Offroad-Helfer

Bergabfahrhilfe: Funktionale Offroad-Technik auch zum Nachrüsten

Bedienungselement für Offroad-Helfer in der Mittelkonsole
+
Offroad-Assistenten in der Mittelkonsole
  • Arne Roller
    vonArne Roller
    schließen

Die Bergabfahrhilfe gibt Sicherheit und drosselt die Geschwindigkeit bei starken Gefällen. Ihre Funktionsweise basiert auf unterschiedlichen Techniken.

  • Eine Bergabfahrhilfe unterstützt mit ihrer Funktionsweise vor allem im unwegsamen Gelände und bei schlechten Wetterbedingungen
  • Das Fahrerassistenzsystem nutzt das ESP und das Motorschleppmoment, um das Fahrzeug bei einer konstanten Geschwindigkeit zu halten
  • Die Nachrüstung einer Bergabfahrhilfe ist in vielen Fahrzeugen möglich

Die Bergabfahrhilfe ist ein Fahrerassistenzsystem, das vor allem Fahrer von SUV und geländegängigen Fahrzeugen unterstützt. Auch ohne dieses System ist sicheres Fahren auf unwegsamem Gelände möglich. Gerade bei rutschigem Untergrund kann die Bergabfahrt aber zu einer Herausforderung werden. Zugleich muss sanft und gezielt gebremst werden, während sich der Fahrer zugleich auf die Lenkung konzentrieren muss. Die Funktionsweise der Bergabfahrhilfe nutzt sowohl die Motorbremse als auch ESP, um das Fahrzeug während der gesamten Bergabfahrt bei einer konstanten Geschwindigkeit zu halten. Der Fahrer kann sich der Stabilität und der Sicherheit seines Fahrzeugs dadurch immer sicher sein und sich bewusster auf den Lenkvorgang konzentrieren.

Die unterschiedlichen Funktionsweisen moderner Bergabfahrhilfen

Vor allem die Hersteller von SUV und offroad-tauglichen Fahrzeuge nutzen die Bergabfahrhilfe in ihren Fahrzeugen. Die Funktionsweise basiert dabei auf unterschiedlichen Konzepten.

  • Erweiterung des bestehenden ESP durch Softwaremodifikation
  • Motorbremse durch Nutzen des Motorschleppmoments
  • Effektives Zusammenspiel beider Methoden

Die Bergabfahrhilfe ist ein Fahrassistenzsystem, das in den meisten Fällen vom Fahrer des Fahrzeugs bewusst aktiviert werden muss. Die Hersteller nutzen, wie üblich, eigene Namen und Kennzeichnungen für ihre Systeme, die es auch zur Nachrüstung gibt. Volvo, mit Sitz im schwedischen Göteborg, spricht so zum Beispiel von Hill Descent Control (HDC) während Skoda die Funktion zur Regelung der Geschwindigkeit in die Offroad-Funktion integriert.

Der aktive Eingriff in den Bremsvorgang bei der Bergabfahrhilfe

Aktiviert der Fahrer die Bergabfahrhilfe des SUVs, so kann das wie ein genau abgestimmtes Eingreifen des ESP, des Tempomaten und der Motorbremse im Zusammenspiel betrachtet werden. Die Funktionsweise des ESP sorgt für eine Verlagerung der Bremskraft auf die vordere Achse, was zu mehr Stabilität und sicherem Lenken führt – auch bei Offroad-Fahrten. Auf die heruntergeregelte Geschwindigkeit kann, wie beim Benutzen des Tempomats, mit der Betätigung der Bremse oder des Gaspedals Einfluss genommen werden. Der Fahrer kann damit auf geänderte Situationen im Straßenverkehr reagieren.

Ist die Bergabfahrhilfe aktiviert, so muss der Fahrer die Bremse nicht betätigen, die Geschwindigkeit wird konstant gehalten. Dazu werden das ESP und das Untersetzungsgetriebe genutzt, das die Drehzahl des Motors bewusst herunterregelt. Das Fahrassistenzsystem, das es auch zur Nachrüstung gibt, zeigt aufgrund der präzisen Nutzung des ESP vor allem bei rutschigen Untergründen seine Stärken. Dadurch, dass sich der Fahrer ausschließlich auf den Lenkvorgang konzentrieren kann, werden die Sicherheit und die Fahrstabilität erheblich erhöht.

Die Nachrüstung einer Bergabfahrhilfe beim SUV oder einem Offroad-Fahrzeug

Beinahe jeder modere Neuwagen wird heute serienmäßig mit praktischen Fahrassistenzsystem ausgeliefert. Vor allem bei der Gattung SUV werden Systeme verbaut, die nicht nur in der Stadt, sondern auch offroad Unterstützung bieten. Vor allem auf höherem Gras oder bei Schnee kann eine Bergabfahrhilfe Sinn ergeben. Die Bremsen werden automatisch betätigt und der Fahrer kann sich voll und ganz auf das Lenken konzentrieren. Wer das System nachträglich zur Erhöhung der Sicherheit einbauen möchte, der muss in vielen Fällen enttäuscht werden. Nur bei Fahrzeugen, bei denen das Untersetzungsgetriebe bereits dementsprechend konfiguriert ist, lässt sich eine Nachrüstung durchführen. Zumeist wird dazu in die bereits integrierte Software des Fahrzeugs eingegriffen und die entsprechende Funktionsweise des Fahrassistenzsystem wird freigeschaltet. Besteht diese Option nicht, so sollte bereits vor dem Kauf genau überlegt werden, ob die Fahrstabilitätshilfe für Fahrten offroad benötigt wird, oder nicht.

Von David Oswald

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare