Corona-Konjunkturpaket

Mehrwertsteuersenkung beim Autokauf: Nur wer dieses Datum beachtet, spart Geld

  • Sebastian Oppenheimer
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Ab Juli und bis Jahresende gilt eine reduzierte Mehrwertsteuer, um die durch die Corona-Krise ins Stottern geratene Wirtschaft anzukurbeln. Autokäufer sollten das und eventuelle Fallen bedenken.

  • Das Corona-Konjunkturpaket der Bundesregierung soll vor allem auch der Autoindustrie helfen
  • Die von 1. Juli bis 31. Dezember dieses Jahres reduzierte Mehrwertsteuer ist eine von vielen Maßnahmen
  • Wer beim Autokauf von der befristeten Mehrwertsteuersenkung profitieren will, sollte einige Fallstricke beachten

Berlin – Ein dickes Konjunkturpaket der Bundesregierung soll die durch die Corona-Krise stark geschwächte Wirtschaft wieder in Fahrt bringen, vor allem die schwer getroffene Automobilindustrie. Unter anderem wurde die Kaufprämie für Elektroautos und Plug-in-Hybride deutlich erhöht – eine Maßnahme, die offenbar bereits auch Wirkung zeigt (Extreme Nachfrage: Bestellstopp für Mercedes A 250e und Smart-EQ-Modelle). Ein weiterer Schritt, um Autohändlern und -herstellern wieder auf die Beine zu helfen, ist nun eine befristete Mehrwehrtsteuersenkung von 19 auf 16 Prozent.

Mehrwehrtsteuersenkung: Beim Autokauf unbedingt auf dieses Datum achten

Doch Vorsicht: Wer beim Autokauf von der bis Jahresende gesenkten Mehrwertsteuer profitieren will, sollte auf das Auslieferungsdatum achten. Der reduzierte Satz gilt laut dem Bund der Steuerzahler (BdSt) nur, wenn der Neuwagen zwischen dem 1. Juli und 31. Dezember auch wirklich beim Kunden steht.

Wann das Fahrzeug bestellt wurde spielt dagegen keine Rolle. Auch das Datum der Rechnung ist dem Verband zufolge nicht entscheidend. Neuwagen sind längst nicht immer sofort lieferbar, im Schnitt beträgt die Lieferfrist rund drei Monate, bei Elektroautos (Chang Li Freeman: So fährt das billigste Elektroauto der Welt) und besonders gefragten Modellen kann sie auch deutlich länger ausfallen.

Wer beim Autokauf von der gesenkten Mehrwertsteuer profitieren will, sollte einige Fallstricke beachten.

Wer den Kaufvertrag schon vor dem 1. März 2020 unterschrieben hat, profitiert könnte hingegen von der reduzierten Umsatzsteuer profitieren. Wird die Leistung ab dem 1. Juli erbracht, muss der Steuersatz angepasst werden. Nach Paragraph 29 UStG hat der Kunde bei diesen (Alt-) Verträgen laut Steuerzahlerbund zudem einen zivilrechtlichen Anspruch darauf, dass sich auch der Endpreis für ihn reduziert. Es sei denn, diese Klausel wurde im Vertrag ausgeschlossen.

Reduzierte Mehrwertsteuer: Verhandeln kann sich beim Autokauf trotzdem lohnen

Autokäufer, die einen Vertrag erst im März oder später abgeschlossen haben, das Fahrzeug aber erst im Juli oder später geliefert bekommen, profitieren hingegen nicht automatisch vom Corona-Hilfspaket. Zwar wird auch dort mit der neuen Umsatzsteuer abgerechnet, der Autohändler ist aber nicht verpflichtet, den damals vereinbarten Endpreis zu reduzieren. Gebe der Händler den Rabatt nicht freiwillig weiter, bleibe der Steuersatzvorteil bei ihm, so der Bund der Steuerzahler.

Generell gilt beim Autokauf aber: Verhandeln kann sich lohnen. So lässt sich unter anderem auch für spät ausgelieferte Fahrzeuge ein Zusatzrabatt in Höhe der Mehrwertsteuer-Reduzierung aushandeln. Ebenso könnten Händler zur Steigerung der Kundenzufriedenheit bereit sein, den vor Inkrafttreten der Senkung vereinbaren Endpreis um die Steuerdifferenz zu reduzieren (Mit Material von SP-X).

Rubriklistenbild: © SP-X

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