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Jeep Grand Cherokee: Erste Fahrt mit dem neuen SUV aus Amerika

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Von: Marcus Efler

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Der neue Jeep Grand Cherokee präsentiert sich als Luxus-SUV für die große Familie. Für Europa bekommt er auch zeitgemäße Motoren, die er derzeit noch vermissen lässt.

Toledo (USA) – Viele Jahre verkaufte Chrysler mit dem Voyager den erfolgreichsten Van der westlichen Welt. In den USA ist er als Chrysler Pacifica nach wie vor auf dem Markt, doch nicht mehr annähernd mit der früheren Marktmacht. Denn längst dominieren Crossover und SUV: Wie üppig dimensioniert, luxuriös und flexibel die Geländewagen sein können, zeigt der neue Jeep Grand Cherokee, der in den USA bereits als Version mit langem Radstand unterwegs ist. Nächstes Jahr schickt der Stellantis-Konzern den 5,20 Meter langen Wagen auch nach Europa – hier wird er gegen Audi Q7, Mercedes GLS oder BMW X7 antreten. (Wird der Jeep Cherokee umbenannt? Indigenes Volk stört sich an Modellbezeichnung)

Jeep Grand Cherokee: Erste Fahrt mit dem neuen SUV aus Amerika

Der seelenruhig laufende V8 des Testwagens ist ein typischer Ami ohne eine Turboaufladung, die den Durst von fast 14 Litern etwas reduzieren könnte. Auf der Straße ist der 5,7-Liter-Motor jedoch exzellent auf den mächtigen Geländewagen abgestimmt, und es schert den Fahrer nicht, ob er allein oder in voller Mannstärke in dem bis zu siebensitzigen Koloss unterwegs ist. Aus jedem Tempo geht es dank 357 PS und 520 Nm und der gut abgestimmten Achtgangautomatik bullig und kraftvoll voran. Wer weniger verbrauchen möchte, bekommt in Europa etwas später den Plug-in-Hybrid und drehmomentstarken Diesel. (Jeep Wrangler Hybrid im Test – Verbrenner-Version vor dem Aus)

 Jeep Grand Cherokee im Gelände
Auch im Gelände fit: Der neue Jeep Grand Cherokee © Stellantis

Jeep Grand Cherokee: Deutlich komfortabler als der Vorgänger

Der neue Grand Cherokee hat in Sachen Platzangebot und Ausstattung deutlich gewonnen. Komfortabler denn je präsentiert sich auch das Fahrwerk mit seinen verschiedenen Fahrprogrammen und der variablen Luftfederung. Auf der Straße rollt der Grand Cherokee mit 20-Zoll-Rädern dank elektronischer Dämpfer-Abstimmung deutlich kommoder und feinfühliger als der Vorgänger ab. Das Leergewicht ist mit 2.370 Kilogramm jedoch stattlich, das spürt man insbesondere in schnell gefahrenen Kurven und beim Bremsen des Familien-Crossovers. Dabei ist die Gewichtsverteilung jedoch nahezu ausgeglichen, und das schlägt sich in einem betont neutralen Fahrverhalten wieder. Die Lenkung könnte präziser sein, bietet dem Fahrer jedoch den Komfort, den er in dieser Klasse eher erwartet als Sportlichkeit.

Jeep Grand Cherokee von seitlich hinten, stehend
Hinter der Heckklappe verbirgt sich ein üppiger Gepäckraum. © Stefan Grundhoff/press-inform

Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten scheut der Jeep Grand Cherokee schon seiner Herkunft nach nicht den Abstecher auf unbefestigte Pisten und ins harte Gelände. Dafür lässt sich der Geländewagen auf Wunsch mit einem Offroad-Paket ausstatten, das unter anderem Schutzplatten für den Unterboden, Tank, Getriebe und Aufhängung umfasst. Für den Vortrieb sorgt dann auch eine elektronische Differenzialsperre an der Hinterachse, die Fahrprogramme, Luftfederung und Bergabfahr-Hilfe unterstützt. (Seltener Jeep Grand Cherokee zerstört: YouTuber jagen Internet-Klicks)

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Jeep Grand Cherokee: Viel Platz auch in der dritten Reihe

Die Sitze sind nicht nur vorne und in der zweiten Reihe bequem: Wer die beiden Stühle im gigantischen Laderaum elektrisch ausfahren lässt, kann diese für Kinder und Erwachsenen mittlerer Größe nutzen und das Gepäckvolumen wie gewünscht anpassen. Je nach Bestuhlung fasst der Kofferraum hinter der sich allzu langsam elektrisch öffnenden Heckklappe 490 bis 2.390 Liter – das ist mehr als stattlich. Durch den 3,09 Meter langen Radstand des XL-Grand-Cherokees lassen sich auch längere Strecken locker absolvieren – insbesondere, wenn im Fond die beiden beheizten Einzelsitze mit Armlehnen verbaut sind. (Held stoppt führerlosen Jeep Wrangler: „Großartige Leistung!“)

Cockpit des Jeep Grand Cherokee
Zeitgemäß digital: Das Cockpit des neuen Jeep Grand Cherokee © Stefan Grundhoff/press-inform

Jeep Grand Cherokee: Zwölf USB-Ports, 19 Lautsprecher

Gefallen kann auch die Instrumentierung, die nebst Head-up-Display komplett animiert alle wichtigen Informationen auf den ersten Blick freigibt. Die nur schwach beleuchteten Lenkradtasten sind das Einzige, was einen bei Dunkelheit stört. Über den 10,1 Zoll großen Touchscreen lassen sich die Fahrzeugfunktionen nach kurzer Eingewöhnung problemlos bedienen. Eine Ladeschale und zwölf USB-Ports erfreuen Smartphone-User. Noch größer ist nur die Zahl der Boxen, denn das McIntosh-Soundsystem tönt aus 19 Lautsprechern mit bis zu 950 Watt. Besonders edel sind die beiden Topversionen Overland und Summit, die auf Wunsch weiches Nappaleder im Innern sowie offenporiges Walnussholz oder Massagesitze vorne bieten.

Den gleichen Luxus, aber etwas mehr Dynamik dürfte der normale Grand Cherokee mit kürzerem Radstand bieten, wenn er 2022 nach Europa kommt. In den USA startet er mit Heckantrieb bei unter 37.000 Dollar (knapp 33.000 Euro), die Langversion mit V8 kostet mindestens 63.000 Dollar (ca. 55.700 Euro). Wie üblich kann man aber davon ausgehen, dass die Preise hierzulande klar darüber liegen werden. (Stefan Grundhoff/press-inform)

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