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Gebrauchtwagen: Fünf Tipps, wie Sie jede Preisverhandlung erfolgreich meistern

  • Jasmin Pospiech
    vonJasmin Pospiech
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Sie wollen einen neuen Wagen zu einem günstigen Preis kaufen? Dann sollten Sie mit folgenden Tipps und Tricks in die Preisverhandlung gehen. 

  • Bei einem Gebrauchtwagenkauf sollten Sie beim Preis verhandeln.
  • Mit ein paar Tipps können Sie beim Autokauf viel Geld sparen.
  • Aber: Zahlen Sie bar, bekommen Sie nicht automatisch hohe Rabatte.

München – Ein Autokauf ist nicht nur aufregend, sondern sollte auch wohl überlegt sein. Es empfiehlt sich neben einen Vorabcheck bei einer Prüfungsstelle, auch den Preis nachzuverhandeln. Schließlich ist das Ziel, einen passenden Wagen zu einem möglichst günstigen Preis zu ergattern. Um dies zu erreichen, gibt es verschiedene Handlungsstrategien beim Autokauf, derer Sie sich bedienen können. 

Gebrauchtwagen: Preis beim Autokauf immer verhandeln

Grundsätzlich ist der der Preis beim Autokauf immer verhandelbar – auch bei einem Gebrauchtwagen, den Sie von einem Händler oder einer Privatperson kaufen. Schließlich sind Preisverhandlungen schon seit je her Bestandteil im Warenverkehr. Schließlich will jeder Verhandlungspartner den für sich besten Preis herausschlagen.

Zwar gilt dies heute nicht mehr für alle (Lebens-)Bereiche, beim Autokauf ist es allerdings noch üblich, zu verhandeln. Bei Inseraten, in denen Privatpersonen Gebrauchtwagen zum Verkauf anbieten, findet sich oft hinter dem veranschlagten Preis das Kürzel „VB“ oder auch „VHB“, das für „Verhandlungsbasis“ steht.

Mit folgenden Verhandlungstipps können Sie viel Rabatt beim Autokauf herausschlagen:

1.     Bereiten Sie sich gut auf die Preisverhandlung vor.

Um beim Autokauf gut verhandeln zu können, sollten Sie zuerst die üblichen Preise für das jeweilige Modell vergleichen. Achten Sie darauf, dass die Autos von der Ausführung her auch direkt miteinander vergleichbar sind.

Zudem sollte Ihnen bewusst sein, dass aufgeführte Extras in der Ausstattung meist mit zusätzlichen Kosten verbunden sind. Je mehr solcher Features, desto höher fällt in der Regel auch der Preis für den Gebrauchtwagen aus. Legen Sie sich daher als erstes auf ein Modell und eine Ausstattungsvariante fest und vergleichen Sie dann.

2.     Wählen Sie den richtigen Zeitpunkt für die Preisverhandlung.

Haben Sie es nicht eilig mit dem Autokauf, können Sie auch die richtige Zeit dafür abpassen. Die hängt davon ab, ob der Verkäufer selbst den Gebrauchtwagen schnell verkaufen will und wie groß die Konkurrenz gerade auf dem Automarkt ist.

Wie die Versicherungsgruppe CosmosDirekt zeigt, sind die Durchschnittspreise im Winter am höchsten. Der Grund dafür: Viele Besitzer brauchen das Fahrzeug noch über den Winter und bieten es daher erst im Frühjahr an.

Daher sind die Preise für Gebrauchtwagen in dieser Zeit am günstigsten, stagnieren dann im Sommer und steigen ab Herbst wieder an. Wer also glaubt, im Winter ein gebrauchtes Cabrio günstiger zu erstehen als im Frühling, der irrt sich.

Meist können Sie bei Privatverkäufen ein Schnäppchen machen, wenn die Temperaturen wieder steigen. Schließlich wollen viele dann selbst ihr altes Auto loswerden, um sich ein neues zuzulegen.

3.     Erwähnen Sie die Schwächen des Fahrzeugs, um Rabatt zu erhalten.

Wenn Sie den Gebrauchtwagen inspizieren, sollten Sie auch eine Probefahrt machen. Merken Sie sich dabei alle Dinge, die Ihnen dabei auffallen. Achten Sie besonders auf Verschleißerscheinungen an Lenkrad, Sitzen oder Oberflächen.

Passen diese nicht zum angegebenen Alter oder der Laufleistung, dürfen Sie ruhig den Preis herunterhandeln, wenn Sie noch immer am Fahrzeug interessiert sind. Übrigens: Manche Modelle sind bekannt für typische Mängel, die nach einigen Jahren Nutzung auftauchen. Informieren Sie sich vor dem Kauf am besten darüber.

4.     Sprechen Sie Zusatzleistungen beim Autokauf an.

Wenn Sie merken, dass sich beim Preis in der Verhandlung nichts mehr machen lässt, sollten Sie auf zusätzliche Vergünstigungen zu sprechen kommen. Versuchen Sie, beispielsweise eine kostenlose Inspektion auszuhandeln, wenn das Service-Intervall wieder ansteht oder einen Satz Sommer- oder Winterreifen. Das gilt besonders bei Händlern, schließlich wollen diese Sie als potenzielle Kunden langfristig binden.

Daher ist es auch ein weit verbreiteter Mythos, dass Barzahler höhere Rabatte bekommen. Wird der Wagen hingegen über einen Autokredit finanziert, erhält der Händler von der jeweiligen Bank schließlich eine errechnete Provision.

5.     Fallen Sie nicht auf Psycho-Tricks herein.

Wenn Sie verhandeln, sollten Sie versuchen, immer höflich und selbstbewusst zu bleiben. Lassen Sie sich nicht anmerken, dass Sie den Gebrauchtwagen unbedingt haben wollen. Ist der Verkäufer psychologisch geschult, wird er schnell Ihre Schwäche erkennen und ausnutzen. Stattdessen sollten Sie sich professionell und nicht auf eine emotionale Ebene ziehen lassen.

Oftmals umschreiben Verkäufer das Preisangebot sehr blumig und preisen es an. Manch einer will ihn auch weismachen, dass eine hohe Nachfrage nach dem Fahrzeug besteht. Allerdings will er Sie so nur unter Druck setzen.

Gehen Sie auf diese psychologischen Tricks nicht ein und bleiben Sie sachlich und ruhig. Stattdessen können Sie abschließend noch einfließen lassen, wenn Sie andere, sogar günstigere Angebote in der Nähe kennen.

Rubriklistenbild: © Sebastian Kahnert/dpa

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