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Range Rover Velar jetzt auch als Hybrid – das hat der Fahrer davon

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Von: Marcus Efler

Mit seinem Facelift bekommt der Range Rover Velar auch eine Variante mit Stecker. Ein Ökomobil wird das SUV deshalb aber noch lange nicht.

Kronberg/Taunus – Knapp 71.000 Euro, das ist auch für einen Plug-in-Hybrid viel Geld – selbst wenn ein solcher als Dienstwagen nur mit der Hälfte des üblichen Satzes versteuert werden muss. Manager und Selbstständige dürften tatsächlich die größten Kundengruppen des überarbeiteten Range Rover Velar sein, der erstmals als P400e mit Plug-in-System und theoretisch 50 Kilometern elektrischer Reichweite zu haben ist. Netto liegt der Brite immerhin unter der 65.000-Euro-Grenze, womit die Umweltprämie von 5.625 Euro fällig wird. (Dreister China-Klon aufgetaucht: Hunkt Canticie kopiert schamlos Range Rover)

Range Rover Velar jetzt auch als Hybrid – doch was bringt das dem Fahrer?

Aber wie umweltschonend kann ein bärenstarker Velar P400e mit zwei Antrieben und 404 PS Leistung überhaupt sein? Der offizielle Verbrauch von 2,3 Litern jedenfalls ist, wie bei Plug-in-Autos üblich, ein rein theoretischer Prüfstandswert. Die Verbrenner-Komponente des Antriebsstrangs besteht aus einem zwei Liter großen Vierzylinder-Benziner, was sich erst mal für ein großes SUV nicht allzu viel anhört. Allerdings bringt es schon dieser allein auf 300 PS. Hinzu kommt der Elektromotor mit weiteren 105 kW oder 143 PS, was dann die Systemleistung von 404 PS ergibt. Schnelles Laden mit Gleichstrom ist vorgesehen, das ist in der Tat noch ungewöhnlich für Hybrid-Varianten. So lässt sich der Stromspeicher immerhin binnen 30 Minuten wieder zu 80 Prozent befüllen. (Jeep Wrangler Unlimited 4xe PHEV: Plug-in-Hybrid schaudert Fans – ist aber grundlos)

Range Rover Velar P400e an Stromladesäule

Jetzt auch als Plug-in-Hybrid: der Range Rover Velar © Jaguar Land Rover

Range Rover Velar jetzt auch als Hybrid mit ordentlich Power

Das SUV rollt schon allein mit seinen 143 Elektro-PS recht behände durch den Stadtverkehr. Die elektrische Höchstgeschwindigkeit ist mit 140 km/h beziffert, so geht es auch über Autobahn und Landstraße recht zügig voran. Wer zu Hause und am Arbeitsplatz laden kann, für den ist das Plug-in-System tatsächlich eine recht umweltfreundliche Lösung – solche Nutzer schaffen es, über die Fahrzeuglebensdauer auf eine ganz ordentliche rein elektrisch absolvierte Kilometerleistung zu kommen. (Land Rover von Brabus: Das macht den Defender 90 Startech so einmalig)

Range Rover Velar P400e, stehend

Das fast Coupé-hafte Heck verleiht dem Velar Eleganz. © Jaguar Land Rover

Range Rover Velar P400e beschleunigt wie ein Sportwagen

Natürlich verlockt die Gesamtleistung, das rechte Pedal auch über den Kickdown-Druckpunkt klicken zu lassen. Dann kleben die Rücken der Passagiere von der Gewalt des Schubes plötzlich ziemlich fest in den Sitzlehnen. In diesem Fall reichen dem 2,2-Tonnen-Schwergewicht 5,4 Sekunden bis Landstraßen-Tempo 100 – das schaffen selbst potente Sportwagen kaum schneller, aber womöglich kultivierter. An den bisweilen kernig klingenden Vierzylinder muss man sich in der Umgebung eines Edel-SUV erst mal gewöhnen. Gut, dass beide Triebwerke im Hybrid-Modus recht gut miteinander harmonieren. Und der Achtstufen-Automat verrichtet seine Arbeit ebenfalls weitgehend diskret. (Ohne Führerschein: 18-Jähriger schrottet Papas Range Rover – Polizei hat Verdacht)

Innenraum des Range Rover Velar P400e

Britischer Auto-Adel trifft Hightech: das Interieur des Velar © Jaguar Land Rover

Range Rover Velar bietet viel Platz für Passagiere und Gepäck

Dass der 4,80 Meter lange, sehr komfortable Range Rover Velar dem Mittelklasse-Segment angehören soll, ist kaum zu glauben. Der optional luftgefederte Allrounder wirkt ausladend und luxuriös, als wäre er locker ein Segment darüber angesiedelt. Auch das Innenraum-Finish fasst sich hochwertig an, und das obwohl unser Testwagen mal nicht mit Lederpolstern ausgestattet ist. Bequem sind die Stühle aber auch mit Stoffbespannung und über Platzmangel können sich die Mitreisenden sowieso nicht beklagen. Darüber hinaus darf dank 568 Litern Kofferraumvolumen viel Gepäck an Bord.

Technische Daten Range Rover Velar P400e
Motor/Getriebe/AntriebVierzylinder + E-Motor / 8-Gang-Automatik / Allrad
Leistung/Drehmoment297 kW (404 PS) / 640 Nm bei 1.500 bis 4.400 U/min
Länge/Breite/Höhe4,80/2,04/1,68 m
Kofferraumvolumen568 – 1.811 l
Vmax/0–100 km/h209 km/h / 5,4 s
Normverbrauch/CO2-Ausstoß2,3 l/100 km / 52 g/km
Basispreis70.943 Euro

Fans moderner Innenarchitektur dürften die beiden gestochen scharfen Displays in der Konsole mögen. Auf dem oberen, elektrisch neigbaren Screen arbeitet neuerdings das sogenannte PIVI Pro, ein Navigationssystem mit einigen Finessen. Es kann sich, ganz wie Google Maps, beispielsweise häufig gefahrene Strecken merken und auf diese Weise lernen, auf welcher Route es möglicherweise schneller geht. Das Smartphone lässt sich sowieso per Apple CarPlay oder Android Auto integrieren. Ein Volumenmodell wird aus dem zweifelsohne attraktiven Velar damit aber nicht, dafür ist er aller Förderungen und Steuererleichterungen zum Trotz zu kostspielig. Schließlich wird selbst der rund 11.000 Euro günstigere und nur halb so starke Basisdiesel für viele wohl ein Traum bleiben. (Von Patrick Broich/SP-X)

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