Erstes eigenständiges Modell

Cupra Formentor: Sein Platzangebot stempelt das Sport-SUV zum ...

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    vonJan Schmidt
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Man mag darüber streiten, ob Seat wirklich eine Submarke braucht, um seine sehenswerten Modelle auf Premiumniveau zu präsentieren. Einer wie der Cupra Formentor klopft da schon an die Tür mit den vier Ringen.

Martorell (Spanien) – Seat ist stolz auf seine neue Submarke Cupra, mit der man sich deutlich höher positionieren will. Das sportliche Aushängeschild der noch jungen Marke ist dabei der Cupra Formentor, der im Gegensatz zu anderen Modellen keinen direkten Seat-Bruder hat. Technisch ist der Cupra Formentor eine Mischung aus Audi Q3 und VW Tiguan R – der Look ist sehenswert, der Antrieb eine echte Versuchung. Denn der Motor hält das, was die ambitionierte Optik verspricht. Einer besonderen Sportversion bedarf es dabei nicht, denn die Cupra-Modelle sind ohnehin als Topmodelle des Segments positioniert. Da macht der schmucke Cupra Formentor mit seinen ausgestellten Radhäusern, der grimmigen Front mit LED-Augen und dem dynamischen Heck keine Ausnahme. (Cupra El-Born: Im Grunde wie ein VW ID.3, aber DAS ist besser)

Cupra Formentor: Sein Platzangebot stempelt das Sport-SUV zum ...

Das Triebwert stammt aus dem Volkswagen-Konzernregal und ist eines der besten seiner Art – ganz nebenbei identisch mit dem des VW Tiguan R, der jedoch noch zehn PS mehr leisten darf. Doch an Motorleistung mangelt es dem Cupra Formentor, benannt nach einem schmalen Landstreifen im Norden der spanischen Insel Mallorca, ohnehin nicht. Der aufgeladene Zweiliter-Vierzylinder leistet 228 kW/310 PS und bietet ein maximales Drehmoment von 400 Newtonmeter. Aus dem Stand geht es dank variablem Allradantrieb und siebenstufigem Doppelkupplungsgetriebe in 4,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Noch beeindruckender als die Höchstgeschwindigkeit von stattlichen 250 km/h sind die Fanfaren, mit denen sich der Spanier zu sportlichen Höchstleistungen trompetet. Denn über das Lenkrad, das man bestens aus dem Hause Audi kennt, kann man nicht nur über einen Taster rechts den Motor zum Leben erwecken, sondern über einen Knopf links unten auch die einzelnen Fahrmodi variieren. (Seat Leon ST: Dieser Kombi nimmt es mit der deutschen Premium-Konkurrenz auf)

Vom Cupra Formentor gibt es kein Grundmodell von Seat, es ist damit das erste eigenständige Modell.

Cupra Formentor: Im Cupra-Modus bollert das SUV ordentlich laut

Neben dem ohnehin schon ambitionierten Sport-Modus, der die Sinne des Fahrzeugs in erster Stufe nachschärft, gibt es noch den Cupra-Modus, der über ein kleines Symbol im animierten Cockpit angezeigt wird. Die überschaubare Größe dieses Rennmodus hat seinen Grund, denn der Spanier brummt, grollt und bollert je nach Gaspedalstellung dermaßen, dass es fast etwas viel des Guten ist und man das Programm erahnen kann. Bei einigen jüngeren Kunden kommt der allzu aufdringliche Klang des Auspuffs sicher glänzend an. Wer ihn nicht mag, kann ihn glücklicherweise abstellen, um es sich nicht vollends mit den Nachbarn zu verscherzen. Im Sport- und noch mehr im Cupra-Modus macht der Crossover aus sein sportlichen Ambitionen keinerlei Hehl. In den zahmeren Modi fährt sich der Formentor schlicht besser. Der Normverbrauch des Spaniers: 8,5 Liter Super auf 100 Kilometer. (Dieses SUV ist zu stark, um ein Seat-Logo zu tragen)

Hinter der Heckklappe des Cupra Formentor verbirgt sich ein Laderraum von nur 420 Litern.

Cupra Formentor: Das Fahrwerk ist stramm, aber nicht zu hart

Glücklicherweise haben sich die Entwickler vom Grollen und Bollern bei den Testfahrten scheinbar nicht beeindrucken lassen, denn auch in den beiden Sportprogrammen passt das Gesamtpaket aus Antrieb, Lenkung, Gangwahl und Fahrwerksabstimmung. Der 1,7 Tonnen schwere Allradler ist stramm, aber nicht zu hart oder gar so krawallig wie sein Motorsound gefedert. Im Grenzbereich könnte der Kraftfluss an die Hinterachse jedoch etwas schneller verlaufen und den Crossover noch dynamischer machen, als er ohnehin ist. (Seat Ateca: Beim spanischen VW Tiguan kommen einige Neuerungen – auch fürs Smartphone)

Die verschiedenen Fahrmodi des Cupra Formentor lassen sich über eine Taste am Lenkrad abrufen.

Dazu passen die Ergonomie mit den wohlkonturierten Sportsitzen, die allerdings eine verlängerbare Oberschenkelauflage vertragen könnten und das schicke Design des Innenraums, bei dem auch die Wertigkeit passt. Das Platzangebot des 4,45 Meter langen SUV ist weder vorne noch hinten beeindruckend und stempelt damit den Edel-Seat zum Alltagsmobil für Singles mit Freizeitdrang oder Paare mit maximal einem Kind. Mehr gibt schon der mit 420 Litern große Laderaum nicht her. Der Basispreis von 43.953 Euro rückt nach Premiumvorbild mit schicken Details wie beheizten Ledersitzen (1.506 Euro), der etwas teuren Brembo-Bremse (2.261 Euro), sowie weiteren Airbags oder Soundsystem schnell an die 50.000-Euro-Marke. (Von Stefan Grundhoff/press-inform)

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