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Auto-Abo: Kosten, Versicherung, Anbieter – Angebote im Vergleich

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Von: Arne Roller

Laptop mit Fahrzeugauswahlbildschirm beim Auto-Abo
Das Auto-Abo als alternative zum Kauf © picture alliance/ViveLaCar GmbH/ViveLaCar GmbH/obs

Ein Auto-Abo bietet Mobilität zum All-Inclusive-Tarif. Statt ein Auto zu kaufen oder zu finanzieren, bezahlt man nur das, was man tatsächlich nutzt.

München – ein Auto-Abo ist eine durchaus sinnvolle Alternative zum Autokauf. Der Nutzer bekommt ohne Anschaffungskosten ein Fahrzeug.

Auto-Abo: Ist das sinnvoll?

Genau genommen gibt es in Deutschland keinen wirklich sinnvollen Grund, dass ein Auto in das Eigentum des Fahrers übergehen muss. Die erheblichen Kosten beim Kauf bzw. der Finanzierung bindet eigene Mittel für eine Sache, die man auch ohne Kapitaleinsatz nutzen könnte. Und am Ende steht der Wertverlust, den man beim Verkauf hinnehmen muss. Der Vergleich unter den Abo-Anbietern in Deutschland zeigt: Mit dem Auto-Abo gehören diese Probleme der Vergangenheit an.

Auto-Abo: Was ist der Unterschied zu Miete, Leasing und Carsharing?

Der klassische Autokauf ist in Deutschland im Vergleich zu anderen Nutzungsvarianten mit einer Reihe von Hürden belastet: Zulassung, TÜV & HU, Kfz-Steuer, Versicherung sowie viele weitere Gebühren und Nebenkosten verursachen erhebliche Kosten. Schon vor dem Aufkommen des Auto-Abos haben sich im Laufe der Zeit alternative Beschaffungsmodelle herauskristallisiert. Sie sollen die finanzielle Belastung zumindest teilweise abmildern oder auf einen längeren Zeitraum verteilen. Das Mieten eines Autos hat sich vor allem bei kurzfristigeren Nutzungsphasen etabliert. Eine Reihe von Vorteilen, die auch das Abonnement aufweist, ist hier zu finden. Allerdings ist die Kalkulation der Anbieter anders geartet: Über eine längere Nutzungsdauer hinweg gestaltet sich die Miete in der Regel als recht teuer.

Auto-Abo: Leasing ist nicht All-Inclusive

Anders als beim Auto-Abo verbleiben beim Kfz-Leasing einige wichtige Kostenfaktoren in der Regel beim Nutzer. Dazu gehören etwa Steuern, Versicherung und Kosten für die Wartung. Beim Vergleich der Anbieter in Deutschland zeigt sich: Viele Leasingverträge beinhalten zudem eine Kaufoption, bei der der Leasingnehmer das Fahrzeug am Ende der Vertragslaufzeit erwerben kann. Dies ist das genaue Gegenteil der Idee, die hinter dem Auto-Abo steckt.

Wie das Auto-Abo ist Carsharing eine All-Inclusive-Lösung – allerdings hauptsächlich für kurze Nutzungszeiten von einigen Tagen. Für eine langfristige Nutzung ist dieses Modell meist ungeeignet – im Gegensatz zum Auto-Abo.

Vergleich: Das sind die Vorteile des Auto-Abos

Das Auto-Abo bietet das Beste aus zwei Welten für die moderne Mobilität in Deutschland: einerseits ein eigenes Fahrzeug, das dem Nutzer ständig und exklusiv zur Verfügung steht, und andererseits die Vermeidung von Anschaffungskosten und in vielen Fällen eines großen Teils der Kosten für Wartung und Betrieb.

Beim Vergleich der Beschaffungsmodelle erweist sich beim Auto-Abo die Flexibilität als großes Plus. Die Frage nach Reparaturen durch Verschleiß, Abnutzungserscheinungen oder Rostbildung stellt sich gar nicht erst. Der Wechsel auf ein neues Fahrzeug ist bei fast allen Anbietern im Angebot enthalten.

Was auf einer Kreuzfahrt oder im Pauschalurlab schnell in Langeweile ausarten kann, ist beim Auto-Abo ein rundum erfreulicher Aspekt: Das All-Inclusive-Modell umfasst bei den meisten Anbietern so ziemlich alles, was mit dem Auto in Zusammenhang steht – von Steuern und Versicherung über Wartung und Hauptuntersuchung bis hin zu Reparaturen und Reifenservice.

Auto-Abo bedeutet Kostentransparenz

Die Kostentransparenz ist ein weiterer wesentlicher Vorteil des Auto-Abos. Der Festbetrag für den kompletten Betrieb des Fahrzeugs inklusive aller Kosten außer Benzin oder Strom schafft Planungssicherheit und bewahrt zuverlässig vor unangenehmen Überraschungen.

Mit einem Vorurteil gegen das Auto-Abo sollte jedoch aufgeräumt werden. Hartnäckig hält sich die Annahme, das Abo sei erheblich teurer als das Leasing eines vergleichbaren Wagens. In dieser Überlegung steckt ein Gedankenfehler: In der Leasingrate sind meist die Kosten für Steuern, Versicherung und Wartung nicht enthalten – beim Auto-Abo schon. Würden diese Posten auf die Leasingrate aufgeschlagen werden, dann sähe die Rechnung ganz anders aus.

