28.132 Autos futsch

Autodiebe verursachen Schäden in Millionenhöhe – so schützen Sie Ihr Fahrzeug

Ein durch seine Kapuze unkenntlicher Mann versucht, ein Auto aufzubrechen. (Symbolbild)
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28.132 Autos wurden im Jahr 2019 gestohlenen. Damit sank die Zahl der Kfz-Diebstähle erneut – die verursachten Schäden sind allerdings immens. (Symbolbild)
  • Christian Schulz
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Die gute Nachricht zuerst: Die Zahl der Kfz-Diebstähle ist 2019 gesunken. Die schlechte: Die Menge an gestohlenen Autos ist nach wie vor riesig – und die von Langfingern verursachten Schäden betragen Hunderte von Millionen Euro. So können Sie Ihr Auto schützen.

München – Den Kfz-Versicherern in Deutschland entstand durch entwendete Fahrzeuge nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ein Schaden von fast 280 Millionen Euro. Denn bei rund der Hälfte der 28.132 gestohlenen Autos handelte es sich um kaskoversicherte Pkw. Auf den persönlichen Schadenfreiheitsrabatt hat ein Autodiebstahl übrigens keinen Einfluss, wie der GDV betont. Laut Statistik zahlten die Versicherer ihren Kunden für jeden Kfz-Diebstahl 2019 im Durchschnitt über 19.600 Euro.

Autodiebe verursachen Schäden in Millionenhöhe – so schützen Sie Ihr Fahrzeug

Besonders beliebt bei Autodieben sind der Kriminalstatistik zufolge SUV. Von dieser Fahrzeuggattung sind gleich sechs unter den zehn am häufigsten gestohlenen Modellreihen zu finden. Insgesamt am meisten gestohlen werden der BMW X6, der Range Rover Velar der Mazda CX5 und der Toyota Lexus CT200h. (Frau zündet eigenes Auto an – nicht zu fassen, wem sie’s in die Schuhe schieben will)

Generell stehen neben den SUV auch hochwertige Pkw und Kleintransporter im Fokus der Kriminellen. Die beliebtesten Marken beim Autoklau sind wenig überraschend die deutschen Marken Volkswagen, Audi, BMW und Mercedes-Benz. (Meistgeklaute Autos in Deutschland: Die Plätze 5 und 8 überraschen)

Die Top 7 der 2019 gestohlenen Pkw nach Marken:

  • Volkswagen: 2.589 gestohlene Fahrzeuge
  • Audi: 1.807 gestohlene Fahrzeuge
  • BMW (inklusive Mini): 1.676 gestohlene Fahrzeuge
  • Mercedes-Benz: 1.495 gestohlene Fahrzeuge
  • Mazda: 987 gestohlene Fahrzeuge
  • Ford: 902 gestohlene Fahrzeuge
  • Toyota: 874 gestohlene Fahrzeuge

Eine deutliche Verschiebung registrierten die GDV-Statistiker beim Alter der gestohlenen Pkw: Die Diebe entwendeten weniger Neuwagen und dafür mehr Fahrzeuge, die zwischen zwei und drei Jahre alt waren. Laut Kriminalpolizei haben Autodiebe inzwischen zudem vermehrt Interesse an Old- und Youngtimern. (Mobile Alarmanlage: Sicherheit zum Nachrüsten für Oldtimer und Wohnmobile)

Am häufigsten machten sich Autodiebe an SUV zu schaffen – leider zu oft erfolgreich. (Symbolbild)

Autodiebe verursachen Schäden in Millionenhöhe – diese Tipps gibt die Polizei

Um sich gegen die Ganoven zu schützen, rät die Kriminalpolizei, hochwertige Fahrzeuge wenn möglich nicht am Straßenrand oder in ungesicherten Carports zu parken. Stattdessen gehörten solche Gefährte in eine abschließbare Garage. Mindestens sollten die Autos oder Motorräder aber in gut beleuchteten und belebten Straßen abgestellt werden. (Dreister Porsche-Klau in Köln: Besitzer setzt üppige Belohnung aus, wenn ...)

Es empfiehlt sich ebenfalls, das Dach eines Cabrios zu schließen. Vor dem Verlassen des Autos ist zudem immer der Zündschlüssel abzuziehen – auch bei kurzer Abwesenheit. Denn nur so wird die Wegfahrsperre aktiviert. (Keyless-Systeme: Nur diese Modelle bieten Sicherheit vor Diebstahl)

Autodiebe verursachen Schäden in Millionenhöhe – machen Sie es ihnen nicht einfacher als nötig

Aus Sicherheitsgründen verbietet es sich, Ersatzschlüssel am oder im Fahrzeug zu verstecken. Denn die Diebe kennen dank ihrer Routine selbst die cleversten Geheimfächer. Und die Rechtsprechung wertet das Zurücklassen eines Zweitschlüssels im Fahrzeug als grobe Fahrlässigkeit, die den Versicherer im Falle eines Diebstahls sogar von der Leistung befreit. (Dieb klaut Auto samt Therapiehündin „Charlotte“ – so herzergreifend war das Wiedersehen)

Bei modernen Fahrzeugen mit Funk-Schließsystemen sollten die Besitzer ebenfalls darauf achten, den Schlüssel nie in der Nähe von Haus- oder Wohnungstür abzulegen. Denn technisch versierte Diebe tricksen längst auch solche Anlagen aus, indem sie das von dem elektronischen Schlüssel ausgesandte Signal verlängern, auslesen und damit dann das Fahrzeug öffnen sowie Alarmanlage und Wegfahrsperre deaktivieren. Und schon ist auch dieses Fahrzeug futsch. (Mit Material vom mid)

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