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Citroën C3 Aircross im Test: Schickes SUV ist ein Frauen-Versteher – aber kann es auch was?

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Von: Marcus Efler

Die Franzosen haben ihr Kompakt-SUV C3 Aircross überarbeitet. Das stärkt seine Vorzüge – die Antriebe bleiben aber von gestern.

Rüsselsheim – Der Citroën C3 Aircross ist in Europa durchaus ein Erfolg. Seit seiner Markteinführung 2017 haben sich mehr als 300.000 Autofahrer für einen Platz am Steuer des kleinen Crossovers entschieden. Doch das Segment der kleinen Pseudo-Kraxler ist hart umkämpft: Mitbewerber wie der Technik-Verwandte Opel Crossland X, der VW T-Cross oder der Kia Stonic buhlen um die Gunst der Käufer. Also ist die Modellpflege wichtig, um nicht ins Hintertreffen zu geraten. Das Gesicht des kleinen SUV wurde deutlich verändert und wirkt nun frischer. Statt klobiger Scheinwerfer-Anordnungen sind die LEDs jetzt oben und unten in schmalen Schlitzen untergebracht. Dazu kommen ein zusätzlicher Schlitz und mehr Chrom, der auch den angedeuteten Unterbodenschutz betont. (Facelift Citroën C3 Aircross: Kompakt-SUV wird komfortabler – und maximal individualisierbar)

Citroën C3 Aircross im Test: Schickes SUV ist ein Frauen-Versteher – aber kann es auch was?

Auch beim Heck legten die Blechchirurgen das Skalpell an, schnitten aber bei Weitem nicht so tief wie vorne. Die Modifikationen ergeben Sinn. Schließlich sollen sich vor allem die modebewussten weiblichen Autofahrer für den Citroën C3 Aircross entscheiden. Damit das leichter fällt, sind beim Lack jetzt bis zu 70 Farbvarianten möglich. Dazu kommen ein paar Farbkleckse an den Spiegelkappen und den hinteren Scheiben und vor allem mit Schwarz und Weiß zwei Dachfarben. Unser Testwagen rollt in Khaki und einer weißen Mütze (kostet 200 Euro extra) vor. Chic! (Citroën C5 X: Diese populäre Antriebsvariante gibt’s beim neuen Crossover nicht)

Citroën C3 Aircross, stehend
Schicker Crossover: Der überarbeitete Citroën C3 Aircross © Maik Grabosch/Citroën

Citroën C3 Aircross im Test: Schickes SUV ist ein Frauen-Versteher – aber kann es auch was?

Aber ein charmantes „oh lá lá“ reicht heutzutage nicht mehr, um bei selbstbewussten Damen und lande. Handfeste Argumente sind gefragt, das wissen auch die Manager des französisch dominierten Stellantis-Konzerns. Und liefern sie mit dem ebenfalls aufgewerteten Innenraum. Der neue, neun Zoll zentrale Touchscreen fällt sofort ins Auge: Die Grafik des Infotainments ist nicht der letzte Schrei, aber mit etwas Eingewöhnungszeit findet man sich in den Einstellungen zurecht. Zumal das Smartphone per Apple CarPlay und Android Auto eingebunden werden kann. Die couch-ähnlichen stoffbezogenen, dick gepolsterten Komfortsitze strahlen nicht nur eine wohnliche Atmosphäre aus, sondern sind auch bequem – auch wenn wir uns eine etwas längere Beinauflage wünschen. (Neuer DS 4: So will der französische Kompakte am Opel Astra vorbeiziehen)

Interieur des Citroën C3 Aircross
Schick: Interieur und Cockpit des Citroën C3 Aircross. © Maik Grabosch/Citroën

