Nicht immer sinnvoll

Das kostet Auto-Leasing – und wer wirklich die Kfz-Versicherung zahlen muss

  • Jasmin Pospiech
    vonJasmin Pospiech
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Im Frühjahr kaufen sich viele Deutsche ein neues Auto – oder sie leasen es. Für wen es sich lohnt und wie Sie Schnäppchen finden, erfahren Sie hier. 

  • Leasing-Angebote versprechen neue Fahrzeuge zum günstigen Preis.
  • Doch Leasing ist für Privatpersonen nur in bestimmten Fällen sinnvoll.
  • Der Leasingnehmer muss meist für die Kfz-Versicherung aufkommen.

München – Leasing ist die Alternative zur Autofinanzierung. Während sie bei letzterem den vollen Kaufpreis bar oder per Kredit zahlen müssen, können Sie bei ersterem ein stets topaktuelles Fahrzeug über einen festgelegten Zeitraum günstig monatlich abzahlen

Wann Leasing sinnvoll ist und wie es funktioniert

Darüber hinaus zahlt der Autofahrer nur für die Nutzung des Wagens und kann im Vertrag zum Beispiel Dienstleistungen wie Reparaturen, Wartung & Co. mit aufnehmen lassen. Zudem tragen Sie nicht den Wertverlust und können am Ende der Laufzeit auf ein neues Modell umsteigen und müssen den Gebrauchten nicht selbst verkaufen.

Allerdings ist eine gute Autopflege essenziell. Das Auto darf schließlich bei Vertragsende nicht beschädigt sein, ansonsten drohen Ihnen Zusatzkosten. Darüber hinaus können Sie als Privatperson die Leasing-Raten nicht steuerlich absetzen, als gewerblicher Kunde hingegen schon.

Leasing ist nicht für jeden sinnvoll, vor allem Privatpersonen sollten sich daher die Vor- und Nachteile genau überlegen

Leasing: Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen

Aus diesem Grund empfehlen Autoexperten, beim Leasing die Gesamtkosten auszurechnen. Diese setzen sich meist zusammen aus der Sonderzahlung und den monatlichen Raten. Wenn die Sonderzahlung am Anfang sehr hoch ist, fällt die monatliche Rate entsprechend niedriger aus.

Zudem sollten Sie sich überlegen, welche Vertragsform die Richtige für Sie ist. So haben Sie die Wahl zwischen dem Kilometer- und dem Restwertleasing. Beim Kilometerleasing wird die Höhe der monatlichen Rate aus dem Wert des Autos (abzüglich der Sonderzahlung) und den im Leasingzeitraum gefahrenen Kilometern.

Was der einzelne Kilometer beim Kilometer-Leasing allerdings kostet, hängt davon ab, wie viele Kilometer das jeweilige Auto im Laufe seines „Lebens“ durchschnittlich fährt. Das bedeutet konkret: Je älter das Auto, desto geringer der Kilometerpreis.

Beim Restwertleasing wird die monatliche Rate aus dem Wert des Autos abzüglich des Restwertes und der Sonderzahlung errechnet. Je höher der Restwert, desto niedriger ist auch die Monatsrate. Ist der tatsächliche Restwert am Ende doch geringer, muss man draufzahlen. Das passiert, wenn der Restwert eher hoch angesetzt wird, um die Monatsraten niedrig zu halten.

Online gibt es kostenlose Leasing-Rechner, unter anderem vom Autovermietungs- und Leasingunternehmen Sixt mit Sitz in Pullach bei München (geführt von Erich Sixt (72). Mithilfe dieser können Sie Ihre zu erwartende monatliche Rate berechnen, nachdem Sie einige Daten zum Fahrzeug eingegeben haben.

Der Autofahrer muss die Versicherung bei Leasing übernehmen

Außerdem kommen auf den Leasingnehmer noch die Kosten für die Kfz-Versicherung zu. Diese ist schließlich nicht automatisch Bestandteil der Monatsrate. In den meisten Fällen verlangt der Leasingpartner, dass der Autofahrer die Beiträge dafür übernimmt. Allerdings darf sich dieser oftmals selbst um eine gute und (günstige) Versicherung für sein Leasingauto kümmern.

Dabei gilt zu beachten, dass ein Leasing-Auto mindestens eine Teilkasko hat. Oftmals verlangt der Leasing-Partner aber eine Vollkasko. Teilweise bieten Leasing-Gesellschaften auch Service-Pakete an, inklusive Vollkasko. Die Preise sollten Sie abschließend allerdings immer mit Ihrer eigenen Versicherung vergleichen.

Rubriklistenbild: © Opel

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