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Elektroautos günstiger als Verbrenner? ADAC-Vergleich überrascht

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Von: Marcus Efler

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Die staatliche Förderung macht Elektroautos günstiger – aber sind sie wirklich günstiger als die vergleichbaren Verbrenner? Der ADAC hat nachgerechnet.

München – Wie teuer wird mein nächstes Auto und welcher Antrieb ist der günstigste? Wer sich nach einem Neuwagen umschaut, muss auch die Kosten kalkulieren, die ihn erwarten. Bis vor Kurzem fiel der Vergleich zwischen Benziner, Diesel und vielleicht noch Gas-Antrieb leicht und war anhand der jährlichen Fahrleistung relativ einfach zu entscheiden. Doch mit dem zunehmenden Angebot an Hybrid- und Elektroautos wird die Situation immer unübersichtlicher. (Elektroauto: Stromkosten viel niedriger als Benzinkosten – so viel kann man sparen)

Elektroautos günstiger als Verbrenner? ADAC-Vergleich überrascht

Das beginnt beim Kaufpreis, den unterschiedlich hohe Förderungen um bis zu 9.670 Euro brutto mindern. Kosten für Strom und Wartung sind für viele Elektro-Einsteiger schwer zu kalkulieren. Versuche der Regierung, an Tankstellen über die Energiekosten zu informieren, helfen da nur wenig weiter.

Nun bringt der ADAC etwas Klarheit in den Kostendschungel: Europas größter Automobilclub hat sich die Mühe gemacht, alle Faktoren auf den Kilometerpreis runterzubrechen und die Elektromodelle mit den Verbrenner-Alternativen zu vergleichen. (E-Autos: Teure Wartung – darum machen Stromer in der Werkstatt Ärger)

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Elektroautos günstiger als Verbrenner? Auch laufende Kosten berücksichtigt

Dabei berücksichtigt der Verkehrsclub die Kaufprämie für Stromer ebenso wie die Tatsache, dass Benziner oder Diesel oftmals mit Rabatt zu bekommen sind (hier setzt der ADAC bei den unten genannten Beispielen 15 Prozent an).

Auch bei den laufenden Kosten ging es ins Detail: „Dazu gehören Versicherung, Kfz-Steuer, Ausgaben für Wartung und Reparaturen, Reifenverschleiß, Kraftstoff/Stromkosten und eine Pauschale für die Wagenwäsche/Wagenpflege“, wie der ADAC erläutert und weiß: „Den Löwenanteil aber macht der Wertverlust aus.“ (Elektroautos im ADAC-Ecotest: Das sind die größten Stromschlucker)

Unter anderem ermittelte der ADAC folgende Kilometerkosten (bei fünf Jahren Haltedauer und 15.000 Kilometern pro Jahr):

BMW i3/1er-Reihe

BMW-ModellAntriebGrundpreisKosten
i3Elektro39.000 Euro50,1 Cent/km
118iBenziner36.200 Euro51,2 Cent/km
118dDiesel40.500 Euro55,0 Cent/km
Hyundai Ioniq 5, stehend (Symbolbild)
Schlägt er den Santa Fe? Der Hyundai Ioniq 5 (Symbolbild) © Hyundai

Hyundai Ioniq 5/Santa Fe

Hyundai-ModellAntriebGrundpreisKosten
Ioniq 5 2WDElektro45.100 Euro57,7 Cent/km
Santa Fe 1.6 T-GDI Hybrid 2WDHybrid49.450 Euro67,4 Cent/km
Santa Fe 2.2 CRDi 2WDDiesel47.450 Euro67,5 Cent/km

Opel Mokka

Opel-ModellAntriebGrundpreisKosten
Mokka-e EditionElektro34.110 Euro45,0 Cent/km
Mokka 1.2 DI Turbo EditionBenziner25.355 Euro44,4 Cent/km
Mokka 1.5 Diesel EditionDiesel24.185 Euro41,8 Cent/km
VW ID.3, stehend (Symbolbild)
Günstiger als der Golf? Der VW ID.3 (Symbolbild) © Ingo Barenschee/VW

VW ID.3/Golf

VW-ModellAntriebGrundpreisKosten
ID.3 ProElektro35.460 Euro44,4 Cent/km
Golf 1.5 eTSI Life DSGBenziner31.480 Euro46,6 Cent/km
Golf 2.0 TDI Life DSGDiesel34.150 Euro49,7 Cent/km

Mercedes EQA/B-Klasse

Mercedes-ModellAntriebGrundpreisKosten
EQA 250 ProgressiveElektro47.541 Euro60,9 Cent/km
B 250 eHybrid39.347 Euro60,6 Cent/km
B 250Benziner40.621 Euro63,7 Cent/km
B 220 dDiesel40.954 Euro61,8 Cent/km

Außerdem vergleicht der ADAC noch andere Motorversionen sowie Modelle von Kia, Jaguar, Renault und Nissan – und nennt auch die (deutlich höheren) Kilometerpreise, falls der Käufer keinen Rabatt raushandeln kann. Eine grundsätzliche Kostenempfehlung pro oder kontra Elektro kann der Autoclub allerdings nicht abgeben: Während man bei Hyundai elektrisch deutlich günstiger fährt, ist man im Opel Mokka mit Diesel am preiswertesten unterwegs.

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