Privat und Gewerbe

Nur wenn Sie diese Voraussetzungen erfüllen, können Sie ein Auto leasen

  • Jasmin Pospiech
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Wer ein Auto privat wie auch gewerblich leasen möchte, muss zuerst einige Voraussetzungen dafür erfüllen. Welche das sind, erfahren Sie hier.

  • Leasing bedeutet, ein Auto in monatlichen Raten für eine bestimmte Laufzeit zu nutzen
  • Viele Leasinggesellschaften prüfen zuvor Ihre Bonität
  • Mit drei Tipps können Sie ein Auto leasen trotz zu geringem Einkommen/Gewinn

München – Leasing kann eine Alternative zur Finanzierung eines Neuwagens sein. Auch immer mehr Privatpersonen entscheiden sich für das Autoleasing. Schließlich können Sie stets topaktuelle Modelle für einen festgelegten Zeitraum zu einer günstigen monatlichen Rate mieten. Die Höhe der Leasingrate hängt dabei vom Fahrzeugmodell, der Marke, der Ausstattung und des Neupreises ab. Bei Vertragsende steigen Sie einfach auf ein neueres, besseres Fahrzeugmodell um.

Allerdings müssen Sie als Privatperson wie auch als Selbstständiger bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um ein Auto leasen zu können. Dazu gehört unter anderem, dass Sie in beiden Fällen volljährig sein müssen.

Privatleasing: Diese Unterlagen müssen Sie für einen Vertrag vorlegen

Sind Sie Privatkunde, wird die jeweilige Leasinggesellschaft wie zum Beispiel Sixt aus Pullach bei München (Geschäftsführer ist Erich Sixt (75)) vor Vertragsabschluss ihre Bonität überprüfen.

Schließlich ist eine ausreichende Bonität beim Autoleasing wie auch bei einem Kredit Grundvoraussetzung. Der Leasingnehmer muss in der Lage sein, die monatliche Leasingrate über die gesamte Vertragslaufzeit ohne Probleme aufbringen zu können. 

Dies wird durch eine Selbstauskunft ermittelt, zu der in der Regel die Kontoauszüge der letzten drei Monate gehören. Sollte daraus hervorgehen, dass das regelmäßige Einkommen nur reicht, um die allgemeinen Lebenshaltungskosten abzudecken, wird ein Leasingvertrag wohl auch nicht zustande kommen.

Aus diesem Grund dürfen daher auch Arbeitslose und Hartz IV-Empfänger kein Pkw leasen. Selbst dann nicht, wenn sich diese als sogenannte „Aufstocker“ etwas hinzuverdienen. Aber auch Alleinerziehende sollen es schwerer als Paare oder Kinderlose haben, einen Leasingvertrag zu erhalten – es sei denn, erstere würde sehr gut verdienen.

Übrigens: Wollen Sie bei einem ausländischen Leasinggeber einen Vertrag abschließen, müssen Sie außerdem die Aufenthaltsgenehmigung inklusive der Meldebestätigung vorlegen.

Außerdem kann es sein, dass die Leasinggesellschaft eine (positive) Schufa-Auskunft von Ihnen anfordert. Bei einem zu geringen Schufa-Score kann sie Sie schließlich jederzeit ablehnen. Darüber hinaus benötigt die Leasinggesellschaft Ihren Personalausweis

Gewerbeleasing: Diese Voraussetzungen müssen Selbstständige mitbringen

Beim Gewerbeleasing benötigt das Unternehmen eine Schufa-Auskunft, den letzten Jahresabschluss Ihrer Firma sowie einen Auszug aus dem Handelsregister oder die Gewerbeanmeldung. Zudem muss die Firma länger als sechs Monate bestehen.

Schließlich muss der Gewinn des Unternehmens genügen, um die Leasingrate bequem zahlen zu können. Zudem brauchen Leasinggeber eine Kopie des Personaldokuments des Selbstständigen, bei größeren Unternehmen des Geschäftsführers. Darüber hinaus benötigt die Leasinggesellschaft noch die BWA (Betriebswirtschaftliche Auswertung) sowie die letzten Steuerbescheide. Bei Einzelunternehmern und Freiberuflern ist ein Bescheid des Steuerberaters zum Beginn und der Art der selbstständigen Tätigkeit nötig.

Übrigens: Bei der gewerblichen Nutzung eines Leasingfahrzeugs können Sie die monatliche Rate allerdings als Betriebsausgaben steuerlich geltend machen. Beim Privatleasing erhalten Sie den Steuervorteil jedoch nicht.

Autoleasing: Möglichkeiten bei zu geringerem Einkommen oder Gewinn

Es gibt allerdings auch Möglichkeiten, ein Auto zu leasen, wenn die Voraussetzungen nicht vollständig erfüllt werden. Das gilt für Privat- wie auch gewerbliche Kunden, die ein zu geringes Einkommen oder zu geringen Umsatz erwirtschaften.

So ist Leasing auch denkbar, wenn Sie eine kräftige Sonderzahlung leisten, das verringert schließlich die monatliche Rate. Wer hingegen eine Kaution von 25 Prozent des Fahrzeugwertes hinterlegen kann, der hat ebenfalls Chancen, trotz geringer Einkünfte ein Auto zu leasen. Sollte eine monatliche Rate nicht beglichen werden können, bedient sich der Leasinggeber aus der Kaution. Ansonsten erhält der Leasingnehmer diese am Ende wieder zurück.

Eine weitere Möglichkeit ist eine Bürgschaft. Der Bürger muss allerdings selbst über eine ausreichende Bonität verfügen. Durch die Bürgschaft schwindet diese etwas, zudem haftet der Bürge über den gesamten Vertragszeitraum für die Leasingraten. Abschließend kann es für den Bürgern allerdings schwieriger werden, in dieser Phase selbst einen Kredit aufzunehmen oder einen Vertrag mit langfristigen Konditionen abzuschließen.

Rubriklistenbild: © Opel

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