Citroën C3 Aircross im Test: Optisch und stilistisch top, technisch naja

Die Lenkradsäule ist ebenfalls zu kurz, was das Einnehmen einer passenden Sitzposition erschwert. Dennoch fühlen wir uns in dem kleinen Filou wohl, was auch an dem hellen Innenraum liegt. Praktisch sind auch die vielen Ablagen, in denen man allerlei Krimskrams unterbringt. Das Fach unter der Mittelarmlehne, das mit einem Schiebe-Element geschlossen wird, ist auch von hinten zugänglich. Platz ist in dem 4,16 Meter langen Crossover bei Bedarf erstaunlich viel vorhanden, da man die hintere Sitzbank um 15 Zentimeter in der Längsrichtung verschieben kann. Wenn man diesen Spielraum komplett ausreizt, können auch Erwachsene hinter den Fondsitzen Platz nehmen. Das Kofferraumvolumen beträgt dann 410 Liter. Schiebt man die Rückbank nach vorne, werden 510 Liter daraus, und wenn man die Lehnen umlegt, wächst das Fassungsvermögen auf ordentliche 1.289 Liter. Zumal die Ladefläche eben ist und dank einer niedrigen Kante auch leicht erreichbar. Dennoch sollte man bei kleineren Teilen aufpassen, da zwischen dem Kofferraum und den umgelegten Sitzen eine Spalte von gut zwei Zentimetern entsteht. (Citroën ë-C4: Diese beachtliche Reichweite holen die Franzosen aus den Akkus)

Citroën C3 Aircross im Test: Bei den Motoren fehlen zeitgemäße Alternativen

Unter der Motorhaube bleibt alles beim Alten – leider im Wortsinne. Es gibt keinerlei elektrische Unterstützung, also stehen auch nach der Modellpflege nur zwei konventionelle Diesel mit 110 PS und 120 PS sowie zwei Benziner mit 110 PS oder 131 PS zur Auswahl. Die sechs Gänge lassen sich automatisch oder manuell wechseln. Wir haben uns bei der Testfahrt für den Top-Benziner mit Automatik entschieden. Solange man entspannt im Verkehr mitschwimmt, absolviert der Franzose die Aufgabe souverän. Sobald es schneller zur Sache gehen soll, wirkt er angestrengter: Dann knurrt der Dreizylinder mürrisch und lässt die Insassen an seiner Arbeit akustisch teilhaben. Allerdings geht die Geräuschkulisse nur bedingt mit einem entsprechenden Vortrieb einher. So ist der Standardsprint von null auf 100 km/h nach 10,3 Sekunden absolviert, und die Höchstgeschwindigkeit beträgt 195 km/h. Dabei gibt sich der 1.280 Kilogramm schwere Citroën C3 Aircross mit durchschnittlich fünf Litern pro 100 Kilometern zufrieden.

Citroën C3 Aircross PureTech 130
Motor/Getriebe/AntriebDreizylinder-Benziner/6-Gang-Automatik/Front
Leistung/Drehmoment96 kW (131 PS) / 230 Nm bei 1.750 U/min
Länge/Breite/Höhe4,16/1,77/1,61 m
Kofferraumvolumen410 – 1.289 l
Vmax/0–100 km/h195 km/h / 10,3 s
Normverbrauch/CO2-Ausstoß5,0 l/100 km / 114 g/km
Basis-/Testwagen-Preis27.440 Euro/ 18.790 Euro

Das Fahrwerk ist für einen Crossover eher auf der straffen Seite, was aber nicht unangenehm ist. Beim Fahren unterstützen ein kleines farbiges Head-up Display (plus 300 Euro) mit einer ausfahrbaren Plastikscheibe und einige technische Helfer, etwa einen aktiven Notbremsassistenten und eine 360-Grad-Rundum-Ansicht, welche die Radarsensoren nutzt. Unser Testwagen kostet mit Extras wie einer Induktionsladefläche für Smartphones (150 Euro) und dem City-Paket 2 für 490 Euro inklusive Tot-Winkel-Assistent 27.440 Euro. Los geht es bei 18.790 Euro für die Basisausstattung „Live“, bei der allerdings eine Klimaanlage fehlt – das dürfte Damen ebenso abschrecken wie Herren. (Wolfgang Gomoll/press-inform)

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