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Ihr Führerschein ist weg? Wie Sie ihn auch ohne „Idiotentest“ zurückbekommen

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Von: Jasmin Pospiech

Wurde Ihnen die Fahrerlaubnis entzogen, ist der Schock erstmal groß. Wenn Sie Ihren Führerschein zurückhaben wollen, müssen Sie meist erst den MPU-Test bestehen. Oder?

München – Eine Autofahrt unter Einfluss von zu viel Alkohol oder Drogen kann verheerende Folgen haben. Werden Sie von der Polizei angehalten und ist ein Test positiv, ist der Führerschein schnell weg. 

MPU: So lange müssen Sie den Führerschein abgeben

Bei einem Fahrverbot müssen Sie Ihre Fahrerlaubnis etwa für ein bis drei Monate abgeben. Danach können Sie Ihre Fahrerlaubnis wieder abholen oder ihn sich von der Behörde zuschicken lassen.

Wird Ihnen allerdings der Führerschein für eine schwerere Verkehrssünde durch die Führerscheinbehörde oder im Rahmen eines Gerichtsverfahrens entzogen, ist eine Sperrfrist zwischen sechs Monaten und fünf Jahren möglich.

Wollen Sie Ihre Fahrerlaubnis wieder zurück, müssen Sie den Führerschein zuerst neu beantragen. Den Antrag hierzu können Sie bereits sechs Monate oder aber auch drei Monate vor Ablauf der Sperre stellen. Folgende Unterlagen benötigen Sie: 

MPU-Test: So bekommen Sie Ihren Führerschein zurück

In einigen Fällen müssen Sie zudem einen MPU-Test, umgangssprachlich auch „Idiotentest“ genannt, erfolgreich absolvieren. Den Test gibt es seit 1954 und soll die Fahreignung überprüfen.

Meist wird er am Ende der verordneten Sperrfrist fällig, bevor man den Führerschein zurückbekommen kann. Mit diesem sollen Sie schließlich beweisen, dass das Vergehen nicht noch einmal passiert.

Allerdings ist es auch möglich, den Führerschein ohne MPU zurückzubekommen. So müssen Sie die Fahrerlaubnis nicht sofort nach Ende der Sperrfrist durch eine Wiedererteilung beantragen, sondern können ihn auch nach 15 Jahren erbeten

So kriegen Sie den Führerschein nach zehn Jahren ohne MPU zurück

Kommt es die ersten fünf Jahre nach dem Führerscheinentzug zu keinen besonderen Vorkommnissen im Straßenverkehr, beginnt im sechsten Jahr die zehnjährige Verjährung der MPU. Dabei handelt es sich allerdings vielmehr um die Verjährung der Eintragung in Ihrer Akte bei der Führerscheinbehörde, weswegen eine MPU angeordnet wurde.

Allerdings gibt es die Möglichkeit, die Fahrerlaubnis auch nach zehn Jahren zurückzuerhalten, ohne eine MPU absolvieren zu müssen. Und zwar kommt es auf die Tilgungsfristen an, die je nach Situation zu unterschiedlichen Zeiten beginnen:

Sind Sie sich unsicher, wie es um Ihre Tilgungsfrist bestellt ist, empfiehlt es sich, sich an einen Anwalt für Verkehrsrecht zu wenden. Dieser erklärt Ihnen dann, wann Sie rechtzeitig den Antrag stellen können.  

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