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Mazda 3 e-Skyactiv X 2.0 M Hybrid Fastback im Test: Verbesserungsbedarf bei der ...

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Von: Sebastian Oppenheimer

Mazda überarbeitet das Kompaktmodell 3 und schmeißt den Diesel aus dem Motorenprogramm – der extrem sparsame Verbrauch bleibt jedoch erhalten. Trotzdem gibt’s Verbesserungsbedarf.

Hiroshima – Jetzt geht es den Selbstzündern auch bei Mazda an den Kragen. Die Japaner hatten Diesel- und Benzinmotoren durch ihre Skyactiv-Motoren mit Kompressionszündung enger als andere Autobauer miteinander verwoben. Mit der Modellpflege des neuen Mazda 3 ist die Dieselversion Geschichte. Im Unterschied zum größeren Mazda CX-5 entschieden sich beim Dreier lediglich drei Prozent der Kunden für die Selbstzündertechnik. Somit war es für die technikverliebten Japaner einfacher als gedacht, nur noch auf Benziner zu setzen. Nach wie vor wird ein Plug-in-Hybrid jedoch schmerzlich im Programm vermisst.

Mazda 3 e-Skyactiv X 2.0 M Hybrid Fastback im Test: Verbesserungsbedarf bei der ...

Mit der Benennung seiner Modellvarianten und den endlosen Namen tut sich Mazda keinen Gefallen. Mit der neuen Nomenklatur hält gleich noch ein neuer Buchstabe Einzug. Hier besteht wirklich Verbesserungsbedarf. Das Kompaktklassemodell, unverändert als Schräg- oder Stufenheckversion (Fastback) zu bekommen, trägt zukünftig die Bezeichnung Mazda 3 e-Skyactiv X 2.0 M Hybrid. Da mag man meinen, dass es sich um eine Plug-in-Hybridversion mit Allradantrieb handelt. Doch der Plug-in-Antrieb bleibt erst mal außen vor und es gibt für die Schrägheckversion zwar einen Allradantrieb, doch dann bekommt das Modell den Zusatz AWD. Beim Viertürer gibt es nur Frontantrieb. (Mazda CX-5 Skyactiv-G 165 AWD im Test: Sparsam, aber nicht immer optimal zu bedienen)

Fahraufnahme eines Mazda 3
Das Triebwerk des Mazda 3 e-Skyactiv X 2.0 M Hybrid hat ein dezentes Leistungsplus auf 137 kW (186 PS) erhalten. © Mazda

Mazda 3 e-Skyactiv X 2.0 M Hybrid Fastback im Test: Normverbrauch auf Niveau eines Diesels

Optisch hat sich mit der Modellpflege zumindest von außen nicht allzu viel verändert. Unter der Motorhaube sieht das schon anders aus. Es gibt durch eine Überarbeitung des Triebwerks ein dezentes Leistungsplus auf 137 kW (186 PS) und 240 Nm maximales Drehmoment. Damit geht es für den Fronttriebler in 8,1 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und der Japaner schafft eine Höchstgeschwindigkeit von 216 km/h. Im Unterschied zur gesamten Konkurrenz ist der Mazda 3 e-Skyactiv nach wie vor mit einem Sauger nebst Direkteinspritzung unterwegs. Ein Turbolader bleibt bis auf Weiteres außen vor und stattdessen bietet der zwei Liter große Vierzylinder mit seiner Kompressionszündung nebst hoher Verdichtung nicht nur verbesserte Laufruhe, sondern auch einen Normverbrauch von 5,1 Litern Super auf 100 Kilometern. Damit ist der 1,4 Tonnen schwere Japaner auf dem Niveau eines sparsamen Dieseltriebwerks unterwegs.

