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Elektroauto: Kosten für Akkutausch – Hersteller hüllen sich in Schweigen

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Von: Simon Mones

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Wenn beim Elektroauto die Batterie den Geist aufgibt, geht nichts mehr. Doch was kosten die Tauschakkus?

München – Immer mehr Menschen entscheiden sich für ein Elektroauto und damit für die Mobilitätsform, der vermutlich die Zukunft gehört. Denn immer mehr Vorurteile lassen sich widerlegen, so haben die Stromer bei der Reichweite aufgeholt. Und auch die Batterien halte inzwischen deutlich länger.

Was aber passiert, wenn diese dennoch frühzeitig den Geist aufgeben? Immerhin ist dieses Szenario vergleichbar mit einem Motorschaden bei einem herkömmlichen Verbrennen. Ein Motortausch lohnt sich – wegen der hohen Kosten – dann nur in den wenigsten Fällen. Und auch bei Elektroautos kann es dann schnell teuer werden.

Elektroauto: Kosten für Akkutausch – Hersteller hüllen sich in Schweigen

In Großbritannien sollte ein Mercedes-Fahrer für den Tausch des Akkus seiner Hybrid-E-Klasse rund 17.700 Euro zahlen. Deutlich mehr, als der Gebrauchtwagen noch wert war. Und auch bei Tesla kann der Tausch der Batterie ein tiefes Loch in die Haushaltskasse reißen.

Batterie für Elektroauto.
Die Batterien der Elektroautos haben inzwischen eine lange Lebensdauer. © Patrick Pleul/dpa

Doch natürlich geht es auch günstiger, denn die Hersteller bieten lange Garantien auf die Batterien an. In der Regel sollen diese bis acht Jahren oder 160.000 km nach Zulassung 70 Prozent der ursprünglichen Kapazität speichern. Beim Lexus UX 300e gilt diese Garantie sogar 10 Jahre oder für eine Million Kilometer. Ist das nicht der Fall, wird der Akku kostenlos getauscht, wie „AutoBild“ berichtet. Oder im Fall von Tesla aufgearbeitet und wieder verbaut.

Elektroauto: Tesla „kennt“ eigene Preise für Ersatzakkus nicht

Nach Ablauf dieser Garantie kann es dann jedoch teuer werden. Wie teuer die Tauschakkus für Elektroautos genau sind, wollten die meisten Hersteller auf Anfrage der „AutoBild“ jedoch nicht verraten. Stattdessen wurde darauf verwiesen, dass ein kompletter Tausch oftmals nicht notwendig sei. Teilweise wurden auch nur Preise pro Modul genannt.

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Ein Tesla-Sprecher erklärte gar: „Leider kommuniziert Tesla grundsätzlich keine Preise für Akkus.“ Offenbar sind die Preise sogar so geheim, dass man selbst „grundsätzlich keinen Zugriff auf diese Zahlen“ habe. Jedoch scheint es wahrscheinlicher, dass man die Summe nicht nennen will. Ein Fall aus Finnland lässt auch erahnen, warum: Dort sollte ein Tesla-Besitzer satte 20.000 Euro für den Tausch der Batterien bezahlen. Da ihm das zu teuer war, sprengte er das Elektroauto kurzerhand in Luft.

Doch Tesla ist nicht alleine, so reagierten einige Hersteller gar nicht auf die Anfragen der „AutoBild“. In zwei Fällen erklärten die Unternehmen sogar, man habe gar keine Tauschakkus im Angebot.

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