Anbieter von Auto-Abos gibt es in Deutschland mittlerweile in großer Zahl. Es folgt ein Vergleich einiger Unternehmen, die einen solchen Service anbieten.

Vergleich: Cluno
Der Marktführer in Deutschland glänzt beim Vergleich der Auto-Abos vor allem durch seine große Auswahl an verfügbaren Modellen. Mit an Bord sind Benzin-, Elektro- und Hybridfahrzeuge unterschiedlicher Hersteller und Ausstattungsvarianten. Der Anbieter aus München betont, dass bei ihm keine versteckten Kosten, Anzahlungen oder Schlussraten berechnet werden. Das sind die Leistungen von Cluno:

Weniger erfreulich ist, dass nur Fahrer zwischen 23 und 75 Jahren den Service nutzen können.

Vergleich: finn.auto Abo
Beim Vergleich der Anbieter fällt bei finn.auto die Betonung auf Ökologie auf. Der Anbieter stellt nur CO2-neutrale Fahrzeuge bereit. Das funktioniert allerdings nicht direkt über die Fahrzeuge, sondern über einen Emissionshändler, mit dem der Anbieter beim Auto-Abo zusammenarbeitet. Der Partner kompensiert die CO2-Emission für jeden gefahrenen Kilometer über zertifizierte Klimaschutzprojekte.

Die Bestellung für das Auto-Abo in Deutschland verläuft online. Nachteilig stellt sich die Verfügbarkeit dar. Bis das Traumauto vor der Tür steht, können einige Wochen vergehen. Die Lieferzeit wird allerdings bei der Bestellung angegeben.

Die Laufzeiten bei finn.auto liegen zwischen einem und zwölf Monaten. Das Auto-Abo kann am Ende der Laufzeit mit 30 Tagen Frist gekündigt oder mit einem neuen Auto verlängert werden. Das bietet finn.auto zusätzlich:

Vergleich: Sixt Flat
Deutschlands führender Autovermieter bietet mittlerweile auch Auto-Abos an. Das Unternehmen ist Anbieter von Neuwagen mit flexiblen Laufzeiten, die jederzeit kündbar oder änderbar sind.

Der Vergleich legt eine Schwachstelle offen: Insgesamt scheint Sixt bei der Gestaltung seines Auto-Abo-Angebots stark von seinem Kerngeschäft als Vermieter geprägt zu sein. Hier gibt es noch Raum für Verbesserungen.

Vergleich: Care by Volvo
Exklusiv für die eigenen Modelle hat Volvo ein eigenes Auto-Abo aufgelegt. Der Vergleich zeigt einen großen Vorteil gegenüber Anbietern mit mehreren Marken: Nach der Wahl eines der Modelle lässt sich das Auto im Konfigurator individuell ausstatten und kann dann so im Abo überall in Deutschland zu den angegebenen Kosten übernommen werden. Ebenfalls außergewöhnlich ist die 30-tägige Testphase am Beginn der Laufzeit, in der das Auto jederzeit wieder zurückgegeben werden kann. Das bietet Care by Volvo außerdem:

Vergleich: Faaren
Das Würzburger Startup bietet Auto-Abos für jede Marke und jedes Modell zu unterschiedlichen Kosten an – bis hin zum Tesla. Das junge Unternehmen kooperiert dabei mit lokalen Händlern in Deutschland. Kleiner Wermutstropfen: Bislang sind bei diesem Anbieter ausschließlich Gebrauchtwagen im Angebot – ein Manko, dass nur bei Faaren auftritt, wie der Vergleich zeigt. Das Abo von Neuwagen ist allerdings geplant. So präsentiert sich Faaren:

Vergleich: CONQAR
Ein weiterer Anbieter, der Auto-Abos exklusiv für die eigene Marke bereitstellt, ist Seat. Unter dem Namen CONQUAR bietet das Unternehmen allerdings nur eine auf wenige Modelle beschränkte Auswahl an. Zudem handelt es sich dabei nur um Fahrzeuge mit Erdgas-Antrieb. Innerhalb des Vergleichs ist CONQUAR damit der einzige Anbieter, der sich auf diese Antriebsart spezialisiert. Der Treibstoff ist in 750 Tankstellen mit der eigenen Tankkarte beziehbar. Großer Vorteil: Die Kosten sind im Abopreis enthalten. Das bietet das SEAT-Abo:

Vergleich: eFlat
Das Bielefelder Unternehmen setzt konsequent auf Elektromobilität und bietet im Rahmen des Vergleichs als einziger Anbieter in Deutschland ausschließlich Auto-Abos für Elektrofahrzeuge an. Es gibt spezielle Angebote für Privatleute und gewerbliche Kunden. Das Abo umfasst die Kosten für alle Leistungen – von der Anmeldung über Inspektionen und TÜV bis zur Versicherung und dem Reifenersatz.

Drei Modelle stehen bei diesem Anbieter zur Auswahl: e100, e250 und e320. Die besonders günstigen Monatsbeiträge gehen auf die Einkaufspolitik des Unternehmens zurück. eFlat erwirbt ausschließlich junge, gebrauchte Fahrzeuge. Das hat eFlat zu bieten:

Von Emil Horowitz

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