Simple Formel

Sie wollen ein Auto leasen? Mit dem Leasingfaktor finden Sie immer das günstigste Angebot 

  • Jasmin Pospiech
    vonJasmin Pospiech
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Sie wollen ein Auto leasen, wissen aber nicht, was günstige Konditionen sind? Dann benötigen Sie einen objektiven Vergleichswert: den Leasingfaktor. 

  • Der Leasingfaktor bietet Hilfestellung, Autoangebote miteinander zu vergleichen.
  • Er gibt die Leasingrate in Prozent in Bezug auf den Wert des Leasings an.
  • Es gibt eine simple Formel, mit der Sie ihn berechnen können.

München – Autoleasing ist für viele Deutsche eine günstige Alternative zur Autofinanzierung. Doch es gibt Leasingangebote hierzulande wie Sand am Meer, das Geschäft boomt. Wie erkenne ich also, ob es sich bei dem Angebot um ein Schnäppchen handelt? 

Leasingfaktor berechnen – und günstige Angebote finden

Indem Sie sich von mehreren Händlern Angebote einholen und diese miteinander vergleichen. Um den Weizen von der Spreu zu trennen, empfiehlt sich als objektiver Vergleichswert der sogenannte „Leasingfaktor“. Anhand dessen lassen sich verschiedene Leasingangebote auf Basis der zu zahlenden Rate, einer (möglichen) Anzahlung sowie des Bruttolistenpreises miteinander vergleichen.

Dieser lässt sich auch privat ganz einfach durch eine simple Formel berechnen. Doch bevor Sie diese anwenden, sollten Sie bestimmte Voraussetzungen schaffen, um sicherzustellen, dass die Angebote auch fair sind. Schließlich ist es nicht sinnvoll, zum Beispiel einen Mercedes C-Klasse mit einem Opel Astra zu vergleichen. 

Daher sollten Sie folgende vier Punkte beachten: 

  1. Vergleichen Sie nur identische Fahrzeuge oder Fahrzeugklassen miteinander.
  2. Prüfen Sie niemals Privat- und Gewerbeangebote miteinander.
  3. Die Vertragslaufzeit und Kilometerleistung der Angebote müssen übereinstimmen.
  4. Die Anzahlungen sollten immer mit eingerechnet werden.

So berechnen Sie den Leasingfaktor privat

Haben Sie sich für ein Modell entschieden und sich Angebote von mehreren Händlern eingeholt, geht es an die Berechnungsformel des Leasingfaktors. Dafür benötigen Sie lediglich zwei Variablen

  • die Rate und
  • den Bruttolistenpreis.

Die Formel lautet wie folgt: Rate geteilt durch Bruttolistenpreis mal 100 ergibt den Leasingfaktor.

Wenn eine Anzahlung geleistet wird, verändert sich die Formel etwas. Dann wird sie berechnet aus: Rate plus Anzahlung durch Laufzeit durch Bruttolistenpreis mal 100.

Dabei steht fest: Je niedriger der Leasingfaktor, desto günstiger ist auch das Angebot.

Ist der Wert also unter 1,1, handelt es sich um ein gutes Angebot. Unter 0,9 ist es ein sehr gutes Angebot und ist der Wert kleiner als 0,7 haben Sie ein Top-Schnäppchen vor sich liegen. 

In diesem Video wird Ihnen anhand dreier Rechenbeispiele noch einmal genau erklärt, wie Sie den Leasingfaktor berechnen:

Übrigens: Bei manchen Händlerangeboten ist allerdings der Leasingfaktor schon mit angegeben. Das spart Zeit und Sie können schneller eine Auswahl treffen. 

Leasingfaktor berechnen für Privat-, Gebraucht- und Firmenwagen

Wenn der Händler außerdem Überführungskosten fordert, werden diese ebenfalls in die Formel miteinberechnet. Dann wird es allerdings Gesamtkostenfaktor genannt. Dieser errechnet sich, indem die einmalige Zahlung durch die Vertragslaufzeit in Monaten geteilt wird und anschließend dieser Betrag in der Formel zur Monatsrate addiert wird.

Dadurch wird alles bereits deutlich, dass sich so der Leasingfaktor verschlechtert, je mehr Kosten hinzukommen. Im Internet finden Sie als Hilfestellung viele Seiten mit Rechnern, die auch bei komplizierten Fällen den Leasingfaktor berechnen können. 

Generell handelt es sich bei dem Leasingfaktor um einen groben Richtwert, um gute Leasingangebote – ob als Privat-, Gebraucht- oder Firmenwagen – miteinander zu vergleichen. Daneben empfiehlt es sich abschließend, auch auf den effektiven Jahreszins, eventuell enthaltene Versicherungen oder Servicepakete sowie die Höhe der monatlichen Leasingrate zu achten. 

Rubriklistenbild: © Kai Remmers/dpa

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