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Elektroautos: Können diese Akku-Technologien den Durchbruch bringen?

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Von: Marcus Efler

Weiter fahren, schneller nachladen: Zwei Akku-Technologien aus Deutschland und China könnten den Durchbruch für die Elektromobilität bringen.

Karlsruhe – Elektroautos sind kräftig, leise, umweltfreundlich – und dank der Umweltprämie auch nicht mehr teurer als Autos mit Verbrennungsmotor. Tatsächlich wächst ihre Beliebtheit stetig, wie die neue Aral-Studie beweist. Aber die nach wie vor eingeschränkte Reichweite und die lange Ladedauer der Akkus halten derzeit noch viele Autofahrer davon ab, zum Stromer zu greifen – vor allem, wenn es um die Anschaffung des einzigen oder Erst-Autos geht. Kein Wunder also, dass Forscher und Firmen in aller Welt darum wetteifern, die Akku-Technologie entscheidend zu verbessern. (VW-Boss Herbert Diess kritisiert Ladenetz – interner Zoff garantiert)

Elektroautos: Bringen diese beiden Akku-Technologien den Durchbruch?

Nun machen zwei Meldungen Hoffnungen, dass sich die Stromer in den Disziplinen Ladedauer und Reichweite weiter den Autos mit Verbrennungsmotor annähern und diese bald ein-, ja vielleicht sogar überholen könnten. So verblüfft der chinesische Hersteller GAC mit der Ankündigung ungeahnt kurzer Ladezeiten: Sein (vorerst für den Heimatmarkt bestimmtes) neues Modell Aion V soll seinen Energiespeicher in nur acht Minuten auf 80 Prozent seiner Kapazität laden können. Mit vollen Akkus schafft die Topversion angeblich bis zu 1.000 Kilometer Reichweite. (E-Auto laden – und erst mal warten? Neue Idee soll Stromer-Frust beenden)

Elektrofahrzeug wird geladen (Symbolbild)
Nur noch wenige Minuten? Neue Akku-Technologien versprechen Fortschritt bei Ladedauer und Reichweite. (Symbolbild) © Heike Lyding/Imago

Elektroautos: Superakkus aus China schon in Serienfahrzeug

Möglich machen das nach Angaben des Herstellers neuartige Superakkus mit sogenannten Graphen-Elektroden: Aufgrund der besseren Leitfähigkeit und Haltbarkeit des verwendeten Materials lassen sie sich mit höheren Strömen deutlich schneller laden als herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus. Bislang haperte es allerdings noch an der Serienreife. Sollte das GAC nun tatsächlich gelungen sein, könnte das einen echten Durchbruch bei der Alltagsfähigkeit von batterie-elektrischen Autos (BEV) bedeuten. (Elektroautos: Sofort wieder volle Akkus – Konzept aus China kommt nach Europa)

Elektroautos: Deutsche Forscher verdoppeln Energiedichte

Dass die Chinesen jetzt so spektakulär vorpreschen, bedeutet aber nicht, dass sie den Rest der Autowelt locker abhängen. Die neueste Erfolgsmeldung aus dem Westen stammt diesmal zur Abwechslung nicht von Tesla, sondern aus einem Forschungslabor in Karlsruhe: Das dortige Institute of Technology habe zusammen mit dem Ulmer Helmholtz-Institut eine Lithium-Metall-Batterie entwickelt, die etwa die doppelte Energiedichte aufweist wie übliche Lithium-Ionen-Akkus: nämlich 500 Wattstunden pro Kilogramm.

GAC Aion V, stehend
Soll in nur acht Minuten auf 80 Prozent zu laden sein: der Aion V von GAC © GAC

Sollte dieses Prinzip zur Serienreife gelangen, würde es Akku-Pkw gleich zwei Vorteile bringen – nämlich die Reichweite großer Stromer deutlich zu erhöhen, aber auch das Gewicht wendiger City-Mobile bei brauchbarer Reichweite drastisch zu verringern. Wofür auch immer: Die Umkehrung der Gewichtsspirale für steigende Reichweiten gehört zu den ganz großen Herausforderungen der Hersteller und Forschern in aller Welt.

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