Richtig reagieren

Experten warnen: Sommergewitter im Anmarsch – das sollten Autofahrer jetzt tun

Ein Auto fährt auf einer Landstraße während eines Gewitters.
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Im Sommer kann das Wetter schnell umschlagen. Jetzt heißt es runter vom Gas.
  • Jasmin Pospiech
    vonJasmin Pospiech
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Blitze, Donner und heftiger Regen: Im Hochsommer können Autofahrer auf Autobahn oder Landstraße urplötzlich von einem Sommergewitter überrascht werden. Was dann zu tun ist ...

  • Autofahrer sollten während eines Sommergewitters ein paar Regeln beachten
  • Bei Aquaplaning-Gefahr ist vor allem eine Sache wichtig
  • Im Falle eines Unfalls oder Schäden greift im Regelfall die Teilkaskoversicherung

München – Ruhig zu bleiben ist das Wichtigste, das Autofahrer beachten sollten, wenn sie überraschend in ein Sommergewitter geraten. Wenn prasselnder Regen, Blitze und Donner dazukommen, kann es ziemlich unangenehm auf Autobahn oder Landstraße werden. Das gilt besonders im Juli und August, wenn die Witterung innerhalb weniger Minuten umschlagen kann.

Sommergewitter beim Autofahren: So sollten Sie jetzt reagieren

Wenn sich dann große Wassermassen über die Straße wälzen, wird das Autofahren mühsam. Einerseits ist die Sicht erschwert, andererseits herrscht Aquaplaning-Gefahr. (Video: Lkw fährt auf Autobahn – der Fahrer sieht rein gar nichts)

Letztere besteht besonders dann, wenn die Straße uneben ist oder ungleiche Höhen aufweist. Beim Durchfahren wird das Wasser nicht mehr ausreichend verdrängt. Das Auto schwimmt auf und ist nur noch schwer zu beherrschen. Autofahrer sollten dann vor allem das Lenkrad ruhig halten. Bei abruptem Lenken oder Bremsen kann es sonst passieren, dass Sie die Kontrolle über Ihren Wagen verlieren. (Video: SUV kann sich an Mautstation nicht für Spur entscheiden – dann passiert DAS)

Ist die Gischt vom Vordermann zu stark, empfiehlt es sich, den Sicherheitsabstand zu vergrößern und generell die Geschwindigkeit zu drosseln sowie Spurrillen zu vermeiden. Darüber hinaus sollten Sie das Licht am Fahrzeug einschalten, und zwar zusätzlich zum Tagfahrlicht. Wird der Regen zu heftig und ist die Weiterfahrt nicht mehr möglich, sollten Sie am besten rechts ranfahren oder einen Rastplatz ansteuern. Gut zu wissen: In Extremwetterlagen ist es Ihnen auch erlaubt, im Notfall den Seitenstreifen zum Anhalten zu benutzen. Wenn es zudem stark stürmt, empfiehlt es sich ohnehin, rechts ranzufahren bzw. einen Parkplatz aufzusuchen, um nicht von umherfliegenden Ästen & Co. getroffen zu werden.

Blitz ins Auto eingeschlagen? Insassen nicht in Gefahr

Blitze können Ihrem Auto erst mal wenig anhaben – gemäß dem Prinzips des „Faradayschen Käfigs“ sind Sie im Auto vor einem Blitz sehr sicher. Die Elektrizität wird über die Metallstruktur der Karosserie in den Boden geleitet, ohne dass die Insassen in Gefahr geraten. Da Blitz und Donner sehr laut sein können, ist es für besonders schreckhafte Autofahrer allerdings ratsam, einen sicheren Parkplatz aufzusuchen und dort abzuwarten, bis das Gröbste vorbei ist.

Auto im Sommergewitter: Wer zahlt den möglichen Schaden?

Fährt vor Ihnen außerdem ein Lkw oder andere größere Autos dürfen Sie nicht die starken Seitenwinde außer Acht lassen, die aufkommen könnten. Das gilt vor allem für brenzlige Situationen wie zum Beispiel das Überqueren einer Brücke. (Video: Alter 5er BMW fliegt 16 Meter tief in Parkhausschnecke – „wie konnte das ...?“) Deshalb warnen Experten davor, solche Fahrzeuge bei Sturm zu überholen.

Doch was tun, wenn das Auto durch das Gewitter extremen Schaden gelitten hat? Dieser wird im Regelfall durch die Kfz-Teilkaskoversicherung abgedeckt. Um sicherzugehen, informieren Sie sich darüber bei Ihrem Versicherungsvertreter. (Mit Material von SpotPress)

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