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Mazda CX-5 Skyactiv-G 165 AWD im Test: Sparsam, aber nicht immer optimal zu bedienen

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Von: Sebastian Oppenheimer

Fahraufnahme eines Mazda CX-5

Mazda hat seinem Mittelklasse-SUV CX-5 ein Facelift spendiert. © Mazda

Der Mazda CX-5 ist hierzulande das Volumenmodell des japanischen Autobauers. Eine Überarbeitung macht ihn noch interessanter. Wir sind den Mazda CX-5 Skyactiv-G 165 AWD gefahren.

Hiroshima – Das Segment der rund 4,50 Meter langen Crossover könnte umkämpfter kaum sein. In der Mittelklasse steht man längst nicht mehr auf Limousine oder Kombi, sondern auf einen SUV. Der bietet jede Menge Platz, großen Alltagsnutzen und die so begehrte hohe Sitzposition nebst ganzjahrestauglichem Allradantrieb. Kein Wunder, dass einer wie der Mazda CX-5 bestens ins Beuteschema so mancher Familie passt. Die Konkurrenz ist groß, doch der Mazda CX-5 hat keine echte Schwäche. Zwar fehlt eine für das Image wichtige Sportversion oder ein staatlich subventionierter Plug-in-Hybridantrieb, doch sonst gibt es nichts zu meckern. Da der Mazda CX-5 schon länger auf dem Markt ist und noch einige Jahre die feste Größe im Modellprogramm der Japaner bleiben will, sorgt eine dezente Modellpflege für zusätzliche Begehrlichkeit.

Mazda CX-5 Skyactiv-G 165 AWD im Test: Sparsam – doch die Bedienung ist nicht optimal

Dabei muss es nicht zwangsläufig der Diesel mit 150 oder 184 PS sein und auch der 194 PS starke Top-Benziner ist nicht obligatorisch die beste Wahl. Denn im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern kann bereits das Basismodell überzeugen – vorausgesetzt man entscheidet sich für den Allradler. Ungewöhnlicherweise und im Gegensatz zu manchem Konkurrenten ist der Mazda CX-5 mit seinem 121 kW (165 PS) starken Zweiliter-Vierzylinderbenziner auch in der Kombination aus Handschalter und Allradantrieb zu bekommen. Und mit dem Zweiliter – ebenfalls ungewöhnlich mit Direkteinspritzung, aber ohne Turboaufladung – ist das Mazda-SUV allemal gut motorisiert. (Mazda 2 G 90 M Hybrid im Test: Darum ist der Kleinwagen aus Japan eine wirkliche Alternative)

Fahraufnahme eines Mazda CX-5

Beim Spurt von 0 auf 100 km/h reißt der Mazda CX-5 Skyactiv G 165 AWD mit mäßigen 10,8 Sekunden keine Bäume aus. © Mazda

Mazda CX-5 Skyactiv-G 165 AWD im Test: Das Japan-SUV ist kein wirklicher Sprinter

Wer es etwas flotter will, greift zur Handschaltung und schaltet bei Bedarf einen oder zwei Gänge zurück, denn 213 Nm maximales Drehmoment sind bei 4.000 U/min nicht viel in der heutigen Zeit, wenn man aus unteren Drehzahlen spurten will. Etwas müde wird es allerdings ab Tempo 150, denn dann ist dem Mazda CX-5 sein Gewicht einfach anzumerken. Allerdings sind 1,6 Tonnen Leergewicht für einen 4,55 Meter langen Allrad-SUV mit Komfortausstattung und Allradantrieb nicht viel. Aus dem Stand erreicht der CX-5 in mäßigen 10,8 Sekunden Tempo 100 und tut sich gerade ab 180 km/h schwer, die versprochene Höchstgeschwindigkeit von 198 km/h zu erreichen. (Facelift Mazda CX-3: In diesem Punkt bleibt das Kompakt-SUV hinter der Konkurrenz zurück)

