Erste Ausfahrt

Audi A3 Limousine: In dieser Disziplin zieht der Sportback den Kürzeren

Fahraufnahme einer blauen Audi A3 Limousine.
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Die neueste Generation des Audi A3 gibt es nun auch als Limousine.
  • Sebastian Oppenheimer
    vonSebastian Oppenheimer
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Audi ergänzt den A3 Sportback durch eine ansehnliche Limousine. Wir waren mit dem 150 PS starken Vierzylinder-Benziner 35 TFSI unterwegs.

  • Den Audi A3 der neuesten Generation gibt es nun auch als Limousine
  • 24auto.de war mit dem 150 PS starken Vierzylinder-Benziner 35 TFSI auf Testfahrt
  • In einer Kategorie ist die A3 Limousine dem Sportback überlegen

Ingolstadt – Auf der automobilen Beliebtheitsskala rangieren die SUV (YouTube-Star Bibi und ihr Mercedes GLS 400d: „Irgendwann musste es passieren“) an erster Stelle, an zweiter die Kombis und dann kommt lange nichts. Der klassischen Stufenheck-Limousine hängt mittlerweile der leicht muffige Geruch der 1970er-Jahre an. Hip ist anders. Schließlich wollen die ewig aktiven jungen Gipfelstürmer ihre Sportutensilien in dem geräumigen Gepäckabteil unterbringen. Zumindest manche der Sportback-Jünger werden beim Anblick der neuen A3 Limousine ins Grübeln kommen. Denn dieser Audi kann sich wirklich sehen lassen. Der Vorderwagen ist identisch mit dem des A3 Sportback und das Heck der Limousine samt kleinem Spoiler sowie der fließenden Dachlinie ist ansehnlich.

Audi A3 Limousine: Mildhybridisierung senkt Spritverbrauch

Die Windschlüpfrigkeit hilft dem Audi (Horror-Unfall im Q7 – Familie unverletzt: „Werde den Audi-Ingenieur ...“) beim Spritsparen, dazu kommt noch die 48-Volt-Mildhybridisierung, die den Verbrauch um bis zu weitere 0,4 Liter auf 100 Kilometer drückt. Unterm Strich gönnt sich die Limousine der Kompaktklasse mit dem 110 kW (150 PS) starken Vierzylinder-Benziner dann 5,0 l/100 km. Doch nicht nur beim Knausern hilft das Elektromodul, das dem Motor bei niedrigen Drehzahlen mit einem Extra-Schub von 9 kW (12 PS) und einem Drehmoment von 50 Newtonmetern unter die Arme greift. Beim Fahren merkt man die Unterstützung durch die kleine E-Maschine durchaus. Im Gegensatz zum konventionellen Vierzylinder tritt die A3 Limousine deutlich geschmeidiger an.

Die A3 Limousine ist rund 15 Zentimeter länger als das Schrägheckmodell des Audi.

„Wir haben das MHEV-System hinsichtlich des Verbrauchs und des Fahrspaßes optimiert“, erklärt Ingenieur Michael Vogt. Die Angst, dass dem Unterstützer der Saft ausgeht, ist unbegründet. „Die Batterie könnte theoretisch bis zu 96 Sekunden boosten“, erklärt der Techniker und lächelt: „Aber das kommt nie vor“. Der Riemen-Starter-Generator im Audi hilft außerdem noch beim Segeln und schaltet den Verbrennungsmotor bei Bedarf zu. Das geschieht fast unmerklich und ist ein deutlicher Fortschritt, wenn man an die holprigen Start-Stopp-Versuche der Modelle des VW-Konzerns zurückdenkt. Jetzt verabschiedet sich der Vierzylinder schon beim Heranrollen an die Ampel und einer Geschwindigkeit von 22 km/h.

Im Innenraum ist die Audi A3 Limousine identisch mit der Sportback-Version.

