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Mazda 2 G 90 M Hybrid im Test: Darum ist der Kleinwagen aus Japan eine gute Alternative

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Von: Christian Schulz

Der Mazda 2 G 90 M Hybrid fährt auf einer Landstraße.
Der Mazda 2 G 90 M Hybrid hat seine Stärken in der Stadt und auf Landstraßen – dort macht er eine gute Figur. © Mazda/davidlfsmith

Der Mazda 2 G 90 M Hybrid ist eine gute Alternative im Kleinwagen-Segment. Der kleine Japaner zeigt viele Stärken, offenbart allerdings auch die ein oder andere Schwäche.

Leverkusen – Wer sein Auto liebt, der schaltet. Dieses abgeänderte Sprichwort trifft auch auf den Mazda 2 G 90 M Hybrid zu. Schieben, wie es eigentlich heißt, mussten wir den japanischen Kleinwagen zwar nie, aber schalten durchaus. Der eine oder andere wird nun sagen, das liegt bei einer manuellen Sechsgangschaltung auf der Hand. Allerdings hält sich der Mazda 2 bei Fahrten nicht mit Ratschlägen zurück, welchen Gang man einlegen sollte. Auf Autobahnen wird bei höherem Tempo öfter empfohlen, vom sechsten in den fünften oder gar vierten Gang zu wechseln.

Der Mazda 2 G 90 M Hybrid fährt auf einer Landstraße.
Der Mazda 2 G 90 M Hybrid sieht bei Landstraßen-Ausflügen auch von hinten schmuck aus. © Mazda/davidlfsmith

Mazda 2 G 90 M Hybrid im Test: Darum ist der Bonsai Plus eine echte Alternative

Der Sinn dieser Handlungsanweisung liegt in dem Mazda-eigenen Bestreben, den effizientesten Betriebszustand mit den Wünschen des Fahrers zu kombinieren. Dazu kommt die Tatsache, dass der sechste Gang als Schon- beziehungsweise Spargang ausgelegt und dementsprechend lang übersetzt ist. Das führt uns zu den Fahrleistungen: Dass man von einem 66-kW-/90-PS-Vierzylinder-Benziner keine Dynamikwunder erwarten kann, ist klar. Darum geht es bei einem Kleinwagen auch nicht. Die Stärke des Mazda 2 sind ohnehin nicht Autobahnen, sondern Städte und Landstraßen. Gerade bei Letzteren macht sich die Unterstützung des riemengetriebenen Starter-Generators mit seinen 5,3 kW/7 PS und 48 Nm Drehmoment bemerkbar. (Mazda 3 Skyactiv-X 2.0 M Hybrid im Test: Das Motorkonzept ist was Besonderes)

Hinzu kommt, dass das gut abgestimmte Getriebe das Arbeiten mit dem Ganghebel begünstigt. Wenn man diesen Knüppel eifrig tanzen lässt, um den drehzahlhungrigen Motor zu füttern, erreicht der Mazda 2 G 90 M Hybrid nach 9,8 Sekunden die 100-km/h-Marke, allerdings fühlt sich der Kleinwagen nicht ganz so dynamisch an, wie es das Datenblatt suggerieren möchte. Bis zur angegebenen Höchstgeschwindigkeit von 183 km/h dauert es natürlich länger. Wir kamen mit viel Anlauf auf Tacho-Tempo 187. Als Durchschnittsverbrauch gibt der japanische Hersteller 5,3 l/100 km an, wir kamen hingegen auf 6,2 l/100 km. (Facelift Mazda CX-3: In diesem Punkt bleibt das Kompakt-SUV hinter der Konkurrenz zurück)

Der vordere Innenraum des Mazda 2 G 90 M Hybrid bei geöffneter Fahrertür
Ein Blick durch die geöffnete Fahrertür zeigt den vorderen Innenraum des Mazda 2 G 90 M Hybrid. © Mazda/davidlfsmith

Mazda 2 G 90 M Hybrid im Test: Teuerste Version des Kleinwagens kostet 19.710 Euro

