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Christbaum-Transport per Auto: Wann man die „rote Fahne“ braucht

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Deutschland ist wieder auf Christbaum-Suche – doch wer das schmucke Weihnachts-Grün mit dem Pkw nach Hause bringen will, sollte einen kühlen Kopf bewahren.

München – Auch in diesem Jahr werden die meisten Menschen coronabedingt Weihnachten zu Hause verbringen. Und viele werden sich die besinnlichen Tage daheim mit einem Christbaum verschönern. Wer den jedoch zuvor mit dem eigenen Pkw transportieren muss, sollte ein paar Vorschriften und Tipps beachten.

Christbaum-Transport per Auto: Wann man die „rote Fahne“ braucht

Eine Möglichkeit für den Transport ist die Mitnahme im Kofferraum. Dessen Tiefe sollte man vor dem Baumkauf kennen, denn so lässt sich berechnen, wie weit der Traumbaum übers Fahrzeug hinausragen wird. Maximal drei Meter sind bei Fahrten unter 100 Kilometer erlaubt, auf längeren Touren dürfen es lediglich 1,5 Meter sein. Bereits ab einem Meter Überlänge muss der Baum zudem mit einer roten Fahne gekennzeichnet werden. Für dieses Warnzeichen ist eine Mindestgröße von 30 mal 30 Zentimeter sowie eine Querstange vorgeschrieben, mit der die Fahne auseinandergehalten wird. Im Fall fehlender oder unsachgemäßer Kennzeichnung kann ein Bußgeld von 25 Euro verhängt werden. (Fahrradtransport der besonderen Art ruft Polizei auf den Plan – „dumme Idee“)

Ein Mann schiebt einen Christbaum in den Kofferraum eines Fahrzeugs
Der Christbaum sollte immer mit der Unterseite voran ins Fahrzeug geschoben werden – ein Netz erleichtert den Transport. © Jens Schierenbeck/dpa

Christbaum-Transport per Auto: Mit der Unterseite voran ins Fahrzeug schieben

Idealerweise wird der Baum vom Verkäufer vor dem Transport in ein Netz gewickelt, welches das Ein- und Ausladen erleichtert. Außerdem verliert die Tanne dann weniger Nadeln, die man umständlich wieder aussaugen muss. Der Baum wird mit der Unterseite voran ins Fahrzeugheck geschoben. Kleinere Bäume lassen sich oftmals durch das Umklappen der Rückbank- und gegebenenfalls der Beifahrersitzlehne vollständig einladen. Muss jedoch bei Überlänge die Heckklappe offenbleiben, sollte diese fixiert werden, um ein komplettes Öffnen während der Fahrt zu verhindern. Zudem sollte der Baum auch im Innenraum gegen Verrutschen gesichert sein. Viele Pkw bieten für solche Fälle Verzurrösen im Gepäckabteil. (Crash in Papas Mercedes: Unfallflucht mit 14 Jahren – Schuld ist der Weihnachtsbaum)

Statt im Kofferraum lässt sich die Weihnachtstanne auch auf dem Dach transportieren. Eine Grundvoraussetzung dafür ist allerdings eine Dachreling beziehungsweise ein Dachgepäckträger. Auch für die Dachvariante sollte der Baum in ein Netz gepackt und ebenfalls mit der Spitze zum Fahrzeugheck ausgerichtet werden. So verfängt sich der Fahrtwind nicht so leicht, was ein Aufblähen minimiert und die Äste vorm Abbrechen schützt. (Schrottreifer Transporter mit frischem TÜV: Polizei stoppt völlig maroden Ford Transit)

Ein Weihnachtsbaum ist auf ein Autodach geschnallt
Transportiert man den Christbaum auf dem Dach, sollte man ihn mit Spannriemen sichern. © Christian Ohde/Imago

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Christbaum-Transport per Auto: Tanne auf dem Dach mit Spannriemen sichern

Der Christbaum muss zudem fixiert sein, sodass dieser bei Kurvenfahrten oder Vollbremsungen nicht verrutschen oder sich lösen kann. Ab etwa 30 km/h kann Ladegut zum gefährlichen Geschoss werden. Für eine feste Montage eignen sich Spannriemen. Wenn ein Baum nicht ausreichend gesichert ist und dadurch andere gefährdet werden, drohen 60 bis 75 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg. Der Baum sollte zudem nicht die Sicht des Fahrers einschränken, noch Kennzeichen, Scheinwerfer, Blinker oder Rückleuchten verdecken. Wer Dach oder Innenraum vor Kratzern schützen will, legt unter oder um den Baum noch eine Decke. (Mario Hommen/SP-X)

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