Audi A3 Limousine: ausgewogenes Fahrwerk

Aber auch bei höheren Geschwindigkeiten macht die Audi A3 Limousine Spaß und hat so gar nichts mehr mit dem „Fahrer mit Hut“-Image gemein, das viele dieser Gattung noch andichten. Der – im Vergleich zum Diesel – leichtere Motor zahlt sich in den Kurven aus. Die Elektro-Unterstützung hilft beim Herausbeschleunigen und das Fahrwerk ist ausgewogen abgestimmt. So werden auch lange Strecken angenehmer. Die Fahrleistungen sind für einen 110 kW (150 PS) Motor aller Ehren wert. Zumal auch das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe seine Arbeit unmerklich verrichtet. So ist nach 8,4 Sekunden Landstraßentempo erreicht und mit einer Höchstgeschwindigkeit von 232 km/h ist der Audi (SQ7/SQ8: Audi wirft den Topdiesel raus – dieser Motor soll ihn ersetzen) auch gut aufgestellt, wenn es mal schneller vorangehen soll.

Audi A3 Limousine: In dieser Kategorie zieht der Sportback den Kürzeren

Dazu kommt der Platzvorteil wenn man mehr als einen Passagier mitnimmt, da die Limousine mit 4,49 Metern rund 15 Zentimeter länger ist als das Schrägheckmodell. Das zahlt sich auch aus: In der ersten UND in der zweiten Reihe findet man auch jenseits einer Körpergröße von 1,85 Metern Platz. Der Kofferraum hat ein Fassungsvermögen von 425 Litern – allerdings fällt das Beladen nicht so leicht wie beim Sportback. Die dynamische Silhouette der neuen Audi A3 Limousine (Test Audi A1 Citycarver: Für dieses Auto mit Extras gibt’s auch zwei hiervon) schlägt sich beim cw-Wert nieder – der mit 0,25 besonders niedrig ist. Dazu trägt auch der steuerbare Kühllufteinlass mit zwei elektrisch angesteuerten Jalousiemodulen hinter dem Singleframe-Kühlergrill bei.

Audi A3 Limousine: Erst ab 27.000 Euro geht’s los

Der Innenraum ist identisch mit dem des Audi A3 Sportback. Also blickt der Fahrer auch bei der Limousine auf ein 12,3 Zoll großes Cockpit mit virtuellen Anzeigen, die in verschiedenen Variationen dargestellt werden können, und auf einen 10,1 Zoll großen Touchscreen als Kommunikationszentrale. Wie schnell die Entwicklung gerade in diesem Bereich voranschreitet, lässt sich daran festmachen, dass das Infotainment bei der Rechenleistung den Vorgänger um den Faktor zehn übertrifft. Wie bei den VW- beziehungsweise MIB-Modellen (MIB = Modularer Infotainment­baukasten) der aktuellen Generation üblich, geschieht die Eingabe der gewünschten Befehle über kachelförmige Apps.

Technische Daten Audi A3 Limousine 35 TFSI
Motor/Getriebe/Antrieb1,5-Liter-Vierzylinder-Benziner, 7-Gang-DKG, Vorderradantrieb
Leistung/Drehmoment110 kW (150 PS) / 250 Nm bei 1.500
Länge/Breite/Höhe4.495 / 1.984 / 1.425 mm
Vmax/0–100 km/h232 km/h / 8,4 s
AbgasnormEuro 6d-TEMP
CO2-Ausstoß114 g/km
Leergewicht1.395 kg
Kofferraumvolumen425 Liter
Basispreis30.998 Euro

Bei der Verarbeitung geben sich die Ingolstädter keine Blöße. Auch in der Limousine fühlt man sich wohl. Allerdings hat dieses schicke Ambiente seinen Preis: Unter 27.000 Euro geht bei der Audi A3 Limousine gar nichts, wenn man den gefahrenen 150-PS-Motor samt Doppelkupplungsgetriebe will, sind mindestens 30.998 Euro nötig. Und greift man ganz tief ins Ausstattungsregal und holt die S-Line-Variante raus, wird das Portemonnaie schon um 33.386 Euro leichter (Wolfgang Gomoll / press-inform).

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