Im täglichen Einsatz zieht der Mazda 2 aufgrund seines schnittigen Designs durchaus bewundernde Blicke auf sich. Die Kehrseite der schmucken Automobil-Medaille ist seine Unübersichtlichkeit. Deswegen ergibt es Sinn, sich die Rückfahrkamera inklusive der Parksensoren in den Ausstattungskorb zu legen. Bei den Optionen ist die Mazda-2-Preisliste erfreulich kurz geraten. Das bedeutet aber auch, dass manche Extras, wie zum Beispiel das gute Matrix LED-Licht zusammen mit dem 360-Grad-Monitor in Pakete geschnürt oder nicht für alle Ausstattungslinien erhältlich sind. Will man diese beiden Features und noch weitere sinnvolle Ausstattungselemente haben, muss man das Technikpaket 1 sowie 2 kombinieren und 1.800 Euro extra bezahlen. (Fahrbericht Škoda Octavia RS Limousine: So markant sind die Unterschiede zur Plug-in-Variante)

Die Basis-Version des Mazda 2 G 90 M Hybrid gibt es bereits ab 14.540 Euro. Wir waren mit der Sports Line, der teuersten Version des Mazda 2 (19.710 Euro), unterwegs. Das bescherte uns serienmäßig Annehmlichkeiten wie eine Klimatisierungsautomatik oder eine Lenkrad- und Sitzheizung, die sehr schnell und intensiv wärmt. Allerdings gilt es aufzupassen: Denn die letzte Einstellung der Sitzheizung wird bei Neustart des Autos übernommen. (Suzuki Swift Sport im Test: Mehr Spaß trotz weniger Leistung – kann das klappen?)

Der hintere Innenraum des Mazda 2 G 90 M Hybrid
So kommt die zweite Sitzreihe im Mazda 2 G 90 M Hybrid daher – für einen Kleinwagen erstaunlich geräumig. © Mazda/davidlfsmith

Mazda 2 G 90 M Hybrid im Test: Im kleinen Japaner ist erstaunlich viel Platz

Das Cockpit ist sachlich und übersichtlich gegliedert. Die Bedienung mittels Drehrad und 7-Zoll-Monitor ist eingängig – aber manchmal muss man sich durch ein paar Menüs arbeiten, um an die gewünschte Funktion zu kommen. Dass es die Japaner mit der Sicherheit sehr genau nehmen, erkennt man daran, dass der Touchscreen nur im Stand aktiv ist. Beim Navigationssystem hilft es, dass der Mazda 2 mit Apple CarPlay und Android Auto kompatibel ist. Aber: Wo Licht, da auch Schatten. Zum Beispiel sind nicht alle Bedienelemente beleuchtet. So muss man im Dunkeln nach Fensterhebern und Spiegelverstellung tasten. (VW ID.4 im Test: Viel Platz, sehr gutes Fahrverhalten – die Start-Versionen sind allerdings teuer)

Das Cockpit des Mazda 2 G 90 M Hybrid
So übersichtlich gegliedert sieht es im Cockpit des Mazda 2 G 90 M Hybrid aus. © Mazda/davidlfsmith

Beim Bewegen und Rangieren in der Stadt hilft die hohe Sitzposition. Raum ist im 4,06 Meter langen Mazda 2 vorhanden. Auch in der zweiten Reihe finden Erwachsene jenseits der 1,80 Meter Körpergröße erstaunlich gut Platz. Natürlich wäre eine Fahrt von Hamburg nach Garmisch-Partenkirchen kein reines Vergnügen, aber kürzere Strecken sind wunderbar machbar. (BMW i4: Das neue E-Auto soll dieses Konkurrenzmodell zurückdrängen – so stehen seine Chancen)

Der geöffnete Kofferraum des Mazda 2 G 90 M Hybrid
Der Kofferraum des Mazda 2 G 90 M Hybrid ist einer der wenigen Kritikpunkte des flotten Kleinwagens. © Mazda/davidlfsmith

So viel Lob können wir beim Gepäckabteil leider nicht verteilen. Die Ladekante ist hoch und die Luke recht eng. Zudem entsteht beim Umlegen der Rücksitzlehnen eine deutliche Stufe im Ladeboden. Immerhin wächst so das Fassungsvermögen des Kofferraums von 280 auf 950 Liter. (Von Wolfgang Gomoll/press-inform)

Technische Daten Mazda 2 G 90 M Hybrid
Abmessungen (L/B/H)4.065 / 1.695 / 1.495 mm
Motor/Getriebe/AntriebVierzylinder-Benziner, Sechsgang-Handschaltung, Vorderradantrieb
Leistung/Drehmoment90 PS (66 kW) / 148 Nm
Vmax/0–100 km/h\t183 km/h / 9,8 s
CO2-Ausstoß120 g/km
Basispreis14.540 Euro

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