Alpine-Symbol & Co.

H, RF und Dot: Das bedeuten die Kennzeichnungen auf Ihrem Reifen 

  • Jasmin Pospiech
    vonJasmin Pospiech
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Autoreifen sind oft mit unterschiedlichen Kennzeichnungen und Symbolen versehen. Fahrzeugbesitzer sollten Bescheid wissen, was sie zu bedeuten haben. 

  • Autoreifen weisen diverse Kennzeichnungen und Symbolen auf
  • Diese geben Auskunft über die Kenndaten Ihres Fahrzeugs
  • Allwetterreifen brauchen zudem ein Alpine-Symbol

München – Auf der Reifenflanke Ihres Fahrzeugs finden Sie oftmals viele Zahlen und Symbole, die nicht auf Anhieb zu deuten sind. Doch es ist wichtig, diese zu kennen. Schließlich sagen Sie neben den Fahrzeugpapieren sehr viel über verschiedene Kenndaten Ihres Autos aus. 

Reifenkennzeichnung: Das bedeuten die Zeichen auf Ihrem Fahrzeug

Ob Ganzjahresreifen, Sommer- oder Winterreifen: Sie alle haben eine Kennzeichnung, die immer nach demselben Prinzip aufgebaut ist. Schließlich ist die Norm europaweit festgelegt. 

Folgende Reifenkennzeichnungen am Fahrzeug sollten Sie kennen:

  • Reifenbreite: Diese finden Sie in der Mitte der Reifenflanke rechts oben. Sie besteht aus einer dreistelligen Zahl und wird in Millimetern angegeben.
  • Höhen-Breiten-Verhältnis: Die Kennzahl H befindet sich direkt hinter der Kennzahl für die Reifenbreite in Form von /50, /60, /70 oder /80. Sie gibt das Verhältnis von Höhe zu Breite des Reifenquerschnitts in Prozent an. Eine 70 bedeutet zum Beispiel also, dass der Reifenquerschnitt eine Höhe von 70 Prozent der Reifenbreite hat.
  • Reifenbauart: Zumeist findet sich hinter dem Höhen-Breiten-Verhältnis etwas abgesetzt ein Buchstabe, meist ein „R“ für Radial. Hierbei handelt es sich um die heute übliche Bauart mit radial angeordneten Karkassfäden, die das stützende Skelett des Reifens bilden. Folgt auf den Buchstaben R noch ein F, handelt es sich um einen Run-Flat- oder auch Notlaufreifen.
  • Felgendurchmesser: Anschließend folgt abgesetzt der eine zweistellige Nummer. Das Maß wird meist in Zoll angegeben. Die gängigsten sind zehn bis 20 Zoll (oder auch 315 bis 440 Millimeter)
  • Lastindex (oder auch Tragfähigkeitskennziffer): Diese Kennzahl gibt die Belastbarkeit des Reifens an. Jedem Wert wird eine bestimmte Tragfähigkeit bei einem vorgegebenen Luftdruck von 2,5 bar zugeordnet.
  • Geschwindigkeitsindex: Direkt neben der Kennzahl des Lastindex finden Sie einen Kennbuchstaben. Dieser gibt die zulässige Höchstgeschwindigkeit des Reifens in km/h an. Ein V-Reifen darf zum Beispiel bis 240 Stundenkilometer, ein Reifen mit W-Index sogar bis 270 km/h gefahren werden.
  • Laufrichtung: Reifen, die eine besondere Profilgestaltung aufweisen, haben in der Mitte des Reifenflankens die Bezeichnung Rotation (oder auch Drehrichtung bzw. „Direction“) mit Abbildung eines Laufrichtungspfeils stehen.
  • Tubeless: Generell enthalten alle PKW-Reifen die Bezeichnung „Tubeless“, auf Deutsch „Schlauchlos“. Der Grund dafür: Ein Schlauch ist bei einem Autoreifen nicht nötig und auch nicht zulässig.
  • DOT-Kennzeichnung: Diese besteht aus drei Blöcken mit jeweils vier Zeichen. Der dritte Ziffernblock gibt das Herstellungsdatum des Fahrzeugs an. Dabei stehen die ersten zwei Zahlen für die Produktionswoche, die letzten zwei für das Herstellungsjahr.

Alpine-Symbol als Kennzeichnung für Allwetter- und Winterreifen

Winter- und Ganzjahresreifen müssen überdies seit 01. Januar 2018 ein Alpine-Symbol aufweisen. Dieses besteht meist aus einem Berggipfel mit Schneeflocke. Dadurch geben die Hersteller an, dass der Reifen auch für tiefe Temperaturen und schwierige Witterungsverhältnisse wie Schneeglätte, Glatteis & Co. gemacht ist. 

MO, ZR oder C: Weitere Besonderheiten von Reifenkennzeichnungen

  • C-Reifen: Der Buchstabe steht hier für „Commercial“ und bezeichnet Reifen mit höherer Tragfähigkeit und verstärktem Unterbau. Somit werden C-Reifen hauptsächlich für Transporter und Vans gebraucht. Ist in Ihren Fahrzeugpapieren ein C-Reifen eingetragen, ist auch nur ein solcher erlaubt.
  • MO-Reifen: Diese Kennzeichnung steht für „Mercedes Originalteil“. Sie dient dazu, Reifen zu markieren, die speziell für Mercedes-Fahrzeuge entwickelt wurden.
  • ZR-Geschwindigkeitsklasse: Das Kürzel gilt für verstärkte Reifen mit Geschwindigkeiten über 240 km/h und ist oft noch mit einem Zusatz versehen. Ein Beispiel wäre: 225/45 ZR 17 Y. Allerdings ist die ZR-Kennzeichnung heute nur noch kaum vorhanden.

Rubriklistenbild: © Andrea Warnecke/dpa

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