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Elektroautos: Nur ein Gang statt Schaltung – daran liegt‘s

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Von: Simon Mones

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Anders als der Verbrenner braucht ein Elektromotor nur einen Gang. Doch woran liegt das?

München – Für viele Autofahrer gehört die Handschaltung einfach dazu. Doch so mancher Hersteller sieht das anders, wie zum Beispiel Volkswagen. Die Wolfsburger setzen in Zukunft nur noch auf das Automatikgetriebe. Doch auch das scheint nur eine Übergangslösung zu sein, bis das Elektroauto den Verbrenner ersetzt.

Denn anders als Diesel oder Benziner kommen die Stromer mit nur einem Gang aus. Schalten ist somit nicht mehr notwendig – egal ob von Hand oder automatisch. Doch warum ist das eigentlich so? Die Antwort liefert Jason Fenske von Engineering Explained in einem YouTube-Video.

Elektroautos: Nur ein Gang statt Schaltung – daran liegt‘s

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die hohe Drehzahl der Elektromotoren dafür sorgt, dass ein Gang ausreicht. Zudem sind die Motoren der Stromer über den ganzen Drehzahlbereich wesentlich effektiver und erzeugen auch in niedrigen Bereichen ein hohes Drehmoment.

Ein Elektromotor. (Symbolbild)
Der Elektromotor kommt mit nur einem Gang aus. (Symbolbild) © Matthias Balk/dpa

Derweil braucht ein Verbrennungsmotor mehrere Gänge, um auf seine Höchstgeschwindigkeit zu kommen. Einen Elektromotor können Ingenieure indes auf die gewünschte Höchstgeschwindigkeit abstimmen. Als Beispiel nimmt Fenske hier die Formel E. Der Motor der Elektro-Boliden kann mehr als 30.000 Umdrehungen pro Minute erreichen.

Elektroautos: Formel-E-Bolide als Rechenbeispiel

In seinem Video geht Fenske jedoch noch von 20.000 Umdrehungen pro Minute und einer Geschwindigkeit von 225 km/h aus. So kommt er darauf, dass ein einzelnes Getriebe diese Geschwindigkeit Übersetzungsverhältnis von 11,4:1 erreichen kann. Somit wird kein weiterer Gang benötigt, um die Höchstgeschwindigkeit zu erreichen. Beim Verbrenner sieht das jedoch anders aus, wie er vorrechnet. Würde man mit dem gleichen Parameter mit einem Diesel oder Benziner 20 km/h fahren wollen, so wäre die Drehzahl mit 530 U/min deutlich zu niedrig.

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Allerdings gibt es genug Beispiele dafür, dass Sachen nicht verschwinden, nur weil man sie nicht mehr braucht. So wird beispielsweise das Geräusch der Blinker heutzutage künstlich erzeugt, weil die entsprechenden Relais nicht mehr benötigt werden. Ähnlich könnte es auch mit dem Schalten kommen, denn Toyota arbeitet bereits an einer Technik, um die Handschaltung auch im Elektroauto zum Einsatz zu bringen.

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