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Rote Ampel überfahren: Bei drei Ausnahmen ist das erlaubt

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Von: Jessica Jung

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Wer über eine rote Ampel fährt, muss Bußgeld zahlen. Doch in drei Ausnahmefällen ist es erlaubt.

Dortmund – Das Überqueren einer roten Ampel ist nicht nur gefährlich, sondern auch verboten. Wer sich nicht an das Gesetz hält, muss nach Angaben des Bußgeldkataloges mit einer Strafzahlung von 90 Euro rechnen. Doch in seltenen Fällen ist das Überqueren der Straße bei Rot tatsächlich erlaubt, wie RUHR24 berichtet.

ObjektAmpel
Offizielle BezeichnungWechsellichtzeichen
FunktionOrdnet den Verkehr durch gesteuerte Lichtsignale

Rote Ampel: In diesen drei besonderen Fällen dürfen Autofahrer trotzdem die Straße überqueren

Schon im Kindheitsalter wird den Meisten beigebracht, dass an einer roten Ampel unbedingt gehalten werden muss. Doch auch bei Gelb ist es ratsam, stehenzubleiben. Ansonsten kommt es im schlimmsten Fall zu Unfällen und Strafen. Doch nach Angaben des Straßenverkehrsamts ist keine Regel ohne Ausnahme – auch nicht die Regel, dass man bei Rot halten sollte.

Eine Ausnahme gilt unter anderem für den Fall, dass sich Rettungs- oder Polizeiwagen mit Blaulicht und Martinshorn nähern. Dann sind alle anderen Verkehrsteilnehmer dazu verpflichtet, ihnen sofort den Weg freizuräumen. Um ihnen Platz zu machen, dürfen Autofahrer bei Rot die Haltelinie überfahren.

Hinter der Linie sollten sie allerdings halten, und auf die nächste Grünphase warten. Alternativ können sie auch vorsichtig wieder zurückfahren, nachdem der Einsatzwagen vorbeigefahren ist.

Bei roter Ampel fahren: Licht springt nicht mehr auf Grün – so sollten Autofahrer reagieren

Von einer kaputten Ampel lassen sich einige Menschen verunsichern. Springt das Licht nach längerem Warten nicht mehr auf Gelb zurück, können Fahrer vorsichtig mit ihrem Auto auf die Kreuzung fahren. Wie lange an einem defekten Wechsellichtzeichen gehalten werden muss, steht allerdings nicht fest. Gerichtsurteilen aus der Vergangenheit zufolge, verhalten sich Personen jedoch richtig, wenn sie an einer kaputten Ampel zwischen drei und fünf Minuten warten.

Auch bei einem grünen Pfeil neben dem roten Ampellicht ist das Überqueren bei Rot erlaubt. Der Fahrer sollte in diesem Fall aber trotzdem an der Haltelinie stoppen, um sich zu vergewissern, dass keine anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet werden. Wer nicht hält, muss mit einer Strafe von 70 bis 150 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Darauf kann ganz einfach verzichtet werden, zumal es ohnehin in diesem Jahr teuer für PKW-Fahrer wird.

Bei roter Ampel fahren: Wenn Autofahrer aufgrund von zu tief stehender Sonnen nichts erkennen

Auch bei Blendungen der Sonne wissen einige Autofahrer nicht so recht, wie sie sich verhalten sollen. Denn die Ampelphase ist dann meist nicht eindeutig zu erkennen. Wenn andere Verkehrsteilnehmer dann noch anfangen zu hupen, kann es zur Nervosität kommen, und schnell gefährlich werden. Deshalb sollte sich für die Entscheidung loszufahren Zeit genommen werden.

Ampel Auto rot Verkehr Straße
Wer eine rote Ampel überquert, muss normalerweise tief in die Tasche greifen. © Stefan Sauer/DPA; Collage: RUHR24

Wenn die Ampel im Nachhinein doch Rot war, wird meist kein Fahrverbot ausgesprochen, obwohl es sich um einen Rotlichtverstoß handelt. Trotzdem kann es vorteilhaft sein, sich den Tag und die Uhrzeit zu merken oder zu notieren. *RUHR24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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