Plug-in-Hybrid im Fahrbericht

Mini Cooper SE Countryman PHEV: So viele E-Kilometer gibt’s jetzt mehr als bisher

Fahraufnahme eines Mini Cooper SE Countryman PHEV von schräg vorn
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Der Mini Cooper SE Countryman PHEV fährt rein elektrisch bis zu 135 km/h schnell.
  • Jan Schmidt
    vonJan Schmidt
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Mini – britischer Ableger von BMW – ist für vieles bekannt: Fahrspaß, Design und Lifestyle gehören allemal dazu. Jetzt freut sich der Mini Cooper SE Countryman über eine Modellpflege.

Frankfurt am Main – Außen ist nicht viel passiert. Neue Leuchten, nette Details hier und da, gepaart mit etwas mehr Chic. Viel wichtiger ist jedoch der Reichweitenzuwachs des Plug-In-Hybriden. Denn während die Kombination aus dem 1,5 Liter großen Dreizylinder-Turbo und der elektrischen Hinterachse mit einer Gesamtleistung von 162 kW/220 PS unverändert blieb, hat das hybride Kompakt-SUV bei der Reichweite deutlich zugelegt. Wer mit dem Gasfuß sorgsam umgeht, ist rund 60 Kilometer elektrisch unterwegs. Vor der Modellpflege waren es lediglich bis zu 40 Kilometer. Dabei muss sich der Fahrer hinter dem Steuer keinesfalls in kompletter Enthaltsamkeit üben, denn auch bei rein elektrischer Fahrt sind kurze Zwischenspurts kein Problem und die Höchstgeschwindigkeit auf Autobahn oder Bundesstraße erreicht immerhin 135 km/h, bevor der Verbrenner einspringt. Der Normverbrauch liegt insofern bei 1,7 Litern, was einem CO2-Ausstoß von 40 Gramm CO2 pro Kilometer entspricht. Keine Bestmarke, aber allemal ein solider Wert. Dabei kann die Lithium-Ionen-Batterie im Hinterwagen des Mini Cooper SE Countryman All4 in zweieinhalb Stunden mit der Wallbox wieder auf maximale Leistung erstarken. (Mini-Elektro-Mobile für die Stadt: Sind diese Flitzer besser als Tesla?)

Hinter der Heckklappe des Mini Cooper SE Countryman PHEV verbirgt sich ein Ladevolumen von 405 bis 1.275 Liter.

Mini Cooper SE Countryman PHEV: So viele E-Kilometer gibt’s jetzt mehr als bisher

Wie bisher wird beim hybriden Countryman von dem 92 kW/125 PS/220 Nm starken Dreizylinder via Sechsgangautomatik allein die Vorderachse angetrieben. Der Elektromotor, kompakt unter dem Laderaum verbaut, leistet zusätzliche 70 kW/95 PS und 165 Nm, die im Paket mit 220 PS sowie 385 Nm Drehmoment für einen überaus flotten Vortrieb sorgen. Die Kombination aus beiden Antrieben macht den Countryman so zu einem Elektro-Allradler, der es im Normalbetrieb betont sparsam, auf Wunsch aber auch überaus flott angehen lässt. Den Standardsprint erledigt das Hybrid-SUV in 6,8 Sekunden. Das Akkupaket ist im Unterboden vor der Hinterachse verbaut und besteht mit einer Kapazität von 10 kWh aus insgesamt 16 intelligent vernetzten Batteriezellen. Das kostet leider einiges an Tankvolumen und so fasst der Benzintank nur noch überschaubare 36 Liter (Verbrenner: 51 Liter). Und auch im Gepäckabteil nebst elektrischer Hecktür büßt der Plug-in-Hybrid etwas ein: Statt 450 bis 1.390 Liter sind es 405 Liter, die durch Umklappen der 40:20:40 teilbaren Rückbank auf bis zu 1.275 Liter anwachsen. (BMW X1 xDrive25e: Beim Verbrauch schlägt der Münchner über die Stränge)

Der Mini Cooper SE Countryman PHEV hat einen Radstand von 2,67 Meter.

Mini Cooper SE Countryman PHEV: Bis zu 135 km/h im Elektro-Modus

Der 4,30 Meter lange Mini Countryman Plug-In-Hybrid verfügt über drei verschiedene Fahrmodi, die über die zentrale Schalterleiste in der Mittelkonsole angesteuert werden. Nach dem Starten geht es im sogenannten Auto-eDrive-Modus los, in dem der Countryman bis Tempo 80 allein über die Hinterachse rein elektrisch angetrieben wird. Wer beim Auffahren auf die Autobahn kräftiger aufs Gas drückt, holt ganz automatisch den Verbrenner zu Hilfe, der sich dezenter als bisher im Hintergrund dazuschaltet. Im Max-eDrive-Modus ist der hybride Mini ausschließlich elektrisch unterwegs und zwar bis 135 km/h. Wer will, kann das Akkupaket auch auf Knopfdruck während der Fahrt laden – wenig effizient, aber sinnvoll, um sich in der Innenstadt gegebenenfalls rein elektrisch unterwegs fortbewegen zu können. Die Höchstgeschwindigkeit des Mini Cooper SE Countryman PHEV liegt bei 196 km/h. Nicht viel für 220 PS, aber ausreichend für die meisten Kunden. (Mini Cooper SE gegen BMW i3: Der knappe Sieg geht an den ...)

Was geblieben ist, sind angenehme Details wie das solide Platzangebot, die präzise Lenkung und ein betont straffes Fahrwerk, das Laune macht, jedoch auf schlechten Fahrbahnen etwas komfortabler sein könnte. Variabel einstellbare Dämpfer gibt es beim Mini Countryman mit Hybridantrieb leider nicht und er könnte diese durchaus brauchen. (Belgischer YouTube-Star schrottet nagelneuen Mini GP – an diesem ungewöhnlichen Ort)

Mini Cooper SE Countryman PHEV: Der Touchscreen ist etwas in die Jahre gekommen

Im Cockpit des Mini Cooper SE Countryman dominiert ein 8,8 Zoll großes Zentraldisplay.

Serienmäßig sind bei dem mindestens 38.016 Euro teuren Mini Cooper SE Countryman All4 dagegen unter anderem Klimaautomatik, Standklimatisierung, LED-Scheinwerfer sowie ein gutes Navigationssystem mit einem 8,8 Zoll großen Touchscreen, der jedoch ebenso in die Jahre gekommen ist wie die überschaubare Zahl der Fahrerassistenzsysteme. Gut: Neben der Touchfunktion und einer entsprechenden Sprachbedienung können Fahrer und Beifahrer nach wie vor via Dreh-Drück-Steller durch das Menü rollen. Das macht Spaß und ist einfacher als die meisten anderen Systeme. (Von Stefan Grundhoff/press-inform)

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