Fahraufnahme eines Mazda 3
Mit einem Normverbrauch von 5,1 Litern Super auf 100 Kilometern liegt der Japaner auf dem Niveau eines sparsamen Diesels. © Mazda

Mazda 3 e-Skyactiv X 2.0 M Hybrid Fastback im Test: Bremsen speist das Batteriepaket

Der Grund liegt in der Motorbauart und der für einen Benziner ungewöhnlich hohen Verdichtung von 15,0:1, wodurch das Triebwerk gerade im unteren und mittleren Drehzahlbereich besonders mager angereichert wird. Unterm Strich macht das einen halben Liter weniger Kraftstoffverbrauch als beim Vorgänger. Während die Konkurrenz auf Turbotriebwerke und 48-Volt-Bordnetze setzt, ist Mazda mit seinem Kompressionszündungsmotor nebst 24-Volt-Batterie und Startergenerator solitär unterwegs. Beim Bremsen wird das Batteriepaket gespeist und beim Beschleunigen greift der Startergenerator dem Verbrenner mit bis zu 4,8 Kilowatt unter die Arme. Die winzige Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 0,22 kWh ist dabei nahe der Hinterachse verbaut. (Auto crasht JP Kraemers Mazda RX-7 – die Reaktion des Beifahrers macht den Tuner fassungslos)

Blick ins Cockpit des Mazda 3
Einige der Bedienmodule am griffigen, aber dünnen Lederlenkrad im Mazda 3 sind etwas schlecht ablesbar. © Mazda

Mazda 3 e-Skyactiv X 2.0 M Hybrid Fastback im Test: Die Lenkung ist ziemlich präzise

Im Fahrbetrieb ist von der ungewöhnlichen Motorentechnik nichts zu spüren. Der Vierzylinder läuft betont leise und ist gut auf das leicht zu schaltende Sechsganggetriebe abgestimmt. Auf Wunsch gibt es eine Sechsgangautomatik, doch der Handschalter macht durchaus Laune, denn das Triebwerk dreht leicht und locker deutlich über die 6.000-Touren-Marke. Das Fahrverhalten bleibt so unaufgeregt, wie man es von einem Mazda 3 kennt. Die Lenkung ist ebenso präzise wie die einzelnen Fahrstufen des manuellen Getriebes und die Bremse könnte bei flotter Gangart durchaus etwas mehr Biss vertragen. Doch so unspektakulär sich die zwei Liter Hubraum mit ihren knapp 190 PS anhören, so entspannt und durchaus flott ist der Dreier gerade auch als schicke Limousinenvariante zu bewegen. Dass sich Mazda 3 Fastback etwas emotionaler anhört, als es tatsächlich ist, stört dabei nicht – im Gegenteil: Der Viertürer sieht klasse aus und muss sich hinter dem sehr schicken Schrägheckmodell keinesfalls verstecken. (Mazda 323 rast durch geschlossene Bahnschranke – Fahrer um ein Haar aufgespießt)

Technische Daten Mazda 3 e-Skyactiv X 2.0 M Hybrid Fastback
Motor/Getriebe/Antrieb2,0-Liter-Vierzylinder mit Kompressionszündung, Sechsgang-Schaltgetriebe, Frontantrieb
Leistung/Drehmoment137 kW (186 PS) / 240 Nm ab 4.000 U/min
Vmax/0 – 100 km/h216 km/h / 8,1 s
Leergewicht1.395 kg
Laderaum450 Liter
Normverbrauch5,1 l/100 km
Basispreis26.990 Euro

Mazda 3 e-Skyactiv X 2.0 M Hybrid Fastback im Test: Das kostet der Japaner in der Basis

Im Innenraum gibt es keine nennenswerten Veränderungen. Die animierten Instrumente mit dem zentralen Tacho nebst Multifunktionsanzeige sind ebenso übersichtlich wie die Klimabedienung in der Mittelkonsole. Etwas schlecht abzulesen sind einige der Bedienmodule am griffigen, aber recht dünnen Lederlenkrad. Bei Personen jeder Größe gefallen die bequemen Sitze, wobei das Platzangebot im Fond für eine 4,66 Meter lange Limousine üppiger sein könnte. Der Laderaum fasst klassenübliche 450 Liter, die sich durch Umlegen der Rücksitzbank auf 1.138 Liter und das Durchladen langer Gegenstände vergrößern lassen. Preislich geht es für den solide ausgestatteten Mazda 3 e-Skyactiv X 2.0 M Hybrid Fastback bei 26.990 Euro los. Besser ist die Ausstattungsvariante Selection, die unter anderem 18-Zoll-Alufelgen, Klimaautomatik, abblendbare Spiegel sowie Sitz- und Lenkradheizung sowie schlüssellosen Zugang bietet. (Von Stefan Grundhoff/press-inform)

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