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Elektroauto am Ladekabel blockiert: Dieser Trick hilft sicher

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Von: Marcus Efler

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Das Laden eines Elektroautos ist im Wortsinne eine spannende Angelegenheit. Selbst am Schluss kann es klemmen – und zwar am Stecker. So löst man ihn sicher.

München – Einer der wichtigsten Unterschiede des Elektroautos zum Verbrenner: Der Nachschub von Energie ist komplizierter. Und zwar deutlich. Während der Autofahrer im Benziner oder Diesel nur die richtige Säule an der Tankstelle ansteuern muss (selbst das schafft nicht jeder), dann den Zapfhahn reinhängt, abdrückt und am Schluss leider sehr viel bezahlt, ist das Laden von Strom ein Hightech-Vorgang.

Elektroauto am Ladekabel blockiert: Dieser Trick hilft immer

Denn hat der Elektromobilist erst mal eine öffentliche Stromstation gefunden, die seinen Stromer zum akzeptablen Tarif einigermaßen zügig laden würde und auch seine Karte akzeptiert, ist die Angelegenheit noch lange nicht gesichert. Denn sobald das Kabel das Auto mit der Säule verbunden hat und dort mechanisch verriegelt ist, kommunizieren die beiden miteinander. Schauen, ob alles passt: eine Art technisches Tinder-Date an der Tankstelle. Dann erst geht es los, und der Strom fließt.

Der Akku füllt sich also, zuerst schneller, dann immer langsamer. Aber selbst dann ist die Sache noch nicht sicher. Denn es lauert etwas, das mancher unterschätzt: Die Trennung.

Elektroauto am Ladekabel blockiert: Oft ist die Säule schuld

Tatsächlich kommt es immer wieder vor, dass ein Teil nicht loslassen will. Das Auto oder die Säule. Oft ist es die Säule – auch und vor allem an Gleichstrom-Schnellladern, an denen das Kabel fest angeschlagen ist. Der Autofahrer zerrt und zieht am Stecker, aber nichts geht. Einmal, gerne auch mehrmals Auto ver- und wieder entriegeln hilft oft, aber nicht immer. Auf dem Bedienfeld der Säule herumtippen bringt meistens noch weniger.

Ein Ladekabel steckt in der Ladebuchse eines E-Autos (Symbolbild)
Gefangen am Stecker: Nicht immer lässt sich das Kabel nach dem Landen problemlos lösen. (Symbolbild) © Hendrik Schmidt/dpa

Also Anruf beim Pannendienst des Autoherstellers. Der verweist meistens auf den Betreiber der Säule. Also Anruf bei dessen Hotline. Der freundliche Mitarbeiter fragt nach der Nummer des Ladepunktes und versucht von seinem Arbeitsplatz aus, der Säule klarzumachen, dass es vorbei ist. Sie den Stecker am Auto also freigeben soll. Hilft das alles nicht, führt er aus der Ferne ein Reset durch.

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Klemmt der Stecker danach noch immer, breitet sich Ratlosigkeit aus. Jetzt hilft nur noch ein Trick, den leider nicht mal jeder Pannendienstler oder Hotline-Helfer kennt, und mancher Autofahrer schon gar nicht: Der Griff zur Not-Entriegelung. Einmal ziehen, es klackt leise, der Stecker ist frei.

Ladestecker-Notentriegelung im Kofferraum des Hyundai Ioniq 5.
Gut versteckt: Notentriegelung im Kofferraum des Hyundai Ioniq 5. © Marcus Efler

Elektroauto am Ladekabel blockiert: Notentriegelung als letzter Ausweg

Die Notentriegelung ist in den meisten elektrischen Automodellen gut versteckt (beim Hyundai Ioniq 5 etwa an der rechten Seitenwand im Kofferraum), und nicht einmal in allen Bedienungsanleitungen leicht auffindbar vermerkt. Schließlich wollen die Autohersteller, dass der komplexe Ladevorgang korrekt abgeschlossen wird. Tatsächlich ist die mechanische Zwangsentriegelung der letzte Ausweg, wenn sonst gar nichts mehr geht.

Trotzdem sollte sich jeder Stromer-Fahrer vorsichtshalber darüber informieren, wo sie sitzt. Die Bedienungsanleitung durchblättern, das Auto absuchen (guter Tipp: Kofferraum), den Händler fragen, Google-Foren befragen: Irgendwo sitzt sie, die Rettung vor einem verklemmten Stecker.

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