Alternativen zum ADAC

AvD, ACE, Mobil in Deutschland – Alternativen zum Automobilklub ADAC

Auto wird auf der Autobahn abgeschleppt
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ACE und AvD stellen Alternativen zum ADAC dar
  • Arne Roller
    vonArne Roller
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Wer nach einer Alternative zum ADAC sucht, der findet nach ein wenig Recherche auch kleine, unbekannte Perlen. Oder er liest hier einfach kurz weiter.

  • Nicht nur nach Mitgliedszahlen ist der ADAC der größte Automobilklub Europas. Trotzdem ist eine Mitgliedschaft keineswegs alternativlos
  • ACE, AvD und zahlreiche weitere Automobilklubs bieten oft mehr Leistungen für weniger Geld. Sie sind daher gute Alternativen
  • Für Neuwagenbesitzer ist oft ein günstiger Schutzbrief bei einem Kfz-Versicherer die beste Wahl

München – der „Allgemeine Deutsche Automobil-Club“ (ADAC) mit Stammsitz in München ist mit über 20 Millionen Mitgliedern der größte Automobilklub Europas. Trotzdem kann es gute Gründe geben, nach Alternativen zum ADAC zu suchen. Besonders Neuwagenbesitzer sollten sich überlegen, ob sich überhaupt eine Mitgliedschaft in einem Automobilklub lohnt. Bei jedem Neuwagenkauf enthält die Mobilitätsgarantie zwar je nach Hersteller verschiedene Leistungen: Pannenhilfe vor Ort und Abschleppen zur nächstgelegenen Vertragswerkstatt ist jedoch immer dabei. Und auch bei Ablauf der Garantiezeit ist ein Schutzbrief beim Kfz-Versicherer oft preiswerter als der Mitgliedsbeitrag im Automobilklub.

Mit einem Neuwagen in der Garage muss keiner Mitglied im ADAC sein


Eigentlich ergattern nur Besitzer eines älteren Pkws in einem Automobilklub deutliche Vorteile, zumal Versicherungen sich oft weigern, ein älteres Auto per Schutzbrief zu versichern. Um die Suche nach dem richtigen Automobilklub zu erleichtern, sind hier die leistungsstarken und günstigen Alternativen zum ADAC:

Als zweitgrößter Automobilklub Deutschlands ist der „Auto-Club Europa“ (ACE) eine günstige Alternative zum ADAC mit ähnlichen Services. Bereits der Basis-Tarif ACE Classic umfasst europaweit Pannen- und Abschlepphilfe für einen Pkw. Weitere Tarife bieten Schutz für Fahrräder und E-Bikes oder weltweiten Pannenschutz und Rechtsbeihilfe. Unter 30-Jährige erhalten Rabatte.

ACV, KS/Auxilia und weitere gute Alternativen zum ADAC


Auch der nicht nach Gewinn strebende „Automobil-Club Verkehr“ (ACV) bietet gegenüber dem ADAC überraschend viel zu einem günstigen Tarif. Einige der Vorteile: ein europaweit gültiger Schutzbrief für Pkws, Motorräder oder E-Bikes und Pedelecs. Für alle möglichen Fälle ist vorgesorgt – beispielsweise eine Falschbetankung. Es gibt Rechtsbeihilfe und gegebenenfalls besteht auch Anspruch auf einen Mietwagen.

Viel Leistung zu einem geringen Preis bietet auch der große Automobilklub „Automobilclub KS e.V.“ (KS/Auxilia). Er hilft auch bei einem verordneten Krankenrücktransport aus dem Ausland oder kleineren Problemen wie ein Defekt des Türschlosses oder Verlust des Schlüssels. Und auch der „Mobil in Deutschland e.V.“ bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Der günstige deutschlandweite Schutzbrief bietet nicht nur Pannenhilfe, sondern auch anteilige Kosten für Übernachtung und Mietwagen.

Eine lange Tradition als Automobilklub hat der „Auto- und Reiseclub Deutschland e. V.“ ARCD, der 1928 als Kraftfahrervereinigung Deutscher Lehrer KVDL gegründet wurde. Neben einer Vollmitgliedschaft ist bei Paaren auch eine günstige Partnermitgliedschaft möglich. Beide Mitglieder genießen den gleichen Umfang an Leistungen.

ADAC-Alternativen mit besonderen Schwerpunkten


Zudem finden sich auch einige Alternativen, die sich auf bestimmte Fahrzeugkategorien spezialisiert haben oder einen anderen Schwerpunkt haben. Diese sind

  • „Automobilclub von Deutschland“ (AvD)
  • „Bruderhilfe Automobil- und Verkehrssicherheitsclub“ (BAVC)
  • „Königlich Württembergischer Automobilclub“ (KWA)
  • „Allgemeiner Deutsche Motorsport Verband“ (ADMV)

Wer einen Oldtimer besitzt, für den ist der „Automobilclub von Deutschland“ (AvD) eine gute Wahl. Der Klub setzt seinen Schwerpunkt auf die Pflege des Autos als Kulturgut. Eine Kfz-Versicherung, Rechtsschutzversicherung und Auslandsreise-Krankenversicherung sind weitere Angebote des Klubs mit günstigen Mitgliedsbeiträgen.

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Am kommenden Montag, den 27. April, wird das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes deutschlandweit zur Pflicht. Das gilt aber nur bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel sowie beim Aufenthalt in Geschäften. Im Freien sowie in privaten Wohnräumen gilt diese Regelung nicht – und auch nicht im Auto. Der Automobilclub von Deutschland (AvD) macht darauf aufmerksam, dass Autofahrern das unkenntlich Machen des Gesichts seit 2017 durch § 23 Absatz 4 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) verboten ist. Das Verbot umfasst Karnevalsmasken ebenso, wie religiös motivierte Bekleidungen, wie Schleier, Burka oder Nikab, aber auch Schutzmasken oder ein über den Mund gezogener Schal. Kurz gesagt: Beim Autofahren müssen Augen, Mund und Nase frei bleiben. Bei einem Verstoß wird ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro fällig. #masken #corona #atemschutzmaske #mundnasenmasken #infektionsschutz #ffp1 #ffp2 #ffp3 #AvD #auto

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Die Mitglieder der „Bruderhilfe Automobil- und Verkehrssicherheitsclub“ (BAVC) sind zwar größtenteils im kirchlichen Bereich tätig. Eine preiswerte Mitgliedschaft ist jedoch für jeden möglich. Anders ist das bei dem „Württembergische Automobilclub e.V.“ (WAC), der als „Königlich Württembergische Automobilclub“ von keinen Geringeren als Robert Bosch (81, † 1942), Gottlieb Daimler (65, † 1900) und Wilhelm Maybach (83, † 1929) gegründet wurde. Wer Mitglied werden will, braucht ein Patenmitglied.

Den Schwerpunkt auf die Förderung des Motorsports legt der „Allgemeine Deutsche Motorsport Verband“ (ADMV). Die üblichen Leistungen eines Automobilklubs bietet der ADMV mithilfe von Partnern wie der HDI-Versicherung.

Und noch eine echte Alternative zum großen Automobilklub


Nicht zuletzt bietet der „Verkehrsclub Deutschland“ (VCD) noch einmal eine besondere Alternative: Hier steht nicht das Kraftfahrzeug, sondern die umweltfreundliche Mobilität insgesamt im Mittelpunkt – inklusive Bahn. Wer seine Mitgliedschaft im ADAC beenden möchte, muss eine Kündigungsfrist von drei Monaten einhalten. Ansonsten verlängert sich die Mitgliedschaft um zwölf Monate.


Von Heike Waskow


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