outback
Analoge Instrumente, Touchscreen daneben: Das Cockpit des Outback © Subaru
Technische Daten: Subaru Outback 2,5i
Motor/Antrieb/Getriebe2,5-Liter-Vierzylinder-Boxer/Allrad/CVT
Leistung/Drehmoment124 kW (169 PS) / 252 Nm bei 3.800 U/min
Vmax/0–100 km/h193 km/h / 10,2 s
Laderaum561 bis 1.822 Liter
Normverbrauch4,7 l/100 km
CO2-Ausstoß193 g/km
Basispreis40.890 Euro

Neuer Subaru Outback im Test: Kann der auch Gelände?

Das 40.890 Euro teure Basismodell Trend bietet neben dem Bediendisplay in der Mitte der Armaturentafel unter anderem elektrische und auch hinten beheizte Sitze, Heiz-Lenkrad und LED-Scheinwerfer. Die meisten Kunden dürften die Topversion Outback Platinum für mindestens 45.990 Euro wählen, die Details wie Soundsystem, Ledersitze, Glasschiebedach und verschiedene Fahrerassistenzsysteme offeriert. Optisch etwas rustikaler wirkt der Subaru Outback Exclusive Cross, der einige optische Offroad-Dreingaben, eine schwarz-grüne Dachreling und 318 Kilo Dachlast mitbringt – ideal für den Einsatz eines Dachzeltes. Und mit dem Allradantrieb meistert der Subaru Outback auch unbefestigte Wege. Ebenfalls etwas rustikaler präsentieren sich im Innern die strapazierfähigen Kunstledersitze. Zum runden Subaru-Glück fehlt jetzt wirklich nur noch ein kräftiger Turbomotor – und mittelfristig noch ein Plug-In-Hybridantrieb. (Stefan Grundhoff / press-inform)

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