1. 24auto
  2. Tests
  3. Fahrbericht

Land Rover von Brabus: Das macht den Defender 90 Startech so einmalig

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Marcus Efler

Startech, die Schwestermarke von Mercedes-Tuner Brabus, hat sie sich den aktuellen Land Rover Defender vorgenommen. Das macht diesen Landy so einmalig.

Bottrop – Der Land Rover Defender der Neuzeit hat nichts mehr mit dem urwüchsigen Alu-Kantholz vergangener Dekaden zu tun. Der aktuelle Defender ist ein moderner Geländewagen, der nach der Überarbeitung der Brabus-Schwestermarke Startech bulliger und kraftvoller denn je daherkommt. Dabei reichen die 300 PS, die der zwei Liter große Turbobenziner serienmäßig liefert, allemal aus. Man ist mehr als flott unterwegs: Die 221 kW / 300 PS lassen zusammen mit dem maximalen Drehmoment von 400 Nm ab niedrigen 1.500 Touren kaum Wünsche in Sachen Vortrieb offen. (Brabus 800 Mercedes-AMG GLS 63 im Test: Extrem-SUV imponiert durch Wucht und Tempo)

Land Rover Defender 90 by Startech, seitlich, stehend

In der Kürze liegt das Edle: der Land Rover Defender 90 by Startech © Startech

Land Rover von Brabus: Das macht den Defender 90 Startech so besonders

Mit einer Länge von 4,32 Metern ist der 90er-Defender (hier geht‘s zum Fahrbericht der Serienversion) im Startech-Trimm ohne Ersatzrad an der Hecktür über einen halben Meter kürzer als die 110er-Variante. Die Kompaktheit tut dem Briten beim Rangieren in der City gut, und das Gesamtpaket wird noch imposanter, nachdem Startech sich den Land Rover vorgenommen hat. Damit verabschiedet sich allerdings auch der Basispreis von rund 53.000 Euro in völlig andere Regionen. Inklusive sinnvoller Extras wie Luftfederung, elektrischen Sitzen und einigen Paketen klettert der Preis bereits auf rund 75.000 Euro.

Land Rover Defender 90 by Startech, seitliche Frontansicht, stehend

Die bullige Front und große Räder kennzeichnen den Startech-Landy. © Startech

Startech sorgt für die sportliche Optik, wobei insbesondere der 23 Zoll große Monostar-Radsatz mit 305er-Reifen nebst 35 Millimetern Tieferlegung eine echte Schau ist. Dazu kommen Spoiler, 85 schicke Zierschrauben sowie eine Aufwertung des allzu nüchternen Innenraums mit edlen Lederdetails. Macht unterm Strich einen stattlichen Preis von 104.000 Euro. Und die sichere Erkenntnis, einen Defender zu fahren, den sonst kaum jemand besitzt. (Brabus-Invicto „Mission“: Warum diese gepanzerte G-Klasse eine Drohne an Bord hat)

Land Rover Defender 90 by Startech, seitliche Heckansicht, stehend

Nur echt mit dem Union Jack: der Bottroper Brite. © Startech

Land Rover von Brabus: So wird der Brite noch edler – und teurer

Das Erklimmen der beiden Sitze im Fond wird zu einer kurzen Kletterpartie, wobei das Platzangebot ausreicht, wenn man die erst mal bewältigt hat. Vorne gibt es auf Wunsch bequemes Ledergestühl mit elektrischer Verstellung, das allerdings mehr Seitenhalt bieten könnte. Der Kofferraum ist mit 397 bis 1.563 Litern bei umgelegten Rücksitzlehnen allemal groß genug. Deutlich besser als bisher: das neue Infotainmentsystem, mit dem sich die einzelnen Menüpunkte über Kacheln einfach ansteuern lassen. (Dreister China-Klon aufgetaucht: Hunkt Canticie kopiert schamlos Range Rover)

Land Rover Defender 90 by Startech, Interieur

Aufgehübscht: Das Interieur des Startech-Landy. © Startech

Land Rover von Brabus: Gerne etwas zügiger unterwegs

Dass die 305er-Breitreifen nichts für echte Offroadfans sind, liegt auf der Hand. Doch wer ist mit einem Land Rover Defender der neuesten Generation schon im harten Gelände unterwegs? Längst ist auch er zu einem urbanen SUV geworden – aber gut zu wissen ist, dass man mit ihm jederzeit grobes Gelände meistern könnte. Auch für diesen Zweck hätte das Startech-Team zahlreiche Ausstattungsdetails parat. Jedoch dürften sich die Karosseriekits für sportlichen Straßenversionen einer größeren Beliebtheit erfreuen. Und durch die verstellbare Luftfederung hat der Fahrer des Bottrop-Defenders alle Möglichkeiten, denn die Tieferlegung um 35 Millimeter wird über das Fahrprogramm elektronisch angesteuert. So schränkt es die Bodenfreiheit der Geländemodi nicht ein. Die fetten 305er-Schlappen nebst tiefer gelegtem Schwerpunkt im Normalmodus tun dem fast 2,2 Tonnen schweren Sport-Defender bei flotter Fahrweise dagegen sichtlich gut. Und das ist ja mal klar: Wer ein Auto aus Bottrop fährt, ist gerne etwas zügiger unterwegs. (Von Stefan Grundhoff/press-inform)

Technische Daten Land Rover Defender 90 by Startech
Motor/Getriebe/Antrieb2,0l-Vierzylinder-Benziner/8-Gang-Automatik/Allrad
Leistung/Drehmoment221 kW (300 PS) / 400 Nm ab 1.500 U/min
Länge/Breite/Höhe4.59 / 2.01 / 1.97 m
Kofferraumvolumen397 bis 1.563 l
Leergewicht2.140 kg
Vmax/0–100 km/h191 km/h / 7,1 s
Normverbrauch9,6 l/100 km
CO2-Ausstoß217 g/km
Preis103.000 Euro

Noch mehr spannende Auto-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Auch interessant