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Mitsubishi Outlander im Test: Holen die Japaner mit dem Nachfolger auf?

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Von: Marcus Efler

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Mitsubishi spielt in Europa derzeit eher eine Nebenrolle. Nummer eins im Programm ist der Outlander – die neue Generation überzeugt nicht nur beim Design.

Tokio (Japan) – Während die Europäer noch einige Zeit auf die neue Generation des Mitsubishi Outlander warten müssen, sieht das in den Vereinigten Staaten anders aus: Hier hat die Vorgängergeneration bereits ausgedient. Das Design des neuen SUV, das auf technischer Basis der Allianzpartner Renault und Nissan entstand, ist deutlich bulliger und kraftvoller, als man es bisher kannte. Dafür sorgen nicht nur die überaus markante Front mit den ungewöhnlichen LED-Scheinwerfern, sondern auch die Heckansicht und eben der deutliche Zugewinn an Breite, der dem Innenraum spürbar zugutekommt.

Im Innern des Japaners Platz gibt es unverändert Platz für bis zu sieben Personen, obwohl die Sitze in der dritten Reihe nur für klein gewachsenen Passagiere zu empfehlen sind. Von Komfort mag man hier selbst auf Kurzstrecken nicht sprechen. (Mitsubishi Eclipse Cross als Plug-in-Hybrid: Das SUV-Coupé ist auf Effizienz getrimmt)

Mitsubishi Outlander, Frontansicht, fahrend
An Charakter gewonnen: Der neue Mitsubishi Outlander. © Mitsubishi

Mitsubishi Outlander im Test: Holen die Japaner mit dem Nachfolger auf?

Auch wenn sich der Mitsubishi Outlander in den vergangenen Jahren gerade in Europa eher als Hybridpionier der SUV-Mittelklasse einen Namen gemacht hat, gibt die Schlagzahl der neuen Generation zunächst ein 2,5 Liter großer Vierzylinderbenziner ohne Elektrounterstützung vor. Er leistet 181 PS und ein maximales Drehmoment von 245 Nm, das bei 3.600 U/min anliegt. Aus dem Drehzahlkeller geht bei der empfehlenswerten Allradversion des Outlander 2.5 SEL S-AWC nicht allzu viel, denn zum einen sind 181 PS nicht viel für einen 1,8 Tonnen schweren Allradler mit CVT-Automatik. Dazu verzichten die Japaner unverändert auf den Einsatz eines Turbos und belassen es bei variablem Ventiltrieb – der mit einem Normverbrauch von 7,8 Liter Super auf 100 Kilometer immerhin sparsam ist. (Neuer Nissan Qashqai: Mehr Platz und mehr Assistenzsysteme als bisher – aber nur zwei Motoren)

Mitsubishi Outlander im Test: Hybrid mit 80 Kilometer Elektro-Reichweite

Im Frühjahr folgt die Variante mit Plug-In-Hybridmodul. Die Hauptarbeit leistet der 2,4 Liter große Vierzylinder-Benziner, die die Vorderachse mit 133 PS antreibt. Die Elektromotoren an Vorder- wie Hinterachse werden aus dem 20-kWh-Akkupaket im Unterboden gespeist und steuern 85 kW/115 PS und 255 Nm (vorn) sowie 100 kW/136 PS mit 195 Nm (hinten) bei. Damit sind über 80 rein elektrische Kilometer drin. Eine Schnellladefunktion nebst 350-Volt-Technik lässt das Akkupaket in 40 Minuten wieder auf 80 Prozent erstarken. Wie schon beim Eclipse Cross PHEV ist trotz der 220 PS Systemleistung jedoch ab Tempo 160 km/h Schluss Vortrieb.

Mitsubishi Outlander von seitlich hinten, stehend
Auch in der Heckansicht wirkt der Mitsubishi Outlander nun bulliger. © Mitsubishi

Mehr noch als der bisherige Mitsubishi Outlander ist auch der 4,70 Meter lange Nachfolger ein entspannter Familiencruiser, den nichts aus der Ruhe bringen kann. Fahrwerk, Lenkung, Bremsen und Geräuschniveau: der neue Outlander 2.5 SEL mag es dezent im Hintergrund ohne große Ambitionen. Die Lenkung arbeitet etwas besser, weil präziser als bisher, wirkt aber nach wie vor zu indirekt. (SUV-Fahrer terrorisiert Radler – Strafe folgt auf dem Fuß)

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Innenraum des Mitsubishi Outlander
Edler als bisher, und mit Digital-Cockpit: Der Innenraum des Outlander. © Stefan Grundhoff/press-inform

Mitsubishi Outlander im Test: Souveränes Fahrwerk

Das Fahrwerk drückt selbst unangenehme Querfugen recht souverän weg, die bisher nervenden Nick- und speziell Wankbewegungen sind ebenfalls deutlich reduziert. Die einzelnen Fahrprogramme lassen sich über einen Drehcontroller auf dem Mitteltunnel den lokalen Gegebenheiten oder den Wünschen des Fahrers anpassen. Sehr übersichtlich und modern zugleich präsentieren sich die animierten Instrumente mit verschiedenen Ansichten hinter dem Lenkrad und einem neun Zoll großen Touchscreen in der Mitte der Armaturentafel, über das sich die wichtigsten Komfortfunktionen sowie Navigation und Unterhaltung steuern lassen.

Mitsubishi Outlander 2.5 S-AWC
Motor/Getriebe/Antrieb2,5l-Vierzyl.-Benziner/CVT-Automatik/Allrad
Leistung/Drehmoment160 kW (220 PS) / 245 Nm bei 3.600 U/min
Länge/Breite/Höhe4,70/1,81/1,68 m
Leergewicht1.780 kg
Ladevolumen948 – 2.217 l
Vmax/0–100 km/h180 km/h / 10,5 s
Normverbrauch7,8 Liter / 100 km
Preis (in USA)ca. 26.000 US-Dollar (ca. 23.000 Euro)

Gewonnen hat auch der deutlich verbesserte Innenraum. Mehr Platz, ein wertiger Gesamteindruck und moderne Instrumente sowie Bedienelemente lassen den Mitsubishi Outlander deutlich zeitgemäßer erscheinen als seinen Vorgänger, der speziell durch die starke Konkurrenz in den vergangenen zwei Jahren mächtig ins Hintertreffen geraten war. Das Ladevolumen ist auf dem Niveau der europäischen Konkurrenz. Die Steppungen an Sitzen und Verkleidungen sollen einem Premiumcharme simulieren – was durchaus gelingt. Wer die Notsitze eingeklappt lässt, hat hinter den beiden normalen Sitzreihen stattliche 950 Liter zur Verfügung, während hinter der elektrischen Heckklappe auf Wunsch bei umgelegten Reihen sogar bis zu 2.200 Liter zur Verfügung stehen.

Preislich geht es bei rund 26.000 US-Dollar (ca. 23.000 Euro) los. Das Topmodell Mitsubishi Outlander 2.5 SEL S-AWC kostet inklusiv 20-Roll-Radsatz, klimatisierten Ledersitzen, LED-Scheinwerfern, Panoramadach und Fahrerassistenzpaket 36.445 US-Dollar (ca. 32.100 Euro) – nebst eindrucksvoller Zehn-Jahres-Garantie. Für Europa könnten die Preise und Pakete noch leicht angepasst werden. (Stefan Grundhoff/press-inform)

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