1. 24auto
  2. Tests
  3. Fahrbericht

Audi A8 60 TFSI im Test: Diese Technik macht das Facelift wichtig

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Marcus Efler

Kommentare

Nach seiner Überarbeitung zeigt sich der Audi A8 optisch nur leicht verändert. Wer oft nachts unterwegs ist, fährt künftig sicherer.

Ingolstadt – Die Mercedes S-Klasse ist gerade ein Jahr auf dem Markt und für 2022 kündigt sich der neue BMW 7er an: Viel Druck für den Audi A8, der bei den Absatzzahlen ohnehin ein gutes Stück hinterherfährt. Die Modellpflege bleibt trotzdem optisch dünn. Wer genau hinschaut, bemerkt die neuen Leuchteinheiten an der Front, die den geänderten Kühlergrill umrahmen. (Audi Grandsphere Concept: Sieht der nächste A8 aus wie in dieser Studie?)

A8 60 TSFI, fahrend
Jetzt mit Super-Scheinwerfern: Der überarbeitete Audi A8 auf Testfahrt in Norwegen © Sagmeister Photography/Audi

Audi A8 60 TFSI im Test: Diese Technik macht das Facelift wichtig

Abgesehen von ein paar neuen Details, sieht auch der Innenraum kaum anders aus. Alles ist so schick und edel verarbeitet, wie man es kennt (der extralange Luxus-A8 Horch für China bleibt dem europäischen Markt vorenthalten). Eine Klasse für sich bleiben die Sitze, bei denen auf Knopfdruck neben den Armlehnen im Fond auch die Fußstützen beheizt werden. War der Tag im Büro besonders anstrengend, entspannen der Klang des Soundsystems sowie Massagesitze mit 18 pneumatischen Kissen vorne wie hinten den gestressten Manager – im Fond erstmals auch an den Füßen. Die dortigen Touchbildschirme spielen Inhalte nun in HD-Qualität ab. (Brennender Audi A4 landet in Pool – was steckt hinter dem kuriosen Unfall?)

Audi A8 60 TFSI im Test: Die neuen LED-Leuchten machen die Nacht zum Tag

Wer oft nachts unterwegs ist, wird eine wichtige Veränderung schnell bemerken: Die neuen LED-Leuchten sind nochmals deutlich lichtstärkere Beamer, mit denen man im Bereich vor dem Fahrzeug einen Film abspielen könnte – und die somit noch mehr Sicherheit bieten. Kein Wunder, dass die Begrüßungszeremonie an der Front ein gutes Stück eindrucksvoller als bisher ausfällt.

Audi A8 60 TFSI, fahrend, von seitlich hinten
Die OLED-Leuchten am Heck sind nun serienmäßig. © Sagmeister Photography/Audi

Die nunmehr serienmäßigen OLED-Lichter am Heck lassen sich in ihrer Form variabel gestalten oder gar dem Fahrprogramm anpassen. Dazu kann der 5,19 Meter lange A8 erstmals auf Wunsch mit einem S-Sportpaket geordert werden, das beliebte Schwarzpaket mit dunklen Karosseriedetails wird nun auch für Audi A8 Plug-in-Hybrid angeboten. (Audi Skysphere Concept: Sieht so die Zukunft des Autos aus?)

Noch mehr spannende Auto-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Interieur des Audi A8
Edel und mit viel High-Tech: Das Interieur des Audi A8 © Sagmeister Photography/Audi

Audi A8 60 TFSI im Test: V8-Benziner statt großem DIesel

Die bekannten Motoren wurden leicht überarbeitet. Da der große V8-Diesel schon vor längerer Zeit gestrichen wurde, drängt sich der V8-Benziner auf, der die Bezeichnung A8 60 TFSI Quattro trägt und dessen Vierliter-Triebwerk 460 PS sowie 660 Nm leistet. Er beschleunigt aus dem Stand in 4,4 Sekunden auf Tempo 100, ist aber kein heißer Flammenwerfer, sondern ein engagierter Cruiser mit jeder Menge Leistung, wenn man diese denn abruft. Ihm fehlen aber der Biss und die Klangstärke des 4,4-Liter-Gegenübers von BMW, der mittlerweile auf 530 PS erstarkt ist. Doch wem der Standard-Diesel mit 286 PS nicht reicht, ist mit diesem Aggregat bestens bedient – auch weil das Zusammenspiel von Turbomotor, Achtgangautomatik und serienmäßigem Allradantrieb so perfekt klappt.

Audi A8 60 TFSI
Motor/Getriebe/Antrieb4,0l-V8-Biturbo/8-Gang-Automatik/Allrad
Leistung/Drehmoment338 kW (460 PS)/660 Nm
Vmax/ 0 – 100 km/h250 km/h/4,4s
Länge/Breite/Höhe5,19/1,95/1,47
Gepäckvolumen390 – 505 l
Normverbrauch/CO2-Emission10,7 l/100 km / 246 g/km
Preis120.000 Euro

Entspannter denn je wird die Fahrt mit dem optionalen Aktivfahrwerk, das bei geringen Geschwindigkeiten nicht nur über jede Unebenheit hinwegschwebt, sondern auch Nick- und Wankbewegungen bei der Fahrt angenehm reduziert. Beim Bedienen des Türgriffs liftet es den Wagen fünf Zentimeter nach oben, um das Einsteigen zu erleichtern. Möglich macht das ein Elektromotor an jedem einzelnen Rad, der in Sekundenbruchteilen angesteuert wird. Und wem der mindestens 120.000 Euro teure Audi A8 60 TFSI nicht reicht: Der besonders sportliche Audi S8 mit seinem 571 PS starken V8-Doppelturbo ist derzeit in dem Segment nahezu ohne Konkurrenz. (Stefan Grundhoff/press-inform)

Auch interessant

Kommentare