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E-Auto versorgt Weihnachtsbaum in deutscher Stadt mit Strom – Akku reicht für gesamte Vorweihnachtszeit

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Von: Julian Baumann

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Aufgrund der Energiekrise sind viele Städte bei der Weihnachtsbeleuchtung in diesem Jahr sparsam. In einer Stadt sorgt allerdings ein E-Auto für Strom – die gesamte Vorweihnachtszeit lang.

E-Autos, auf die unter anderem auch die großen deutschen Autokonzerne Mercedes-Benz, BMW und VW setzen, gelten allgemein als die Zukunft der Mobilität. Zudem können die batterieelektrischen Fahrzeuge aber auch als eine Art Kraftwerk zur Stromspeicherung eingesetzt werden. Die elektrischen Sportwagen Taycan von Porsche werden bereits als Kraftwerke getestet und könnten das Stromnetz revolutionieren. In einer Stadt in Süddeutschland versorgt ein E-Auto dagegen bereits seit dem 5. Dezember die gesamte Beleuchtung des großen Weihnachtsbaumes auf dem Marktplatz, wie bw24.de berichtet.

E-Auto versorgt Weihnachtsbaum-Beleuchtung mit Strom, der von Photovoltaikanlage kommt

In der aktuellen Energiekrise, bei der die Kosten für Strom und andere Energien immens angestiegen sind, versuchen die Städte und Bürger in Deutschland nach Möglichkeit Energie zu sparen. Das wirkt sich auch auf die Weihnachtsbeleuchtung in diesem Jahr aus. Die Städte im Süden wollen Energiesparen und Besinnlichkeit verbinden. Während man in Mengen (Kreis Sigmaringen) in die Pedale treten muss, damit der städtische Weihnachtsbaum leuchtet, übernimmt in der bayrischen Stadt Karlstadt ein E-Auto von Kia die Stromversorgung.

Damit die Menschen im unterfränkischen Karlstadt, rund 30 Kilometer nördlich von Würzburg, nicht auf die Beleuchtung des Weihnachtsbaums auf dem Marktplatz verzichten müssen, hat sich das ortsansässige Autohaus Echterstraße etwas Besonderes überlegt. Ein vom Autohaus zur Verfügung gestellter EV6, ein elektrisches Mittelklassemodell des südkoreanischen Herstellers Kia, versorgt die 180 LED-Lampen am Weihnachtsbaum von „Karscht“ - wie Karlstadt im Volksmund genannt wird - die gesamte Vorweihnachtszeit lang mit Strom. Aktuell ist aber auch das E-Auto-Laden kostspielig. Ein Experte warnte sogar, dass die Strompreisexplosion den Umstieg auf E-Autos gefährden könnte.

Ein Kia EV6 E-Auto steht neben dem beleuchteten Weihnachtsbaum von Karlstadt (Kreis Main-Spessart) in Bayern.
In Karlstadt sorgt ein E-Auto von Kia für die Beleuchtung des Weihnachtsbaums. Der Strom wird aus Solarenergie gewonnen. © Kia Deutschland

Der Kia EV6 in Karlstadt bezieht seinen grünen Strom allerdings von der Fotovoltaikanlage des Autohauses Echterstraße und wird demnach nicht aus dem Stromnetz gespeist, sondern mit Solarenergie. Zudem ist das E-Auto sehr sparsam, eine Akkuladung soll die gesamte Vorweihnachtszeit lang für einen beleuchteten Baum in Karlstadt sorgen, heißt es in einer Pressemitteilung von Kia Deutschland. Das scheint auch die Kunden und die Stadtverwaltung überzeugt zu haben. „Von vielen Kunden und den Verantwortlichen der Gemeinde erhalten wir ein überaus positives Feedback“, sagt Stefan Collisi, Geschäftsführer des Autohauses in Karlstadt.

E-Auto als Stromspeicher: „Vehicle-to-Device“-Funktion machts möglich

Die Verknüpfung zwischen E-Auto und Weihnachtsbaum funktioniert laut Kia durch die sogenannte „Vehicle-to-Device“-Funktion. Dadurch lässt sich der Ladeanschluss des EV6 mit einem einfachen Adapter in eine Haushaltssteckdose umwandeln, durch die Strom bis zu 3,6 Kilowatt aus der Batterie des Fahrzeugs entnommen werden kann. Dadurch können die 180 LEDs am Weihnachtsbaum der bayrischen Mittelstadt direkt mit dem E-Auto verbunden werden.

Ganz beleuchtet ist der Baum auf dem Marktplatz in diesem Jahr aber nicht, wie Fotos zeigen. Der untere Teil der großen Tanne bleibt – mutmaßlich aus Kostengründen – unbeleuchtet. Für den Großteil des Baumes sorgt der Kia aber noch bis zum Fest für eine besinnliche Beleuchtung und auch das schicke E-Auto mit der Aufschrift „Ich bringe Karscht zum Funkeln – mit Sonne!“ macht neben dem großen Baum was her.

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