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Abt Cupra Formentor im Test: Schneller, stärker – und auf Wunsch auch lauter

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Von: Sebastian Oppenheimer

Der Cupra Formentor leistet bereits als Serienmodell stattliche 310 PS – Tuner Abt verpasst dem Spanier trotzdem einen Leistungsnachschlag, der sich sehen lassen kann.

Martorell – Die Seat-Fans scharren bereits mit den Hufen und warten auf das neue Topmodell des Cupra Formentor VZ5 mit dem 390 PS starken Fünfzylinder-Turbo von Audi. Bis der kommt, kann man es sich die Wartezeit zum Beispiel mit dem nachgeschärften Cupra Formentor von Abt versüßen. Der spanische Mittelklasse-Crossover wird von der Allzweckwaffe im Volkswagen-Konzern und somit dem zwei Liter großen Vierzylinder-Turbo angetrieben, der im Serienmodell stattliche 228 kW / 310 PS leistet und mit einem maximalen Drehmoment von 400 Nm die meisten sportlichen Ambitionen befriedigen dürfte.

Abt Cupra Formentor im Test: Stärker, schneller – und auf Wunsch auch lauter

Nach der kleinen Kraftkur im Hause Abt gibt es einen Leistungsnachschlag, der beinahe auf dem Niveau des kommenden Formentor VZ5 liegt. Der Abt Cupra Formentor bringt es auf 272 kW / 370 PS und ein maximales Drehmoment von 450 Nm. Die Kraftkur passt zu dem Spanier mit deutschen Wurzeln und nicht nur Zwischenspurts gehen noch etwas flotter als man es kennt von statten. Durch das geänderte Steuergerät und den Leistungszuwachs von 44 kW / 60 PS / 50 Nm spurtet der Allradler aus dem Stand statt der bisherigen 4,9 nunmehr in 4,6 Sekunden auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h. Geschaltet wird mit dem bekannten siebenstufigen Doppelkupplungsgetriebe.

Fahraufnahme eines Abt Cupra Formentor
Der Abt Cupra Formentor bringt es auf 272 kW / 370 PS und ein maximales Drehmoment von 450 Nm. © Abt

Abt Cupra Formentor im Test: Optional sind elektrisch einstellbare Dämpfer erhältlich

Als ob der Cupra Formentor je nach angewähltem Fahrprogramm akustisch nicht schon genug auf den Putz hauen würde, gibt es auch Wunsch aus dem Hause Abt auch hier noch einen Nachschlag für Augen und Ohren. Die hauseigene Abgasanlage mit vier jeweils 10,2 Zentimeter großen Endrohren ersetzt das bereits im Serienzustand sehens- und hörenswerte Paket. Geschmacksache bleibt es, ob man das sportliche abgestimmte Serienfahrwerk des Cupra mit elektrisch einstellbaren Dämpfern nochmals nachschärfen will. Abt drückt den 1,7 Tonnen schweren Spanier wenn gewünscht bis zu 3,5 Zentimeter tiefer auf die Straße. Sieht gut aus und macht sich bei schnellen Kurvenfahrten in Verbindung mit den schmucken 20-Zöllern angenehm bemerkbar – drückt das Komfortniveau jedoch für die Insassen spürbar herunter. Durch seinen variablen Allradantrieb bringt der Spanier seine Leistung nach der Allgäuer Kraftkur souverän und überaus ambitioniert auf die Straße. (Cupra Formentor: Sein Platzangebot stempelt das Sport-SUV zum ...)

Fahraufnahme eines Abt Cupra Formentor
Abt Cupra Formentor kostet in der Basis 43.953 Euro – doch mit ein paar Extras sind es schnell einige Tausend Euro mehr. © Abt

Abt Cupra Formentor im Test: Das Sportlenkrad kennt man von den Audi RS-Modellen

Der Innenraum des Cupra Formentor ist schick und auch dieser lässt sich auf Wunsch des Kunden im Hause Abt noch einmal nachschärfen. Doch bei den meisten Kunden dürfte der sportliche Look mit animierten Instrumenten und großem Bildschirm bereits gut ankommen. Über das Sportlenkrad, das man bestens von RS-Modellen von Audi kennt, kann man nicht nur über einen Taster rechts den Motor zum Leben erwecken, sondern über einen Knopf links unten auch die einzelnen Fahrmodi variieren. (Cupra Leon Sportstourer 1.4 e-Hybrid im Test: Nicht nur die Bedienschwäche ist nervig)

Blick in den Innenraum eines Abt Cupra Formentor
Der Innenraum des Cupra Formentor ist schick – lässt sich aber auf Wunsch des Kunden im Hause Abt noch einmal nachschärfen. © Abt

Neben dem ohnehin schon ambitionierten Sportmodus, der die Sinne des Fahrzeugs in erster Stufe nachschärft, gibt es noch den Cupramodus, der über ein kleines Symbol im Cockpit angezeigt wird. Im Sport- und noch mehr im Cupramodus macht der Familiencrossover aus seinen sportlichen Ambitionen keinerlei Hehl, hängt bissig am Gas und brüllt seine Leistung ungehemmt heraus. In den zahmen Modi fährt sich der Formentor schlicht besser. Der Normverbrauch des Spaniers: 8,5 Liter Super auf 100 Kilometern. (Audi Q3 45 TFSIe Sportback im Test: Dem Plug-in-Hybrid fehlt ein wichtiges Extra)

Technische Daten Abt Cupra Formentor
Motor/Antrieb/Getriebe2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner
Leistung/Drehmoment272 kW (370 PS) / 450 Nm ab 1.750 U/min
Vmax/0–100 km/h250 km/h / 4,6 s
Leergewicht1.644 kg
Laderaum420 Liter
Normverbrauch8,5 l/100 km
CO2-Ausstoß191 g/km
Basispreis43.953 Euro

Abt Cupra Formentor im Test: Das kostet der Power-Crossover in der Basis

Sehr angenehm sitzen lässt es sich auf den Sportsitzen mit etwas zu kurzer Oberschenkelauflage und vorbildlichem Seitenhalt. Das Platzangebot des 4,45 Meter langen Cupra Formentor ist vorne in Ordnung und hinten allemal ausreichend für Jugendliche und mittelgroße Erwachsene. Für längere Strecken mit der Familie ist der Cupra Formentor weder mit noch ohne Abt-Leistungsnachschlag etwas. Dafür fehlt es insbesondere an Bein- und Knieraum. Der Laderaum schränkt einen mit 420 Litern ohnehin ein, wenn man die Rückbank nicht umlegen kann. Der Basispreis von 43.953 Euro drückt sich nach Premiumvorbild mit schicken Details wie beheizten Ledersitzen (1.506 Euro), der teuren Brembo-Bremse (2.261 Euro), sowie weiteren Airbags oder Soundsystem an die 50.000-Euro-Marke. Der 370-PS-Leistungskit von Abt kostet weitere 2.370 Euro, wobei Einbau und TÜV-Abnahme nochmals mit 271 Euro dazukommen. Eine entsprechende Anschlussgarantie des Kemptener Veredlers kostet pro Jahr 300 Euro extra. (Stefan Grundhoff / press-inform)

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