1. 24auto
  2. Service
  3. E-Mobilität

E-Auto-Dauertest: Ex-NASA-Mitarbeiter teilt Erfahrung – und hat wichtige Tipps

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Marcus Efler

Seit sieben Jahren ist er Elektroauto-Fahrer, seit zwei besitzt er ein Tesla Model 3: Ein Ex-NASA-Mitarbeiter hat wichtige Tipps für E-Auto-Einsteiger.

Lindon (USA) – Frederick Hasler gehört zu jenen Autofahrern, die sich schon sehr früh auf ein reines Elektromodell eingelassen haben. Mit einem eher vorsichtigen Herantasten allerdings, wie viele Einsteiger: 2014 besaß der Amerikaner noch einen ganz normalen Toyota Highlander, ein SUV auf Basis des in den USA sehr beliebten Camry. Ein attraktives Leasing-Angebot ließ den heute 79-Jährigen dann zusätzlich zu einem elektrischen Nissan Leaf greifen: „200 Dollar im Monat, aber auf Kurzstrecken-Pendelei für 100 Dollar Sprit sparen“, erinnert sich der Rentner auf dem US-Portal „CleanTechnica“: „Das war ein No-Brainer“ – also eine Sache, über die man nicht groß nachdenken muss. (Sylt: Tesla Model X bleibt im Sand liegen – „wenigstens umweltfreundlich“)

E-Auto-Dauertest: Ex-NASA-Mitarbeiter teilt Erfahrung – und hat wichtige Tipps

So richtig zufrieden war der ehemalige NASA-Wissenschaftler mit seinem japanischen BEV („Battery Electric Vehicle“) allerdings nicht: Damals war dessen Reichweite mit 130 Kilometern noch sehr übersichtlich – und zu wenig für die 140 Kilometer zum Flughafen von Salt Lake City und zurück. Eine Strecke, die der viel reisende Mann aus Utah und seine Frau oft fuhren. Der dann später angeschaffte Nachfolger schaffte zwar mehr Kilometer, aber sein Besitzer ärgerte sich über nachlassende Akku-Kapazität und damit schwindende Reichweite. Selbst der jährliche Urlaub in einem nahen Ski-Ressort wurde zum Problem. Und an die übliche, stets mit Auto geplante Tour in die 2.500 Kilometer entfernte Sommerresidenz in Wisconsin war überhaupt nicht zu denken: Die hätte mindestens zehn Tage gedauert. (Porsche verliert Drag-Race gegen Tesla – Besitzer reagiert sofort)

Tesla Model 3, fahrend (Symbolbild)
Fit für die Langstrecke: Bis heute ist der ehemalige NASA-Wissenschaftler in einem Tesla Model 3 unterwegs. (Symbolbild) © Tesla

Elektroauto-Dauertest: Ex-NASA-Wissenschaftler teilt Erfahrung – Langstrecke dank Superchargern

Ein klassischer Fall für eine Eroberung durch Tesla: „Hätte ich ein Model 3, könnte ich damit einfach nach Wisconsin fahren“, habe er damals gedacht. Denn von Anfang an setzte Tesla-CEO Elon Musk auf hohe Reichweiten und vor allem ein dichtes Netz an Superchargern, um schnell und problemlos auch längere Touren elektrisch zu bewältigen. Gesagt, getan: Seit zwei Jahren fährt Hasler nun also ein Model 3, das in der Long-Range-Version fast 500 Kilometer ohne Laden schafft. Damit gehört er zu den Autofahrern, die mit ihrem Erfahrungsschatz auch über sehr weite Touren das Potenzial der Elektromobilität beurteilen können. (Tesla Supercharger: Heftige Preiserhöhung – so viel kostet es jetzt mehr)

Elektroauto-Dauertest: Ex-NASA-Wissenschaftler teilt Erfahrung – 25 Prozent Reserve einplanen

Das Fazit des Elektro-Pioniers nach über 80.000 Kilometern im Tesla: „Lange Touren – kein Problem.“ Jedenfalls im Normalfall. Natürlich berichtet er auch über Probleme – etwa als in einem Sturm durch den Gegenwind der Akkustand fast auf null fiel: „Seitdem plane ich so, dass am Ziel noch 25 Prozent im Akku sind.“ Andere Missgeschicke wären in einem Auto mit Verbrennungsmotor möglicherweise auch passiert: So rutschte einmal das schlecht gesicherte, teure E-Bike vom Dach. (Fünf Tesla-Unfälle auf derselben Straße – ist ein fehlerhafter Autopilot schuld?)

Elektroauto-Dauertest: Ex-NASA-Wissenschaftler teilt Erfahrung – aufpassen beim Autopilot

Von seinem Tesla möchte das Paar aus Utah jedenfalls nicht mehr lassen: „Auch nach zwei Jahren und 50.000 Meilen sind wir verrückt nach unserem Model 3“, erklärt Hasler. Er habe auch nur eine Reparatur gehabt, und die sei von der Garantie abgedeckt gewesen. Sogar mit dem umstrittenen Autopilot kommt der Ex-NASA-Mann gut zurecht: „Wenn unsere sechsjährige Enkelin mitfährt, sagt sie immer: Lass das Auto selbst fahren. Das mache ich dann, vor allem auf langen Strecken.“ Seine eiserne Regel sollten sich Tesla-Neulinge ebenso merken wie die 25-Prozent-Rechnung: „Aber für die seltenen Fälle, in denen man eingreifen muss, passe ich auf wie ein Falke.“

Noch mehr spannende Auto-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Auch interessant

Kommentare