Selbst ist der Autobesitzer

Smart Repair: So machen Sie Kratzer aus der Alufelge ganz einfach selbst weg

  • Jasmin Pospiech
    vonJasmin Pospiech
    schließen

Sind Felgen am Auto beschädigt, braucht es eine fachgerechte Behandlung durch den Profi. Doch kann ich Geld sparen – und es selber machen? Wir klären auf.

  • Mit Smart Repair lassen sich viele Schäden aus Autofelgen beseitigen
  • Doch Beulen können nicht mit Smart Repair entfernt werden
  • Es gibt auch Smart Repair-Sets für Zuhause bei Kratzern in der Felge

München – Bordsteinabschürfungen oder Korrosionsschäden in der Autofelge sehen nicht nur unschön aus, sondern können auch den Wert des Fahrzeugs mindern. Doch Sie müssen nicht gleich neue kaufen – mit einer Smart Repair können Sie günstig kleinere Stellen ohne Aufwand schnell ausbessern lassen. 

Smart Repair: Diese Felgenschäden können (nicht) repariert werden

Schließlich handelt es sich hierbei um eine professionelle Fahrzeugaufbereitung, die es überflüssig macht, ganze Fahrzeugteile austauschen zu müssen. Da Alufelgen meist robuster sind, sind sie auch für viele Autobesitzer die erste Wahl. Um sich Kosten zu sparen, überlegen manche von ihnen, selbst Hand anzulegen.

Bevor Sie allerdings eine Alufelge selber aufarbeiten, sollten Sie sie sich genauer anschauen. Finden Sie Beulen im Felgenrand, können Sie nicht viel tun. Schließlich ist das Ausbeulen von Alufelgen verboten, da es sich um einen Eingriff handelt, der das innere Materialgefüge der Felge verändert.

Das heißt, an der ausgebeulten Stelle ist die Felge sehr geschwächt, so dass dort sogar ein Riss oder ein Bruch entstehen kann. Auch das Schweißen von Alufelgen ist nicht erlaubt, hat Ihre Felge einen tiefen Riss muss sie zum Recycling. Kratzer und Korrosionsschäden lassen sich dagegen meistens durch Schleifen, Polieren oder Neu beschichten wieder aufarbeiten.

Smart Repair: Felge selber reparieren – so geht‘s

Finden sich „nur“ Kratzer an der beschädigten Felge, dann können Sie diese selbst ganz einfach beseitigen. Kleinere Macken lassen sich zum Beispiel mit Hausmitteln entfernen. Zuerst sollten Sie allerdings die Felge reinigen. Anschließend nehmen Sie mit einem weichen Tuch etwas Autopolitur auf.

Dann polieren Sie (mit etwas Druck) über den Kratzer. Ist er etwas tiefer, können Sie auch vorsichtig mit etwas Schmirgelpapier darüber gehen. Abschließend überpinseln Sie die Stelle mit einem passenden Lackstift.

Handelt es sich um starke Kratzer, benötigen Sie ein spezielles Reparaturset für Felgen. Damit können Sie auch hartnäckigere Beschädigungen beseitigen. Im Set finden Sie eine Bedienungsanleitung. Es ist ratsam, sich genau an die Anweisungen des Herstellers zu halten, damit der Schaden nicht größer wird. Sind Sie allerdings zu tief, muss ein Profi ran. 

Ab zum „Felgendoktor“: So viel kostet eine Felgenreparatur beim Profi

Entscheiden Sie sich dagegen für einen „Felgendoktor“, also eine professionelle Fahrzeugaufbereitung, behebt dieser kleinere Felgenschäden meist preiswert. Beschädigungen werden vom Felgendoktor punktuell und vor Ort beseitigt. So müssen Sie Ihren Wagen nicht für längere Zeit in der Werkstatt stehen lassen.

Für das Ausschleifen mit einer speziellen Felgenreparatur-Maschine namens „WheelDoctor“ sowie einer anschließenden Lackierung verlangen Fachbetriebe zwischen 50 und 180 Euro pro Felge. Eine Erneuerung des Klarklacks – beginnend mit der chemischen Entfernung des Lacks – kostet ab 30 Euro pro Felge. Für eine komplette Lackierung inklusive Felgen abdrehen, Entlacken, Grundieren, Lackieren und Zusammenbauen müssen Sie meist ab 75 Euro für eine Felge hinblättern.

Wie hoch die Kosten des Felgendoktors tatsächlich sind, hängt vom Arbeitsaufwand ab. Daher empfehlen Autoexperten, sich stets bezüglich verschiedener Reparaturmöglichkeiten beraten und einen detaillierten Kostenvoranschlag erstellen zu lassen.

Rubriklistenbild: © Sina Schuldt/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare