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Autobatterie leer: Viele Kurzstrecken können Ursache sein

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Von: Simon Mones

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Wenn die Autobatterie den Dienst quittiert, ist das ärgerlich. Zumal es viele Gründe für den leeren Akku gibt – wie zum Beispiel viele Kurzstrecken.

München – Eine leere Autobatterie ist immer ein Ärgernis – immerhin lässt sich der Motor sonst nicht anlassen. In diesem Fall hilft nur noch Starthilfe, bei der jedoch einiges schiefgehen kann. Viele Autofahrer rufen dann einen Automobilklub zur Hilfe. Alleine der ADAC musste im vergangenen Jahr über 1,5 Millionen Mal wegen einer streikenden Startbatterie ausrücken. Doch wie kommt es dazu, dass die Batterie sooft leer ist?

Tatsächlich gibt es zahlreiche Gründe für einen leeren Akku im Auto. In den meisten Fällen ist jedoch der Autofahrer schuld daran, wenn nicht mehr genug Strom vorhanden ist. Ursachen dafür sind vor allem schlechte Angewohnheiten und mangelnde Pflege der Batterie.

Wenn die Autobatterie leer ist, kann es dafür eine Vielzahl an Gründen geben.
Wenn die Autobatterie leer ist, kann es dafür eine Vielzahl an Gründen geben. (Symbolbild) © Geissner/Imago

Autobatterie leer: Viele Kurzstrecken können Ursache sein

Eine dieser schlechten Angewohnheiten ist es, viele Kurzstrecken mit dem Auto zurückzulegen. Diese sind nicht nur schlecht für den Spritverbrauch, sondern auch für die Batterie. Dieser wird beim Start des Motors das meiste abverlangt. Danach dauert es eune Zeit, bis die Lichtmaschine den Akku während der Fahrt wieder vollgeladen hat.

Was jedoch oft vergessen wird: Auch andere Verbraucher wie Autoradio, Klimaanlage oder Sitzheizung ziehen Strom aus der Batterie, wie „AutoBILD“ berichtet. Fährt man dann noch viel Kurzstrecke, bleibt dem Akku nicht genügend Zeit, um sich wieder voll aufzuladen. Irgendwann ist dieser dann so leer, dass nichts mehr geht.

Autobatterie leer: Kriechströme sorgen für langsame Entladung

Eine andere Ursache für eine entladene Batterie können vergessene Verbraucher sein. Bei modernen Autos ist diese Ursache jedoch seltener geworden, da eine Automatik das Licht und andere Verbraucher mit ausschaltet, wenn der Autoschlüssel gezogen wird. Anderenfalls würden leuchtende Scheinwerfer über Nacht die Batterie lahmlegen. Aber auch nicht verschlossene Türen ziehen weiter Strom. Der Grund: Manche Steuergeräte bleiben dann eine Zeit lang „wach“ oder gehen gar nicht „schlafen“.

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Doch auch wenn alles ausgeschaltet ist, können sogenannte Kriechströme den Akku nach und nach entladen. Diese können beispielsweise entstehen, wenn die Kontakte an der Batterie verschmutzt sind. Entsprechend sollte die Autobatterie immer sauber gehalten werden, so der Rat des ADAC.

Autobatterie leer: Hitze und Kälte schaden

Weitere Faktoren sind zudem Hitze und Kälte, beides mag die Batterie nicht. So führen sehr hohe Temperaturen beispielsweise dazu, dass diese schnell altert. An heißen Sommertagen sollte das Auto daher nicht über mehrere Tage in der prallen Sonne stehen,. Im Winter wiederum verliert der Akku an Kraft, während der Motor mehr Leistung zum Starten benötigt. Die weiteren Verbraucher belasten diesen zusätzlich, daher kommt es im Winter besonders oft zu Ausfällen.

Es kann aber auch schlicht der Fall sein, dass die Batterie am Ende ihrer Lebensdauer angekommen ist oder die Kapazität gesunken ist. Das passiert beispielsweise, wenn sich wegen der geringen Spannung Sulfatkristalle an den Batterieplatten ablagern, weil die Batterie nicht vollständig geladen wurde. Passiert dies über einen längeren Zeitraum, lässt sich die Sulfatierung nicht wieder rückgängig machen. Zudem kommen andere Ursachen wie eine defekte Lichtmaschiene, ein Kurzschluss in der Elektronik oder ein Fehler des Steuergeräts eine leere Batterie verursachen.

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