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Elektroautos im ADAC-Ecotest: Das sind die größten Stromschlucker

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Von: Marcus Efler

Über die Reichweite von Elektroautos wird gern diskutiert. Sie steht und fällt mit dem Verbrauch. Der ADAC hat ihn unter Realbedingungen überprüft – mit teils ernüchterndem Ergebnis.

Landsberg am Lech – Elektroautos sind sauber, leise, kraftvoll – so weit die Wahrnehmung unter den meisten Autofahrern. Wobei das mit dem „sauber“ natürlich relativ ist: Immer wieder bezweifeln Studien die Klimafreundlichkeit der Stromer. Vor allem der Energie-Aufwand zur Akku-Produktion wird bemängelt. Aber auch die Frage, wie hoch der Stromverbrauch während der Fahrt ist, spielt eine Rolle. Schließlich wird bisher erst ein Teil der Energie CO2-neutral erzeugt. (VW-Boss Herbert Diess: „Autofahren für einen Euro“ – geht das wirklich?)

Elektroautos im ADAC-Ecotest: Das sind die größten Stromschlucker

Für den Autofahrer ist der Stromverbrauch seines Elektroautos natürlich genauso wichtig, vor allem beim Laden unterwegs kann der Strom schließlich richtig teuer werden. Trotzdem blicken die meisten bei der Kauf-Entscheidung zuerst auf die Reichweite. Die Kilowattstunden pro 100 Kilometer werden eher achselzuckend in Kauf genommen, anders als beim Verbrenner der Spritverbrauch. Dabei lohnt es sich durchaus zu vergleichen: Die Unterschiede sind teils beträchtlich, wie der ADAC bei seinen Testfahrten immer wieder feststellt. (Elektroauto laden wird einfacher: Neues Gesetz beseitigt App-Chaos)

Elektroautos im ADAC-Ecotest: Beim Laden geht Strom verloren

Die Mitarbeiter im Technikzentrum Landsberg am Lech ermitteln den Stromkonsum mit ihrem eigenen Eco-Test unter den Bedingungen des realen Verkehrsalltages. Außerdem berechnen sie den Ladeverlust mit ein: Strom, der an der Ladesäule verloren geht – als würde man beim Verbrenner an der Tankstelle jedes Mal ein paar Liter verschütten.

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Polestar 2, stehend (Symbolbild)
Polestar 2: Vor allem in der Long-Range-Version ein echter Spritfresser (Symbolbild) © Polestar

Das Ergebnis überrascht nicht wirklich: Die Verbrauchswerte liegen teils deutlich über den Werksangaben, die natürlich unter Optimalbedingungen ermittelt werden. Damit steigen natürlich die Kosten für den Fahrer, denn logischerweise sinkt die Reichweite entsprechend mit.

Und das sind die schlimmsten Stromfresser laut ADAC:

AutomodellADAC-VerbrauchWerksangabe nach WLTP
Polestar 2 Long Range Dual Motor29,2 kWh/100 km19,3 kWh/100 km
Nissan e-NV200 Evalia (40 kWh)28,1 kWh/100 km25,9 kWh/100 km
Mercedes EQC 400 AMG Line27,6 kWh/100 km22,6 kWh/100 km
Jaguar I-Pace EV400 S AWD27,6 kWh/100 km22,0 kWh/100 km
Audi e-tron 55 quattro25,8 kWh/100 km23,0 kWh/100 km

Und das sind die Elektroautos mit dem geringsten Verbrauch:

AutomodellADAC-VerbrauchWerksangabe nach WLTP
Hyundai Ioniq Elektro Style16,3 kWh/100 km13,8 kWh/100 km
VW e-up! Style16,7 kWh/100 km14,5 kWh/100 km
Seat Mii Electric Plus17,3 kWh/100 km14,9 kWh/100 km
Mini Cooper SE17,6 kWh/100 km14,8 – 16,8 kWh/100 km
BMW i3 (120 Ah)17,9 kWh/100 km15,3 kWh/100 km
Hyundai Ioniq Elektro, stehend (Symbolbild)
Der Hyundai Ioniq Elektro Style ist laut ADAC der sparsamste Stromer. (Symbolbild) © Uli Sonntag/Hyundai

Die gesamte Liste des ADAC gibt’s hier. Logischerweise sind die sparsamen Autos eher die kleinen, die Luxusautos verbrauchen deutlich mehr – aber auch innerhalb ihrer Klasse sind die Unterschiede teils beachtlich. Vor allem Versionen mit höherer Reichweite schlucken mehr Strom: Schließlich schleppen sie mehr Akkugewicht mit sich rum.

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