Stressfrei in die Ferien

Autofahrt in den Urlaub: So kommen Sie auch mit Kindern entspannt ans Ziel

  • Sebastian Oppenheimer
    vonSebastian Oppenheimer
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„Wann sind wir endlich da?“ Wer mit Kindern im Auto in den Urlaub fährt, kennt diese Frage nur allzu gut. Damit für alle Reisenden die richtige Antwort gefunden werden kann, gibt der ACE, Deutschlands zweitgrößter Autoclub, Tipps für eine stressfreie Fahrt in den Urlaub.

  • Die Fahrt an den Urlaubsort – und auch von dort wieder zurück – sollten gerade Familien gut planen
  • Oberste Priorität hat die Sicherheit der Kinder im Auto
  • Um stressfrei anzukommen, sollte man aber noch einige weitere Dinge beachten

München – Auf den Urlaub freut sich wohl jeder – auf die Autofahrt ans Ziel dagegen wohl nur die wenigsten: Gerade Familien mit mehreren Kindern wissen, dass die Reise an den Urlaubsort ganz schön an den Nerven zehren kann. Hier sind einige Tipps, damit die Ferien-Stimmung nicht schon auf der Fahrt ins Negative kippt. Schließlich muss der Fahrer ohnehin schon genug beachten, wie etwa die allgemeinen Verkehrsregeln im Ausland oder die dortigen Tempolimits.

Mit dem Auto in den Urlaub: Sicherheit der Kinder hat oberste Prioriät

Bis zu einer Körpergröße von 149 Zentimetern und/oder bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr müssen Kinder bei allen Autofahrten mit einem geeigneten Kinder-Rückhaltesystem gesichert werden. Bei längeren Fahrten empfiehlt sich ein gut gepolsterter Sitz (Stiftung Warentest testet Kindersitze: Ein Sitz ist „sehr gut“, aber auch nicht billig), in dem Kinder gut schlafen können.

Die Sicherheit der Kinder hat bei einer Autofahrt in der Urlaub oberste Priorität.

Im Sommer kann dieser mit einem hitzeausgleichenden Stoff bezogen werden. Spezielle Gurtschoner können Reiben auf der Haut verhindern. Auch sollte an den hinteren Türen die Kindersicherung aktiviert und die Fenstersperre eingestellt sein, damit das Kind weder Tür noch Fenster während der Fahrt selbständig öffnen kann. Der ACE rät dringend, darauf zu achten, dass Kinder das Auto ausschließlich über die Beifahrerseite und nicht in Richtung des fließenden Verkehrs verlassen.

Autofahrt in den Urlaub: Gerade mit Kindern genügend Pausen einplanen

Manchen Kindern und Mitfahrenden wird auf der Rückbank im Auto übel. Daher sollten alle Reisenden weder nüchtern noch mit zu vollem Magen aufbrechen, stets für frische Luft und ausreichend Pausen sorgen. Wem als Mitfahrerin oder Mitfahrer beim Autofahren übel wird, der sollte einen möglichst unbeweglichen Punkt am Horizont fixieren, dann beruhigt sich der Magen in der Regel wieder.

Ein Stau ist auf Urlaubsfahrten mit dem Auto leider nicht gerade selten.

Die Reise sollte bereits im Vorfeld so geplant werden, dass Babys und Kleinkinder möglichst in ihrem Rhythmus bleiben. Für den Start einer längeren Autoreise kann es sinnvoll sein, bereits sehr früh loszufahren, da die Straßen meist leerer sind und Kinder weiterschlafen können. Pauschal ist es empfehlenswert, nicht deutlich mehr als fünf Stunden einem Tag zu fahren und immer ausreichend Pausen zu machen.

Mit dem Auto in den Urlaub: Genügend Getränke für die Kinder einpacken

Nicht hungrig, aber auch nicht mit einem zu vollen Magen starten. Für den kleinen Hunger zwischendurch sind gesunde, leichte Snacks wie Obst und Gemüse ratsam. Ganz wichtig: Regelmäßig und ausreichend trinken, am besten Wasser oder Tee.

Ausreichend Getränke sind auf einer langen Autofahrt im Sommer unverzichtbar.

Trotz Vorfreude langweilt sich über kurz oder lang jedes Kind. Abhilfe schaffen hier neben den Klassikern wie Radio, Hörbücher, Bücher, Musik auch gemeinsame Ratespiele, um so alle Mitreisenden zu aktivieren. Und ganz wichtig: Die liebsten Kuscheltiere müssen eingepackt werden.

Urlaubsreise mit dem Auto: Weder Kinder noch Tiere allein im Fahrzeug zurücklassen

Der ACE weist eindringlich darauf hin, dass weder Kinder noch Tiere allein im Fahrzeug zurückgelassen werden dürfen. Im Sommer drohen durch Hitze schnell erhebliche Gefahren durch Dehydrierung und Hitzschlag. Dies gilt auch bei moderaten Temperaturen, denn der Innenraum heizt sich sehr schnell auf. Sich selbst überlassene Kinder können unter Umständen auch auf gefährliche Ideen kommen und sich und andere gefährden.

Um eine Erhitzung des Innenraums zu vermeiden, sollte während der Pausen das Fahrzeug im Schatten stehen. Falls dies nicht möglich ist, empfiehlt der ACE, die Armaturen mit einem hellen Baumwolltuch abzudecken, um Lenkrad und Cockpit vor der direkten Sonneneinstrahlung zu schützen. Kinder und Mitreisende auf der Rückbank können gut mit einer Folie, die auf den Seitenscheiben angebracht wird, oder mobilen Sonnenschutzmatten geschützt werden.

Auch wenn es sehr heiß ist und die Klimaanlage angenehm kühlt, sollte die Temperaturdifferenz zwischen Innen und Außen 6 Grad Celsius nicht überschreiten. Der Luftstrom sollte nicht direkt auf Körperregionen gerichtet sein, um Erkältungskrankheiten und Abkühlung des Körpers durch Zug zu vermeiden (Mit Material von mid).

Rubriklistenbild: © Lino Mirgeler/dpa

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