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Geld verdienen mit Elektroauto: Tesla-Trick funktioniert für jeden

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Von: Marcus Efler

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Was Elon Musk kann, können normale Autofahrer jetzt auch: Nämlich mit ihrer klimafreundlichen Mobilität Geld verdienen. So funktioniert es.

Kleve (Nordrhein-Westfalen) – Das erste Quartal dieses Jahres war ein besonders gutes für Tesla: Nach einer längeren Durststrecke verbuchte der Elektroauto-Pionier plötzlich einen satten Gewinn von 438 Millionen US-Dollar (ca. 387 Millionen Euro). Allerdings nicht, weil er auf einmal besonders viel Autos verkauft hätte – die Kasse klingelte dank Emissions-Zertifikaten.

Die hatten andere Autokonzerne, die vor allem Verbrenner-Autos herstellen, nämlich bei Elon Musk gekauft, um sie dann auf ihre eigene, schlechte Klimabilanz anzurechnen – und somit Strafzahlungen zu vermeiden. Dieser Ablasshandel gehört generell zu einer wichtigen Einnahmequelle von Tesla und anderer Firmen, die besonders klimafreundlich wirtschaften. (Elektroauto im Abo – besser als Leasing? Das können die Apps von Finn und Co)

Geld verdienen mit Elektroauto: Tesla-Trick funktioniert für jeden

Diese Art von Einnahmen steht allerdings nicht nur Konzernen offen, sondern mittlerweile auch privaten Fahrern von Elektroautos. Dafür sorgt die „Renewable Energy Directive II“ (RED II) der Europäischen Union, auf Deutsch etwa: Erneuerbare-Energien-Weisung. In Deutschland schlägt die sich unter anderem in der sogenannten Treibhausgasquote nieder, praktischerweise zu THG-Quote abgekürzt. Sie schreibt vor, welchen Anteil an erneuerbaren Energien Mineralölkonzerne für ihre Sprit-Herstellung nutzen müssen.

Und diese THG-Quote steigt von Jahr zu Jahr: von derzeit sechs auf 25 Prozent im Jahr 2030. Das ist schneller, als die Konzerne hinterherkommen. Aber sie können sich freikaufen. Bei Herstellern von Elektroautos wie Tesla – und eben auch bei deren Fahrern. (Tesla Model 3 gratis: Dieser Trick macht’s möglich – ein Risiko bleibt)

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Ein Elektroauto lädt an einer Ladestation. (Symbolbild)
Mit Strom fahren und dafür kassieren: Der Quotenhandel macht’s möglich. (Symbolbild) © Martin Gerten/dpa

Geld verdienen mit Elektroauto: 275 Euro für E-Auto-Fahrer

Aber keine Sorge: Wer einen Stromer besitzt, muss nun nicht mit Shell und Co verhandeln. Den aufwendigen Teil übernehmen andere, etwa das Start-up Emovy aus Ettlingen oder Greentrax aus Kleve. Über dessen Ableger fairenergy können sich Fahrer von Elektroautos mit ihren Kfz-Papieren demnächst registrieren – und für 2022 auf mindestens 275 Euro Prämie hoffen. Alternativ lässt sich die Ausschüttung auch ökologisch korrekt investieren, etwa in Ladesäulen oder Solaranlagen in Entwicklungsländern.

Allerdings steht diese Art des kleinen Quotenhandels noch ganz am Anfang. Ob und wie gut sie letztendlich wirklich funktioniert, oder ob beispielsweise unseriöse Anbieter diese junge Branche unterlaufen, wird die Zukunft zeigen. Und sicher ist: So reich wie Elon Musk wird man damit wahrscheinlich nicht.

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