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Unterbodenwäsche? Lohnt sich nur in einem Fall – sagt ein Experte

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Von: Sebastian Oppenheimer

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In Autowaschanlagen wird in der Regel auch eine Unterbodenwäsche angeboten – doch die braucht es nur selten, sagt ein Experte. Im Gegenteil: Sie könne sogar schaden.

München – Im Frühjahr zieht es die Menschen nicht nur in die Natur, sondern auch vermehrt in die Waschanlage – denn oft wird die Fahrzeugpflege im Winter etwas vernachlässigt. Und weil mit den ersten Sonnenstrahlenstrahlen auch meist die Laune steigt, ist der ein oder andere Autobesitzer vielleicht auch bereit, etwas mehr Geld für eine Spezialwäsche auszugeben. Zum Beispiel für eine Unterbodenreinigung. Doch ein Experte sagt: Eigentlich braucht es die nur in einem Fall.

Ein Auto in einer Waschanlage (Symbolbild)
Eine Unterbodenwäsche ist laut einem KÜS-Experten nur sehr selten nötig. (Symbolbild) © Shotshop/Imago

Unterbodenwäsche? Lohnt sich nur in einem Fall – sagt ein Experte

Generell stellt sich die Frage: Wie oft muss ein Auto eigentlich in die Waschanlage? Thomas Schuster, Autoexperte der Sachverständigenorganisation KÜS sagt: „Weniger ist mehr“. Sicher: Vogelkot, Insektenreste, Baumharz und anderer hartnäckiger Schmutz sollte zwar immer möglichst zügig entfernt werden, damit er den Lack nicht angreift – zuletzt hatte der „Blutregen“ die Autofahrer in die Waschanlagen getrieben.

Unterbodenwäsche? Im Normalfall reicht eine Fahrt durch den Regen

Normalen Alltagsdreck spüle aber häufig schon der Regen weg, so der Fachmann. Entscheidend für die Häufigkeit der Wäsche seien weniger technische Überlegungen als das persönliche Sauberkeitsempfinden. Nicht jeder Autobesitzer mag eben eine derart extreme Staubschicht, wie auf diesem  Lamborghini Huracán Performante. Übrigens: Laut einer Studie sind vor allem Innenräume von Autos oft wahre Bakterienschleudern.

Unterbodenwäsche kann laut einem Experten dem Auto sogar schaden

Auch die Unterbodenreinigung könne man im Allgemeinen laut dem Experten ruhig dem Regen überlassen. Eine Fahrt über nasse Straßen entferne ebenfalls Schmutz und Schlamm vom Unterboden. Das maschinelle Zusatzprogramm könne man sich dann meist sparen. Im schlechtesten Fall könne es sogar mehr schaden als nutzen. Weil das Wasser in der Regel mit mehr oder weniger starkem Druck versprüht wird, kann es an die Elektronik oder andere empfindliche Teile des Fahrzeugs gelangen.

Unterbodenwäsche – nach dem Winter absolut sinnnvoll

Dennoch gibt es eine Situation, in der eine Unterbodenwäsche laut dem Experten jedoch absolut sinnvoll sein kann: Nach dem Winter. Denn dann könne ein solches Programm Streusalzreste entfernen, die Korrosion verursachen. Neuere Autos seien ab Werk bereits gut gegen Rost geschützt, ältere, rostempfindlichere Fahrzeuge könnten aber davon profitieren. Beispielsweise auch Liebhaberfahrzeuge, die ansonsten bei regennasser Straße nicht gefahren werden.

Allerdings sollte man im Zweifel nachfragen, ob für die Reinigung Brauchwasser genutzt wird. Dieses ist im Winter oder kurz danach besonders salzhaltig und verschlimmert die Situation unter dem Fahrzeugboden eher noch. Wer ernsthaft Angst vor Korrosion hat, sollte sich überlegen, den Unterboden lieber mit Konservierungswachsen behandeln zu lassen. (Mit Material von SP-X)

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