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VW-Fahrer fährt erstmals Tesla und zieht eindeutiges Fazit – „Ich weiß nicht, was ich erwartet hatte“

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Von: Julian Baumann

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Der Fahrer eines ID.3 von Volkswagen überlegt, sich einen Tesla zuzulegen. Nach einer Testfahrt im Model 3 Performance zieht er ein deutliches Fazit.

„Wer einmal elektrisch gefahren ist, will nie mehr zurück“, sagte der scheidende VW-Boss Herbert Diess (63) vor wenigen Monaten. Wer sich für ein E-Auto entschieden hat, kann aber natürlich noch immer den Hersteller wechseln, da inzwischen nahezu alle Autobauer der Welt vollelektrische Modelle anbieten.

VW-Fahrer fährt erstmals Tesla und zieht eindeutiges Fazit – „Ich weiß nicht, was ich erwartet hatte“

Ein Tesla-Fan stieg beispielsweise auf ein deutsches E-Auto um. Von dem Audi e-tron zeigte er sich bereits nach einer Woche in einem Forum sehr überzeugt. Ein britischer Autofahrer wagte nun einen gegenteiligen Versuch und stieg von einem deutschen E-Auto auf ein Tesla-Modell um.

Wie Alex Gillon in einem YouTube-Video seines Kanals „EV Driver“ erklärt, ist er eineinhalb Jahre den ID.3 von Volkswagen gefahren und war von dem deutschen E-Auto auch durchaus überzeugt. Anfang August habe er sich dann aber nach etwas Neuem umgeschaut. Seine Wahl fiel schließlich auf das derzeit meistverkaufte Elektroauto überhaupt, das Tesla Model 3. „Ich habe dieses Auto spontan ausgeliehen und werde es mit meinem VW ID.3 vergleichen“, sagt er zu Beginn des Videos. Sein Fazit zum Modell des Unternehmens von Multimilliardär Elon Musk (51) fällt mehr als eindeutig aus, weiß bw24.de.

VW-Fahrer von Beschleunigung des Tesla-Modells überrascht - „Oh mein Gott“

„Da das nicht das erste Mal ist, dass ich ein E-Auto fahre, wird mir vieles bekannt vorkommen“, sagt Alex Gillon am Steuer des Tesla Model 3 Performance. Woran der Brite als Fahrer eines E-Autos von VW bereits gewohnt ist, ist beispielsweise die „Ruhe“ des Autos, wie er erklärt. „Ich freue mich darauf, den Fuß aufs Gaspedal zu legen und zu schauen, was dieses Ding leisten kann.“ Der ID.3 von Volkswagen war das erste reine E-Auto der Wolfsburger überhaupt und mit einer Beschleunigung von null auf 100 Kilometer pro Stunde in sieben bis acht Sekunden wahrlich keine Rakete und will auch keine sein.

Alex Dillon vom Youtube-Kanal EV Driver am Steuer eines Tesla Model 3 Perfomance.
VW-Fahrer Alex Gillon ist zum ersten Mal Tesla gefahren. Vom Model 3 Perfomance hatte er eine klare Meinung. © Screenshot: Youtube/EV Driver

Deshalb ist VW-Fahrer Alex Gillon auch von der Beschleunigung des Tesla Model 3 überrascht, als er erstmals die Gelegenheit bekommt, das Fahrpedal durchzutreten. „Oh mein Gott“, entfährt es ihm, während er sichtlich in den Sitz des E-Autos gedrückt wird. „Ich weiß nicht, wie ich das in Worte fassen soll, aber mein Gesicht hat gerade glaube ich alles gesagt.“ Er habe erwartet, dass der US-Stromer schnell sein werde und habe auch bereits zuvor in schnellen Autos gesessen. „Aber das war umwerfend. Ich weiß nicht, was ich erwartet hatte, aber das war es mit Sicherheit nicht.“

Die Beschleunigung ist allerdings nicht der einzige Punkt, der den Briten vom Tesla überzeugt. Auch das automatische Abbremsen vor einer roten Ampel und die Einstellung verschiedener Fahrstile in der Stadt sieht er als Vorteile gegenüber dem VW-Modell.

Tesla vs. Volkswagen: Tester würde Model 3 dem ID.3 vorziehen

Nachdem er die Beschleunigung des Tesla-Modells nochmals getestet hat, schaltet er den Fahrstil von „Sport“ in den „Chill-Mode“, wie er im Video erklärt. „Jetzt haben wir den spaßigen Teil hinter uns gebracht und kommen nun zu den Unterschieden zwischen dem Tesla und dem ID.3.“ Am auffälligsten ist, gerade aus der Fahrersicht, natürlich der große Bildschirm in den Tesla-Modellen. Bei der Software sieht Gillon besondere Vorteile gegenüber dem VW-Modell. Er zeigt sich nicht nur von der schnellen Reaktion der Bildschirmsoftware überzeugt, sondern auch von der Technik selbst.

Auch dass der integrierte Routenplaner zum einen die elektrische Restreichweite und zum anderen die nächstgelegenen Supercharger-Stationen anzeigt, überzeugt den Briten. Das gab es in den E-Autos von Volkswagen bislang nicht. Als Kritik gibt er jedoch an, dass die Anzeige der Tempolimits beim Tesla offenbar nicht wirklich gut funktioniert. „Der ID.3 hat eine wirklich gute Kamera für die Erfassung der Tempolimits“, lobt er sein deutsches Fabrikat.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Insgesamt ist Alex Gillon von seiner ersten Fahrt in einem Tesla aber sehr überzeugt. „Ich liebe den ID.3“, gesteht er am Ende des Videos. „Es ist ein gutes Auto, aber es ist nicht das, was es im elektrischen Zeitalter sein muss“, so sein Fazit in Bezug auf die deutlich bessere Software des US-Modells. Er würde das Tesla Model 3 dem VW ID.3 vorziehen, gibt jedoch aufgrund der Technik zu bedenken: „Wenn du kein technikinteressierter Mensch bist, ist das Model 3 wahrscheinlich nichts für dich.“

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