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Preise für E-Autos sinken – aber wahrscheinlich nicht in jeder Fahrzeugklasse

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Von: Marcus Efler

Der kräftige Aufpreis für Elektro-Antriebe wird kontinuierlich sinken. Dann werden Akku-Autos vielleicht sogar günstiger als Benziner – aber wahrscheinlich nicht in jeder Fahrzeugklasse.

New York (USA) – Ein Kleinwagen wie der Opel Corsa für rund 30.000 Euro? Ein Mittelklasse-SUV wie der BMW iX3 für 66.000 Euro? Klar: wenn unter der Haube ein Elektromotor sitzt, wird‘s teuer (hier geht‘s zum Vergleich Opel Corsa-e gegen Peugeot e-208). Faustregel derzeit: Die 9.000 Euro Innovationsprämie, die es für die beliebten Stromer bis 40.000 Euro Netto-Basispreis gibt, gleicht gerade so den Mehrpreis gegenüber einem vergleichbar starken und ähnlich ausgestatteten Benziner aus. Doch die Preise für Autos mit Akku werden im Laufe der nächsten Jahre kontinuierlich sinken – das prognostiziert zumindest das internationale Marktforschungsinstitut BloombergNEF (New Energy Finance) in einer Untersuchung für die NGO „Transport & Enviroment“. (Höhere Kaufprämie für E-Autos: Die 10 größten Elektro-Schnäppchen)

Preise für Elektro-Autos sinken – aber nicht für alle Käufer wird es billiger

Das liegt daran, dass die beiden derzeitigen Preistreiber bei Elektroautos im Laufe der Zeit immer günstiger werden: Zum einen die Akkus, die heute noch gut die Hälfte der Produktionskosten des kompletten Fahrzeugs ausmachen –mit steigender Fertigungszahl und zunehmender Konkurrenz unter den Anbietern werden die Preise der Speicherzellen weiter fallen. Zum anderen wird sich der heute noch notwendige erhöhte Aufwand bei Entwicklung und Fertigung der Elektro-Autos auf niedrigerem Niveau einpendeln. (Dacia Spring: Billig-E-Auto vielleicht sogar zu teuer – steckt ein Trick dahinter?)

Audi Q4 E-Tron von seitlich vorne, stehend (Symbolbild)
Bald günstiger? Die Preise für kompakte Elektro-SUV wie den Audi Q4 E-Tron könnten sinken. (Symbolbild) © Audi AG

Preise für Elektro-Autos sinken – wann ist das Benziner-Niveau erreicht?

Leichte Nutzfahrzeuge, wie sie etwa der elektrische Renault Kangoo darstellt, dürften zuerst das Preislevel der Modelle mit Verbrennungsmotor erreichen, nämlich schon 2025. Im Jahr darauf könnten schon die beliebte Klasse von Kompaktwagen und kleineren SUV folgen, also Autos wie der VW ID.4 (hier geht‘s zum Fahrbericht des ID.4 GTX). Laut Bloomberg kostet ein elektrischer Kompaktwagen heute netto 38.000 Euro, bis Mitte des Jahrzehnts könne der Preis auf 25.000 Euro sinken, um dann weitere fünf Jahre später mit 16.000 Euro sogar den für vergleichbare Benzinmodelle zu schlagen. (Smartphone-Riese aus China will E-Auto bauen: Xiaomi kündigt Milliarden-Investition an)

Preise für Elektro-Autos sinken – aber wahrscheinlich nicht in jeder Fahrzeugklasse

Am längsten wird die Preis-Reise nach unten wohl bei Kleinst- und Kleinwagen dauern, da sie auch heute schon sehr knapp kalkuliert oder sogar vom Hersteller quersubventioniert sind – und hier die Kosten für die Akkus am kräftigsten durchschlagen. So ist es etwa fraglich, ob deutsche Käufer in einigen Jahren einen City-Stromer wie den Elaris Finn billiger bekommen als heute. Denn die aktuelle Förderprämie halbiert dessen Preis ungefähr noch. Wenn sie nach 2025 ausgelaufen ist, dürfte sich das mit dem Preisrutsch bei Elektroautos wohl ungefähr ausgleichen.

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