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Tesla an Haushalts-Steckdose: Vermieter-Ärger für YouTuberin

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Von: Jasmin Pospiech

Wer mit seinem Elektroauto in den Urlaub fährt, muss eine Frage lösen: Wo kann ich mein E-Auto laden? Eine YouTuberin mit Tesla ist da ganz pragmatisch.

North Carolina (USA) – Mit dem Auto in den Urlaub fahren? Für viele Deutsche ist das jedes Jahr Standard, wenn es in die wohlverdienten Sommerferien geht. Doch während Besitzer von Verbrennern an jeder Autobahn alle paar Kilometer schnell eine Tankstelle finden, wenn der Sprit zur Neige geht, ist es hierzulande für E-Auto-Fahrer nicht ganz so einfach. Schließlich gibt es bei der Ladeinfrastruktur deutschlandweit Nachholbedarf, kritisieren einige Besitzer von Stromern. Anders in den USA.

Tesla an Haushalts-Steckdose: Vermieter-Ärger für YouTuberin

Das Geburtsland des führenden Elektroautoherstellers der Welt, Tesla, bietet Reisenden zahlreiche Anlaufstellen, um ihr E-Auto zu laden. Schließlich befindet sich in Kalifornien sogar die weltweit größte Supercharger-Station von Tesla. Doch was ist, wenn man sich eine Ferienwohnung etwas abseits auf dem Land oder gar eine Hütte im Wald mietet? Dann müssen auch die verwöhntesten Stromer-Besitzer erfinderisch werden. (Lade-Automatik für Tesla: Model-3-Fahrer baut sich KI-Roboter für zu Hause)

Ein weißes Tesla Model X lädt über ein Ladekabel an einer Haushaltssteckdose.
Das weiße Tesla Model X lädt über ein Ladekabel an einer Haushaltssteckdose der Unterkunft. © YouTube (It’s Kim Java)

Tesla-Anhängerin Kim Java, die einen erfolgreichen YouTube-Kanal namens „It’s Kim Java“ betreibt, ist kürzlich mit ihrer Familie und Freunden mit ihrem Tesla Model X übers Wochenende in eine entlegene Gegend im US-Bundesstaat North Carolina gefahren. Über das Online-Portal Airbnb hatte sie sich zuvor eine Unterkunft im Grünen ausgesucht, allerdings ohne dem Besitzer vorher Bescheid zu geben, dass sie auch ihre E-Autos dort laden wollen. Zwei Nächte lang haben sie also ihre Stromer über eine gewöhnliche Haushaltssteckdose mit Strom versorgt. (Spanischer Peugeot-Fahrer will E-Auto laden – und baut sich kurzerhand kuriose Konstruktion)

Tesla an Haushalts-Steckdose: YouTuberin hat Ärger mit Vermieter – Video klärt auf

Wieder zu Hause „waren wir ganz überrascht, deswegen eine E-Mail des Vermieters zu erhalten“, erzählt sie in einem Video. Darin berichtet sie, dass der Airbnb-Besitzer geschrieben habe, dass er noch nie solch einen Fall gehabt und sich deshalb mit anderen Anbietern unterhalten habe. Nun wisse er nicht, ob er das Geld für den Strom, den die Familie für ihre E-Autos abgezapft habe, extra berechnen oder es einfach dabei belassen solle und sein Airbnb-Angebot dahingehend verändern müsse. (Tesla: Saftige Preiserhöhung am Supercharger – so viel kostet es jetzt mehr)

Höflich schreibt die junge Mutter zurück und klärt den Vermieter darüber auf, dass er das gern tun könne, aber rechnet ihm in ihrer Antwort-Mail aus, dass sie maximal für einen US-Dollar (circa 0,85 Cent) für beide Nächte Strom geladen hätte. Der Vermieter hat ein Einsehen und bittet sogar um Fotos ihres Tesla, um damit sein Angebot zu bewerben. Das freut die YouTuberin, kann allerdings auch gefährlich enden, wenn jetzt andere E-Auto-Fahrer nachziehen. (Supercharger in Kritik: Tesla Model X muss beim Laden mit Eiswürfeln gekühlt werden)

Tesla an Haushalts-Steckdose: Vermieter-Ärger – Brandgefahr unterschätzt?

Prinzipiell ist es natürlich möglich, den Stromer (und auch jeden Plug-in-Hybrid) an einer Haushaltssteckdose zu laden, doch Experten raten davon ab bzw. raten dazu, dies nur in Ausnahmefällen zu tun. Der Grund dafür: Die Leitungen gerade in älteren Gebäuden sind gar nicht dafür ausgelegt. (Elektroautos: Sofort wieder volle Akkus – Konzept aus China kommt nach Europa)

Die Folge: Die hohen Ladeströme verursachen eine Erwärmung der Leitungen und das kann wiederum im schlimmsten Falle zu einem Brand führen. Und nicht immer werden solche Brandschäden von Versicherungen übernommen bzw. sind automatisch abgedeckt. Daher ist es ratsam, dem Ferien-Vermieter bereits im Vorfeld Bescheid zu geben, damit dieser dann entscheiden kann, ob es geht oder eben nicht.

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