So unaufgeregt wie Design und Segment ist das Fahrverhalten des Mazda, denn hier zeigt der Japaner einen guten Kompromiss aus Komfort und Dynamik. Er leistet sich weder Nick- noch Wankbewegungen, bietet eine gute Rückmeldung von der direkten Lenkung und sorgt so allemal für Fahrspaß, wie ihn nicht jeder Crossover in der umkämpften Mittelklasse kennt. Doch Mazda will mit dem CX-5 und speziell mit der 165 PS starken Einstiegsmotorisierung keine sportlichen Bäume ausreißen, sondern insbesondere einen sparsamen Realverbrauch bieten. Genau das tut der Skyactiv-Sauger, der trotz Allradantrieb und 19-Zoll-Bereifung 7,6 Liter Super auf 100 Kilometern benötigt. Mit dem 58 Liter großen Tank kommt man mehr als 700 Kilometer weit. (Toyota Highlander Hybrid neu in Europa: Bemerkenswert geringer Normverbrauch – doch eine Sache stört)

Blick in den Innenraum eines Mazda CX-5

Der Bildschirm im Mazda CX-5 lässt sich leider nicht per Touch bedienen – sondern nur per Dreh-Drück-Steller. © Mazda

Mazda CX-5 Skyactiv-G 165 AWD im Test: Das Display lässt sich nur per Dreh-Drück-Steller bedienen

Am deutlichsten macht sich Modellpflege aber nicht beim Fahrverhalten, sondern im Innenraum bemerkbar. Endlich sind die Instrumente komplett animiert und auf dem Head-up-Display werden alle wichtigen Informationen auf die Windschutzscheibe gespiegelt. Der 10,8 Zoll große Bildschirm in der Mitte des zunehmend wertiger gewordenen Armaturenbretts ist größer und besser. Zur Referenzklasse fehlt noch ein ganzes Stück, auch weil die Funktionen nur über den Dreh-Drück-Steller auf dem Mitteltunnel und nicht auch per Touch bedient werden können. Die Sitze lassen sich vorne nicht nur elektrisch verstellen und beheizen, sondern für die warme Jahreszeit auch spürbar kühlen. Wenn die Finger im Winter einmal kalt werden sollten, hilft eine Lenkradheizung. Wie bei der Konkurrenz klappen sich beim Verriegeln des Fahrzeugs nunmehr die Außenspiegel an und die Musik tönt kraftvoller denn je aus zehn Boxen. Es sind die kleinen Details, die das Reisen im aufgefrischten Mazda CX-5 nochmals angenehmer machen.

Technische Daten Mazda CX-5 Skyactiv-G 165 AWD
Motor/Getriebe/Antrieb2,0-Liter-Vierzylinderbenziner, Sechsgang-Handschaltung, Allradantrieb
Leistung/Drehmoment121 kW (165 PS) / 213 Nm bei 4.000 U/min
Länge/Breite/Höhe4.550 / 1.840 / 1.680 mm
Leergewicht1.592 kg
Vmax/0–100 km/h198 km/h / 10,8 s
Ladevolumen506 – 1.620 Liter
Normverbrauch7,6 Liter / 100 km
CO2-Emission147 g/km
AbgasnormEuro 6d-ISC-FCM
Basispreis (Exklusive Line)34.390 Euro

Mazda CX-5 Skyactiv-G 165 AWD im Test: Das kostet das Japan-SUV

Unverändert gut bleibt das Platzangebot vorne wie hinten und der 506 Liter große Laderaum nebst praktischer Elektro-Heckklappe, der sich durch Umlegen der Rückbank auf konkurrenzfähige 1.620 Liter erweitern lässt. Nachgelegt wurde auch bei den Fahrerassistenzsystemen mit erweiterter Fußgängererkennung, Tempomat mit Stauassistent und LED-Matrixscheinwerfern. Der Basispreis des Mazda CX-5 mit Frontantrieb in der blassen Grundausstattung liegt bei 27.690 Euro. Deutlich besser ist die 165-PS-Allradversion in der Exclusive Line, die bei 34.390 Euro startet. Dann müssen Details wie Navigationssystem (750 Euro) und Metalliclack (ab 630 Euro) jedoch ebenfalls extra geordert werden. Klimatisierte Ledersitze, LED-Licht im Innern oder Glasschiebedach gibt es nur bei der Topvariante der Sports Line. (Von Stefan Grundhoff/press-inform)

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