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Spritpreis auf Allzeithoch – Rekordwert erneut übertroffen

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Von: Marcus Efler

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Im vergangenen Jahr erreichte der Preis für den Liter Diesel ein neues Allzeithoch. Doch das ist schon wieder Geschichte.

Update, 12. Januar: Eine Zeit lang sah es so aus, als wollten die Spritpreise in Deutschland wieder sinken. Doch im neuen Jahr setzte schnell die Ernüchterung ein und an der Zapfsäule schossen die Preise wieder in die Höhe. Insbesondere für Dieselfahrer wurde es zuletzt wieder richtig teuer.

Wie der ADAC mitteilte, kostete ein Liter Diesel im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Sonntags (9. Januar) 1,584 Euro. Damit wurde der erst im Oktober erreichte Rekordwert von 1,555 pro Liter um knapp drei Cent übertroffen.

Spritpreis auf Allzeithoch – Rekordwert erneut übertroffen

„Für die Menschen, die einen Diesel haben und zur Arbeit fahren müssen, sind die Preise schon heftig“, sagte ADAC-Kraftstoffmarktexperte Jürgen Albrecht der dpa. „Beim Dieselpreis kommt derzeit alles gleichzeitig. Der typische jahreszeitliche Anstieg, das teure Öl und die Erhöhung der CO2-Abgabe zu Jahresbeginn.“

Der Aufschrift Diesel an einer Zapfsäule. (Symbolbild)
Der Diesel-Preis hat erneut ein Allzeithoch erreicht. (Symbolbild) © Francis Joseph Dean/Imago

Doch nicht nur Diesel-Fahrer müssen aktuell tief in die Tasche greifen, bislang wurde der Rekordwert aus dem Jahr 2012 jedoch noch nicht geknackt. Mit einem Preis von 1,659 Euro blieb der Liter Super E10 am Sonntag fünf Cent unter der bisherigen Rekordmarke. Dass die Spritpreise erneut teuer geworden sind, liegt nach Ansicht des ADAC vor allem daran, dass ein Barrel der Rohölsorte Brent derzeit etwa 84 US-Dollar kostet – das sind vier Dollar mehr als in der Vorwoche.

Erstmeldung, 18. Oktober 2021: München – Seit Monaten kennt der Preis für Kraftstoff nur eine Richtung: aufwärts. Immer teurer werden Diesel und Benzin. Jetzt hat der ADAC das vermeldet, was viele Autofahrer schon befürchtet haben – Diesel ist teurer geworden, als er in Deutschland jemals war. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt, so berechnete Deutschlands größter Autoclub, lag der Dieselpreis bei 1,555 Euro pro Liter. (Porsche baut E-Fuels-Pilotanlage: So viel soll der Liter kosten)

Spritpreis auf Allzeithoch – erste Sorte so teuer wie noch nie

Damit übertraf er das bisherige Allzeithoch von 1,554 Euro pro Liter im August 2012. „Auch Benzin nähert sich einem Höchststand an“, stellt der ADAC fest: Die günstigste Sorte, nämlich Super E10, lag bei durchschnittlich 1,667 Euro pro Liter. Damit fehlen nur noch 4,2 Cent zum Rekord (1,709 Euro) vom September 2012.

Das Wort „Diesel“ auf einer vom Regen nassen Zapfpistole (Symbolbild)
Der Preis für Diesel ist auf Allzeithoch, der für Super dürfte bald folgen. (Symbolbild) © Patrick Pleul/dpa

Dass der demnächst fallen wird, gilt als sicher. Denn alle möglichen Preistreiber drehen an der Schraube. Die Rohölpreise steigen: Dazu trägt die verstärkte Nachfrage nach Heizöl ebenso bei wie ein verknapptes Angebot nach einigen Vorfällen auf Förderplattformen im Golf von Mexiko. Dazu gesellt sich die Kohlendioxid-Abgabe von derzeit sieben Cent pro Liter Benzin. Auch wenn sich die wahrscheinlichen künftigen Regierungspartner SPD, Grüne und FDP bei den Sondierungen noch nicht ausdrücklich auf die konkrete Höhe geeinigt haben, gilt ein weiterer Anstieg der Klimasteuer als sicher. (Fridays-Aktivistin Luisa Neubauer will billiges Benzin – was ist denn nun los?)

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Spritpreis auf Allzeithoch – darum steigt er immer weiter

Während der ADAC davor warnt, die Steuer weiter anzuziehen, regt sich in der Autobranche verblüffend wenig Widerstand gegen die Rekordjagd auf dem Sprit-Preisschild. VW-Boss Herbert Diess forderte kürzlich gar ausdrücklich einen schnelleren Anstieg des CO2-Preises als bislang geplant.

Logisch: Schließlich möchte der Automanager künftig vor allem seine Elektroautos an die Kunden bringen und damit die CO2-Bilanz des Konzerns aufbessern. Für Autofahrer, die derzeit noch nicht umsteigen wollen – oder es aufgrund der langen Lieferzeiten für Elektroautos auch nicht können –, gibt es aber ein paar Möglichkeiten, ihr Tank-Budget zu entlasten.

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